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            <title>BDKJ-Hauptversammlung 2024: Anträge</title>
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                <title>BDKJ-Hauptversammlung 2024: Anträge</title>
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                        <title>A12NEU23: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
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                        <author>HV (beschlossen am: 05.05.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung mögebeschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die menschengemachte Klimakrise ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. Die Wissenschaft ist sich einig<em>, </em>dass derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten werden, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind vor allem einkommensschwache Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für ökonomisch schwache Menschen haben Katastrophen, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten zur Klimakrise beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondereökonomisch schwachevon den Folgen der Klimakrise betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schneefällen und Kältewellen-sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen dieKlimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrises wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: Jetzt ein Klimageld für alle inDeutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung der Klimakrise und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung der Klimakrise, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meistenzur Klimakrise beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1)<em>.</em><br></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Verteilung des Klimagelds sollte sozial gerecht gestaffelt erfolgen, um die unterschiedlichen Belastungen durch die Klimakrise zu berücksichtigen. Die Berechnung sollte auf einer Mischkalkulation basieren, die verschiedene Faktoren, wie z.B. wirtschaftliches Einkommen, Wohnort oder auch Zugang zum ÖP(N)V berücksichtigt.Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um die Auszahlung und Bereitstellung der Finanzmittel aber abschließend zu gewährleisten, muss der Klima- und Transformationsfond (KTF) refomiert und umverteilt werden (4). Derzeit werden noch klimaschädliche Subventionen, wie die Pendlerpauschale aus dem KTF bezahlt. Diese klimaschädlichen Subventionen sollten abgeschafft und die Mittel stattdessen für das Klimageld verwendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Klimageld alleine kann nicht alle finanziellen Schwierigkeiten auffangen, ist jedoch ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung sozial-benachteiligter Haushalte. Darüber hinaus müssen Förderprogramme auch die unteren Einkommensschichten erreichen. Sie müssen vor allem in der Mobilitäts- und Wärmewende mit bedacht werden und das Wichtigste: Wir brauchen starken Klimaschutz, damit die Folgen der Klimakrise abgemildert werden können. Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz gehen Hand in Hand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 12:35:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU17: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/In_Arbeit_Feminismus_im_BDKJ__intersektional__queer-4584</link>
                        <author>HV (beschlossen am: 05.05.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/In_Arbeit_Feminismus_im_BDKJ__intersektional__queer-4584</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von <strong>Beteiligungshemmschwellen</strong> und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess angestoßen werden. Hierfür wird eine Projektgruppe „Queerfeminismus im BDKJ“ eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand dient als Ansprechperson. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in <strong>diesem Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li><strong>Wie können FINTA*<sup>1</sup> aller sozialer Schichten erreicht werden?</strong></li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 12:18:19 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5-3NEU: Zukunft entscheiden - Entwicklung, Themenmanagement, Innovation </title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/Zukunft_entscheiden_-_Entwicklung_Themenmanagement_Innovation_-23096</link>
                        <author>hv (beschlossen am: 05.05.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Hauptversammlung möge beschließen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Angesichts gravierender kirchlicher und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse und damit verbundenen Herausforderungen für uns Jugendverbände ist es unsere gemeinsame Verantwortung, die Strukturen des BDKJ weiterhin zukunftsfähig, inklusiv und vielfältig - kurz attraktiv - zu gestalten. Dazu fokussieren wir uns bis zur Hauptversammlung 2026 zunächst auf drei Aspekte, nämlich Verbandsentwicklungskompetenz, Themenmanagement und Strukturinnovation, und setzen uns folgende Ziele:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>1. Ein agiles, verbändeübergreifendes Themenmanagement etablieren </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zielsetzung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist ein agiles auf Inhalte ausgerichtetes Themenmanagement eingerichtet. Es adressiert die Herausforderungen der Prioritätensetzung, des Lebensweltbezugs junger Menschen und der Mitarbeit in Vernetzungsstrukturen. Das Themenmanagement stärkt den BDKJ als Interessenvertretung und eröffnet Synergien mit den Jugendverbänden. Der Dachverband wird subsidiär als politische und kirchliche Interessenvertretung angenommen. Die Koordination erfolgt durch die BDKJ- Bundesstelle, welche den Informationsfluss sicherstellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Meilensteine: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Buko November 2024: Es gibt ein <strong>verbändeübergreifendes Themenmapping.</strong> Hierin ist ersichtlich, welche Themen die Jugendverbände haben und welche Themen der BDKJ-Bundesverband hat. Die Themen des BDKJ sind nach den folgenden Kriterien erstmalig zu bewerten: Outcome, Passung zu den Profilen der Jugendverbände, der Lebensweltbezug junger Menschen. Es besteht Transparenz bzgl. Zuständigen Referent*innen entsprechender Stellen-Refinanzierungen und inhaltsspezifischen Vernetzungsstrukturen. Akteur*innen: Bundesstelle, JV, DV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hauptversammlung Mai 2025: Der Bundesvorstand erarbeitet eine strategische Priorisierung der Themen anhand des Themenmappings des BDKJ-Bundesverbandes. Die Hauptversammlung entscheidet über die vorgeschlagene Prioriserung. Priorisiert werden Kernthemen mit passendem Profil der Jugendverbände, hohem Lebensweltbezug junger Menschen und starkem Outcome.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Vorgehen zur Vergewisserung im Jahresturnus ist in der Arbeitsweise der Hauptversammlung verankert. Die strategische Priorisierung wird im Rechenschaftsbericht des Bundesvorstands transparent gemacht. Neue Themen müssen gemappt werden. Die Kriterien des Themenmapping werden regelmäßig evaluiert und es wird geprüft, ob die Form des Themenmapping fortgeführt werden soll. Akteur*innen: Bundesvorstand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bukos November 2025: Zu Themen mit hoher Passung zwischen Jugendverbänden und BDKJ sind<strong> Kooperationen</strong> verabredet, in denen geregelt wird, wie die Außenvertretung in diesen Themenbereichen gemeinsam koordiniert wird (gegenseitig zu Gesprächen mitnehmen, Veröffentlichungen bzw. Stellungnahmen abstimmen oder gemeinsam herausgeben etc.). Die Außenvertretung in Kirche, Staat und Gesellschaft erfolgt dabei in Zusammenarbeit zwischen BDKJ und Jugendverband. Die innerverbandliche Weiterarbeit erfolgt durch den Jugendverband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch die Diözesanverbände prüfen den Abschluss von Kooperationen mit ihren Jugendverbänden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Themen mit hohem Lebensweltbezug junger Menschen aber geringer Passung zu Jugendverbänden und BDKJ werden projektorientiert inhaltlich auf BDKJ-Bundesebene bearbeitet. Das kann in Kooperation geschehen. Akteur*innen: Bundesvorstand, JV, DV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hauptversammlung 2026: Im Rahmen der bestehenden Kooperationen von BDKJ und Jugendverbänden werden nach Möglichkeit gemeinsame Veröffentlichungen etc. herausgegeben, sodass Identifikation ermöglicht wird. Es soll hierbei berücksichtigt werden, dass sowohl BDKJ (BDKJ-Segel) als auch Jugendverband (jeweiliges Markenzeichen) visuell sichtbar sind. Es wird eine Handreichung zur Umsetzung und Verwendung der Markenzeichen erstellt. Akteur*innen: Referat Kommunikation, JV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>2. Einen Innovationsausschuss einrichten </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zielsetzung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Innovationsausschuss ist ein (zunächst bis 2026) zeitlich befristeter Innovationsmotor im Hinblick auf Prozesse, Gremien, Veranstaltungen etc. des BDKJ-Bundesverbandes. Dem Ausschuss steht Beratungszeit zur Verfügung, die Hauptausschuss und Bundesvorstand für diese Fragestellungen erfahrungsgemäß im Alltag fehlt. Der Ausschuss generiert Ideen für die Organe des Verbandes (Hauptversammlung und -ausschuss, Bundeskonferenzen, Bundesvorstand). Dabei profitiert er insbesondere von externen Blickwinkeln (thinking out-of-the-box). Er steht dafür ein, dass das Anliegen dauerhaft wachgehalten wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Auftrag: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Organisation eines Austausches zum Verständnis zur Verbandsentwicklung (Zusammenführung der Themen und Erwartungen der DVs und JVs) und Entwicklung einer Beschlussvorlage</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Erstellen von Beratungsvorlagen für die o.g. Organe zu folgenden Fragestellungen:</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Verbände leben demokratische Prinzipien: Welche Formen von Partizipation wollen wir in unseren Verbänden leben? Wie können andere/neue Formen von Partizipation sinnvoll implementiert werden? (z.B. Aufgaben nicht an Ämter koppeln. Andere Arbeitsformen installieren)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Blick auf die, die noch nicht primär in unserem Blick sind, uns aber nahestehen (z.B. Muttersprachliche Gemeinden): Wie können wir neue Gruppen gewinnen bzw. mit diesen zusammenarbeiten?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Wie kann der BDKJ noch mehr zu einer „Lernenden Organisation“ werden?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Eine zentrale Aufgabe des BDKJ ist die Interessenvertretung junger Menschen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Was bedeutet für uns Interessensvertretung und welche Tools können im Hinblick auf Lobbyarbeit, Themenmanagement, Wissensmanagement, New work o.ä. implementiert werden, um unsere Zusammenarbeit zu verbessern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Rahmenbedingungen von Ehrenamt: Wie gehen wir mit sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen sfür Ehrenamt um? Wie können wir diese neu gestalten?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Umsetzung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Der Ausschuss wird mit acht Personen besetzt, die für zwei Jahre gewählt werden. Die Wahl erfolgt im Hauptausschuss Juni 2024:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>vier Personen aus den Jugendverbänden, von denen bis zu zwei Personen weiblichen oder diversen Geschlechts und bis zu zwei Personen männlichen oder diversen Geschlechts sind, </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>vier Personen aus den Diözesanverbänden, von denen bis zu zwei Personen weiblichen oder diversen Geschlechts und bis zu zwei Personen männlichen oder diversen Geschlechts sind </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Es gelten die weiteren Regelungen aus §16 der Bundesordnung.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen der Hauptversammlung 2023 wurde die Frage nach der Zukunft der Jugendverbandsarbeit angeregt diskutiert. Der Bundesvorstand hat das Interesse der Versammlung aufgegriffen und dem Hauptausschuss im September 2023 einen Vorschlag zur Bearbeitung der Thematik vorgelegt. Auf dieser Grundlage hat der Hauptausschuss eine Projektgruppe mit folgendem Arbeitsauftrag eingerichtet (vgl. Protokoll): “<em>Erarbeitung eines konkreten Vorschlags für die Hauptversammlung 2024 wie die Thematik „Zukunft Jugendverbandsarbeit/ BDKJ“ nach dieser Hauptversammlung im Verband weiterbearbeitet werden kann.”</em> Dieser Vorschlag liegt mit diesem Antrag vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wesentliche Grundlagen dieses Antrags sind die Beratung durch die Bundeskonferenzen vom 10. bis 12. November 2023 und durch den Hauptausschuss in seinen Sitzungen im Dezember 2023 und Februar 2024 sowie die Ergebnisse einer Umfrage, die von November bis Januar digital unter den Jugend- und Diözesanverbänden durchgeführt wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach den bisherigen Beratungen stellen wir fest: 1. Wir bewegen uns nicht im luftleeren Raum, sondern sehen wichtige gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die unsere Selbstreflexion erfordern. Diese sind u.a.: Junge Menschen wollen in einer wehrhaften Demokratie leben und leben mit sich verändernden politischen Partizipationsmöglichkeiten. Als Werkstätten der Demokratie sind wir gefordert diese Entwicklungen für unsere eigenen Strukturen zu reflektieren. Junge Christ*innen erleben eine zunehmende Differenz zwischen kirchlichen und anderen jungen Lebenswelten. Als Handlungsfeld kirchlicher Jugendpastoral suchen wir nach vielfältigen Formen von Spiritualität, die uns Christ*innen und Staatsbürger*innen sein lassen. 2. Im Blick auf unsere eigenen Strukturen nehmen wir verschiedene Problemanzeigen wahr: viele und komplexe Strukturen, vielfältige Überlastungsanzeigen auf allen Ebenen in Ehren- und Hauptamt, hohe, hohe Einstiegsschwellen, Vakanzen bzw. Ämterhäufung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unser Anliegen ist, dass wir mit einer positiven Aufbruchsstimmung und motiviert in die Zukunft gehen. Wir stellen fest, dass nicht ein großer Mitgliederschwund unsere Motivation für den Prozess ist, sondern die sich immer verändernde Lebenswelt von jungen Menschen. Es werden daher Methoden gewählt, die zwar auch negative Aspekte mit einbeziehen, aber auf das Positive zielen. In unserem Grundsatzprogramm haben wir Werte und Haltungen formuliert, die uns stark machen. Diese werden hilfreich sein, wenn wir uns zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehören insbesondere: Zusammenarbeit, Verantwortungsübernahme, Vertrauen, Motivation und Aufbruch, Begeisterung, ehrlicher Blick, Realismus</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Hauptausschuss ist der festen Überzeugung, dass die von der Hauptversammlung aufgeworfenen Fragestellungen zur Zukunft des BDKJ durch die vorgeschlagenen Maßnahmen zielführend bearbeitet werden können.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Vorstände der Diözesan- und Jugendverbände, Präsidien der Bundeskonferenzen, Bundesvorstand<h2>Zeitrahmen</h2>HV 2024 bis HV 2026<h2>Ressourcen</h2>Beratungszeit in Hauptversammlung und Hauptausschuss, in den Vorständen der Diözesan- und Jugendverbände, in den Bundeskonferenzen und im Bundesvorstand. Personen und Finanzmittel für Ausschuss<h2>Zuständigkeit</h2>Johanna Ostermeier, Volker Andres]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 12:16:22 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5-3: Zukunft entscheiden - Entwicklung, Themenmanagement, Innovation </title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/732</link>
                        <author>Hauptausschuss</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/732</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Hauptversammlung möge beschließen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Angesichts gravierender kirchlicher und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse und damit verbundenen Herausforderungen für uns Jugendverbände ist es unsere gemeinsame Verantwortung, die Strukturen des BDKJ weiterhin zukunftsfähig, inklusiv und vielfältig - kurz attraktiv - zu gestalten. Dazu fokussieren wir uns bis zur Hauptversammlung 2026 zunächst auf drei Aspekte, nämlich Verbandsentwicklungskompetenz, Themenmanagement und Strukturinnovation, und setzen uns folgende Ziele:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>1. Ein agiles, verbändeübergreifendes Themenmanagement etablieren </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zielsetzung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist ein agiles auf Inhalte ausgerichtetes Themenmanagement eingerichtet. Es adressiert die Herausforderungen der Prioritätensetzung, des Lebensweltbezugs junger Menschen und der Mitarbeit in Vernetzungsstrukturen. Das Themenmanagement stärkt den BDKJ als Interessenvertretung und eröffnet Synergien mit den Jugendverbänden. Der Dachverband wird subsidiär als politische und kirchliche Interessenvertretung angenommen. Die Koordination erfolgt durch die BDKJ- Bundesstelle, welche den Informationsfluss sicherstellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Meilensteine: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Buko November 2024: Es gibt ein <strong>verbändeübergreifendes Themenmapping.</strong> Hierin ist ersichtlich, welche Themen die Jugendverbände haben und welche Themen der BDKJ-Bundesverband hat. Die Themen des BDKJ sind nach den folgenden Kriterien erstmalig zu bewerten: Outcome, Passung zu den Profilen der Jugendverbände, der Lebensweltbezug junger Menschen. Es besteht Transparenz bzgl. Zuständigen Referent*innen entsprechender Stellen-Refinanzierungen und inhaltsspezifischen Vernetzungsstrukturen. Akteur*innen: Bundesstelle, JV, DV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hauptversammlung Mai 2025: Der Bundesvorstand erarbeitet eine strategische Priorisierung der Themen anhand des Themenmappings des BDKJ-Bundesverbandes. Die Hauptversammlung entscheidet über die vorgeschlagene Prioriserung. Priorisiert werden Kernthemen mit passendem Profil der Jugendverbände, hohem Lebensweltbezug junger Menschen und starkem Outcome.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Vorgehen zur Vergewisserung im Jahresturnus ist in der Arbeitsweise der Hauptversammlung verankert. Die strategische Priorisierung wird im Rechenschaftsbericht des Bundesvorstands transparent gemacht. Neue Themen müssen gemappt werden. Die Kriterien des Themenmapping werden regelmäßig evaluiert und es wird geprüft, ob die Form des Themenmapping fortgeführt werden soll. Akteur*innen: Bundesvorstand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bukos November 2025: Zu Themen mit hoher Passung zwischen Jugendverbänden und BDKJ sind<strong> Kooperationen</strong> verabredet, in denen geregelt wird, wie die Außenvertretung in diesen Themenbereichen gemeinsam koordiniert wird (gegenseitig zu Gesprächen mitnehmen, Veröffentlichungen bzw. Stellungnahmen abstimmen oder gemeinsam herausgeben etc.). Die Außenvertretung in Kirche, Staat und Gesellschaft erfolgt dabei in Zusammenarbeit zwischen BDKJ und Jugendverband. Die innerverbandliche Weiterarbeit erfolgt durch den Jugendverband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch die Diözesanverbände prüfen den Abschluss von Kooperationen mit ihren Jugendverbänden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Themen mit hohem Lebensweltbezug junger Menschen aber geringer Passung zu Jugendverbänden und BDKJ werden projektorientiert inhaltlich auf BDKJ-Bundesebene bearbeitet. Das kann in Kooperation geschehen. Akteur*innen: Bundesvorstand, JV, DV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hauptversammlung 2026: Im Rahmen der bestehenden Kooperationen von BDKJ und Jugendverbänden werden nach Möglichkeit gemeinsame Veröffentlichungen etc. herausgegeben, sodass Identifikation ermöglicht wird. Es soll hierbei berücksichtigt werden, dass sowohl BDKJ (BDKJ-Segel) als auch Jugendverband (jeweiliges Markenzeichen) visuell sichtbar sind. Es wird eine Handreichung zur Umsetzung und Verwendung der Markenzeichen erstellt. Akteur*innen: Referat Kommunikation, JV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>2. Einen Innovationsausschuss einrichten </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zielsetzung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Innovationsausschuss ist ein (zunächst bis 2026) zeitlich befristeter Innovationsmotor im Hinblick auf Prozesse, Gremien, Veranstaltungen etc. des BDKJ-Bundesverbandes. Dem Ausschuss steht Beratungszeit zur Verfügung, die Hauptausschuss und Bundesvorstand für diese Fragestellungen erfahrungsgemäß im Alltag fehlt. Der Ausschuss generiert Ideen für die Organe des Verbandes (Hauptversammlung und -ausschuss, Bundeskonferenzen, Bundesvorstand). Dabei profitiert er insbesondere von externen Blickwinkeln (thinking out-of-the-box). Er steht dafür ein, dass das Anliegen dauerhaft wachgehalten wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Auftrag: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Organisation eines Austausches zum Verständnis zur Verbandsentwicklung (Zusammenführung der Themen und Erwartungen der DVs und JVs) und Entwicklung einer Beschlussvorlage</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Erstellen von Beratungsvorlagen für die o.g. Organe zu folgenden Fragestellungen:</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Verbände leben demokratische Prinzipien: Welche Formen von Partizipation wollen wir in unseren Verbänden leben? Wie können andere/neue Formen von Partizipation sinnvoll implementiert werden? (z.B. Aufgaben nicht an Ämter koppeln. Andere Arbeitsformen installieren)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Blick auf die, die noch nicht primär in unserem Blick sind, uns aber nahestehen (z.B. Muttersprachliche Gemeinden): Wie können wir neue Gruppen gewinnen bzw. mit diesen zusammenarbeiten?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Wie kann der BDKJ noch mehr zu einer „Lernenden Organisation“ werden?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Eine zentrale Aufgabe des BDKJ ist die Interessenvertretung junger Menschen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Was bedeutet für uns Interessensvertretung und welche Tools können im Hinblick auf Lobbyarbeit, Themenmanagement, Wissensmanagement, New work o.ä. implementiert werden, um unsere Zusammenarbeit zu verbessern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Rahmenbedingungen von Ehrenamt: Wie gehen wir mit sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen sfür Ehrenamt um? Wie können wir diese neu gestalten?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Umsetzung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Der Ausschuss wird mit acht Personen besetzt, die für zwei Jahre gewählt werden. Die Wahl erfolgt im Hauptausschuss Juni 2024:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>vier Personen aus den Jugendverbänden, von denen bis zu zwei Personen weiblichen oder diversen Geschlechts und bis zu zwei Personen männlichen oder diversen Geschlechts sind, </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>vier Personen aus den Diözesanverbänden, von denen bis zu zwei Personen weiblichen oder diversen Geschlechts und bis zu zwei Personen männlichen oder diversen Geschlechts sind </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Es gelten die weiteren Regelungen aus §16 der Bundesordnung.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen der Hauptversammlung 2023 wurde die Frage nach der Zukunft der Jugendverbandsarbeit angeregt diskutiert. Der Bundesvorstand hat das Interesse der Versammlung aufgegriffen und dem Hauptausschuss im September 2023 einen Vorschlag zur Bearbeitung der Thematik vorgelegt. Auf dieser Grundlage hat der Hauptausschuss eine Projektgruppe mit folgendem Arbeitsauftrag eingerichtet (vgl. Protokoll): “<em>Erarbeitung eines konkreten Vorschlags für die Hauptversammlung 2024 wie die Thematik „Zukunft Jugendverbandsarbeit/ BDKJ“ nach dieser Hauptversammlung im Verband weiterbearbeitet werden kann.”</em> Dieser Vorschlag liegt mit diesem Antrag vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wesentliche Grundlagen dieses Antrags sind die Beratung durch die Bundeskonferenzen vom 10. bis 12. November 2023 und durch den Hauptausschuss in seinen Sitzungen im Dezember 2023 und Februar 2024 sowie die Ergebnisse einer Umfrage, die von November bis Januar digital unter den Jugend- und Diözesanverbänden durchgeführt wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach den bisherigen Beratungen stellen wir fest: 1. Wir bewegen uns nicht im luftleeren Raum, sondern sehen wichtige gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die unsere Selbstreflexion erfordern. Diese sind u.a.: Junge Menschen wollen in einer wehrhaften Demokratie leben und leben mit sich verändernden politischen Partizipationsmöglichkeiten. Als Werkstätten der Demokratie sind wir gefordert diese Entwicklungen für unsere eigenen Strukturen zu reflektieren. Junge Christ*innen erleben eine zunehmende Differenz zwischen kirchlichen und anderen jungen Lebenswelten. Als Handlungsfeld kirchlicher Jugendpastoral suchen wir nach vielfältigen Formen von Spiritualität, die uns Christ*innen und Staatsbürger*innen sein lassen. 2. Im Blick auf unsere eigenen Strukturen nehmen wir verschiedene Problemanzeigen wahr: viele und komplexe Strukturen, vielfältige Überlastungsanzeigen auf allen Ebenen in Ehren- und Hauptamt, hohe, hohe Einstiegsschwellen, Vakanzen bzw. Ämterhäufung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unser Anliegen ist, dass wir mit einer positiven Aufbruchsstimmung und motiviert in die Zukunft gehen. Wir stellen fest, dass nicht ein großer Mitgliederschwund unsere Motivation für den Prozess ist, sondern die sich immer verändernde Lebenswelt von jungen Menschen. Es werden daher Methoden gewählt, die zwar auch negative Aspekte mit einbeziehen, aber auf das Positive zielen. In unserem Grundsatzprogramm haben wir Werte und Haltungen formuliert, die uns stark machen. Diese werden hilfreich sein, wenn wir uns zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehören insbesondere: Zusammenarbeit, Verantwortungsübernahme, Vertrauen, Motivation und Aufbruch, Begeisterung, ehrlicher Blick, Realismus</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Hauptausschuss ist der festen Überzeugung, dass die von der Hauptversammlung aufgeworfenen Fragestellungen zur Zukunft des BDKJ durch die vorgeschlagenen Maßnahmen zielführend bearbeitet werden können.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Vorstände der Diözesan- und Jugendverbände, Präsidien der Bundeskonferenzen, Bundesvorstand<h2>Zeitrahmen</h2>HV 2024 bis HV 2026<h2>Ressourcen</h2>Beratungszeit in Hauptversammlung und Hauptausschuss, in den Vorständen der Diözesan- und Jugendverbände, in den Bundeskonferenzen und im Bundesvorstand. Personen und Finanzmittel für Ausschuss<h2>Zuständigkeit</h2>Johanna Ostermeier, Volker Andres]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 09:33:16 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12NEU22: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/730</link>
                        <author>Kolpingjugend</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/730</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind <strong>vor allem</strong> einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: <em>Jetzt ein</em> Klimageld für alle <em>in Deutschland</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em><br><br><sup>Die Höhe des Klimagelds sollte so bemessen sein, dass es einen spürbaren Anreiz für klimafreundliches Verhalten bietet. Wir fordern daher eine Mindesthöhe von 116€ pro Person und Jahr, mit einer Steigerung auf bis zu 260€ im Jahr 2027 (2).</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Verteilung des Klimagelds sollte sozial gerecht gestaffelt erfolgen, um die unterschiedlichen Belastungen durch die Klimakrise zu berücksichtigen. Die Berechnung sollte auf einer Mischkalkulation basieren, die verschiedene Faktoren, wie z.B. wirtschaftliches Einkommen, Wohnort oder auch Zugang zum ÖP(N)V berücksichtigt.</strong><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em><br><br><br><em>Um die Auszahlung und Bereitstellung der Finanzmittel aber abschließend zu gewährleisten, muss der Klima- und Transformationsfond (KTF) refomiert und umverteilt werden (4). Derzeit werden noch klimaschädliche Subventionen, wie die Pendlerpauschale aus dem KTF bezahlt. Diese klimaschädlichen Subventionen sollten abgeschafft und die Mittel stattdessen für das Klimageld verwendet werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Das Klimageld alleine kann nicht alle finanziellen Schwierigkeiten auffangen, ist jedoch ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung sozial-benachteiligter Haushalte. Darüber hinaus müssen Förderprogramme auch die unteren Einkommensschichten erreichen. Sie müssen vor allem in der Mobilitäts- und Wärmewende mit bedacht werden und das Wichtigste: Wir brauchen starken Klimaschutz, damit die Folgen der Klimakrise abgemildert werden können. Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz gehen Hand in Hand.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 00:11:03 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12NEU21: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/729</link>
                        <author>Kolpingjugend</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/729</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind <strong>vor allem</strong> einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: <em>Jetzt ein</em> Klimageld für alle <em>in Deutschland</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em><br><br><sup>Die Höhe des Klimagelds sollte so bemessen sein, dass es einen spürbaren Anreiz für klimafreundliches Verhalten bietet. Wir fordern daher eine Mindesthöhe von 116€ pro Person und Jahr, mit einer Steigerung auf bis zu 260€ im Jahr 2027 (2).</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Verteilung des Klimagelds sollte sozial gerecht gestaffelt erfolgen, um die unterschiedlichen Belastungen durch die Klimakrise zu berücksichtigen. Die Berechnung sollte auf einer Mischkalkulation basieren, die verschiedene Faktoren, wie z.B. wirtschaftliches Einkommen, Wohnort oder auch Zugang zum ÖP(N)V berücksichtigt.</strong><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em><br><br><em>Um die Auszahlung und Bereitstellung der Finanzmittel aber abschließend zu gewährleisten, muss der Klima- und Transformationsfond (KTF) refomiert und umverteilt werden (4). Derzeit werden noch klimaschädliche Subventionen, wie die Pendlerpauschale aus dem KTF bezahlt. Diese klimaschädlichen Subventionen sollten abgeschafft und die Mittel stattdessen für das Klimageld verwendet werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 00:09:46 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12NEU20: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/728</link>
                        <author>Kolpingjugend</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind <strong>vor allem</strong> einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: <em>Jetzt ein</em> Klimageld für alle <em>in Deutschland</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em><br><br><sup>Die Höhe des Klimagelds sollte so bemessen sein, dass es einen spürbaren Anreiz für klimafreundliches Verhalten bietet. Wir fordern daher eine Mindesthöhe von 116€ pro Person und Jahr, mit einer Steigerung auf bis zu 260€ im Jahr 2027 (2).</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Verteilung des Klimagelds sollte sozial gerecht gestaffelt erfolgen, um die unterschiedlichen Belastungen durch die Klimakrise zu berücksichtigen. Die Berechnung sollte auf einer Mischkalkulation basieren, die verschiedene Faktoren, wie z.B. wirtschaftliches Einkommen, Wohnort oder auch Zugang zum ÖP(N)V berücksichtigt.</strong><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 00:08:54 +0200</pubDate>
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                        <title>A12NEU19: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind <strong>vor allem</strong> einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: Klimageld für alle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em><br><br><sup>Die Höhe des Klimagelds sollte so bemessen sein, dass es einen spürbaren Anreiz für klimafreundliches Verhalten bietet. Wir fordern daher eine Mindesthöhe von 116€ pro Person und Jahr, mit einer Steigerung auf bis zu 260€ im Jahr 2027 (2).</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Verteilung des Klimagelds sollte sozial gerecht gestaffelt erfolgen, um die unterschiedlichen Belastungen durch die Klimakrise zu berücksichtigen. Die Berechnung sollte auf einer Mischkalkulation basieren, die verschiedene Faktoren, wie z.B. wirtschaftliches Einkommen, Wohnort oder auch Zugang zum ÖP(N)V berücksichtigt.</strong><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 00:07:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12NEU18: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/726</link>
                        <author>Kolpingjugend</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind <strong>vor allem</strong> einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: Klimageld für alle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Verteilung des Klimagelds sollte sozial gerecht gestaffelt erfolgen, um die unterschiedlichen Belastungen durch die Klimakrise zu berücksichtigen. Die Berechnung sollte auf einer Mischkalkulation basieren, die verschiedene Faktoren, wie z.B. wirtschaftliches Einkommen, Wohnort oder auch Zugang zum ÖP(N)V berücksichtigt.</strong><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:49:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12NEU17: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/725</link>
                        <author>Kolpingjugend</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind <strong>vor allem</strong> einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: Klimageld für alle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:48:19 +0200</pubDate>
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                        <title>A12NEU16: Klimageld jetzt: Für mehr soziale Gerechtigkeit</title>
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                        <author>Kolpingjugend</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/724</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hauptversammlung möge <sup>folgende Stellungnahme als Positionierung </sup>beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2><sup><strong>Wer wenig zum menschengemachten Klimawandel beiträgt, muss entlastet werden [LÖSCHEN]</strong></sup></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Zur Stärkung der Klimagerechtigkeit fordern wir als BDKJ die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, das Klimageld so schnell wie möglich einzuführen. Damit stellen wir uns an die Seite weiterer Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, IG Bau, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), WWF und viele mehr.</sup>LÖSCHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Klimapolitische Maßnahmen können nur gemeinsam mit gerechter Sozialpolitik umgesetzt werden. Allerdings lassen haushaltspolitische Kürzungen und die Sparpolitik keine sinnvollen sozialen Vorhaben zu. Medienberichte und Erklärungen einzelner Ampel-Politiker*innen wirken als ob eine Einführung des Klimageldes nicht vor Ende der Legislatur umgesetzt wird. Insbesondere sei die Finanzierung und die Umsetzung der Zahlung nicht geklärt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Wir fordern zur Stärkung der Klimagerechtigkeit - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode, spätestens aber bis 2025 einzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Der Klimawandel </sup>Die <em>menschengemachte Klimakrise</em> ist längst Bestandteil unseres Alltags. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignissen sehen sich die <sup>Bürger*innen</sup> Menschen in Deutschland, Europa und weltweit mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. <sup>Nach dem heutigen Stand</sup><em>Die</em> Wissenschaft <em>ist sich einig, dass </em>derartige extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten <em>werden</em>, je mehr sich das globale Klima erwärmt. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, sowie Folgen für jeden einzelnen Menschen sind vielfältig und enorm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders betroffen sind sozial benachteiligte und einkommensschwache <sup>Bürger*innen</sup> Menschen. Dabei tragen sie mit einem vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck weniger zum Klimawandel bei als einkommensstarke Haushalte. Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen diese Ungerechtigkeit berücksichtigen, um einen sozial gerechten Klimaschutz zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Klimaungerechtigkeit – auch in Deutschland</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. Gerade für <em>ökonomisch schwache </em>Menschen <em>haben Katastrophen</em>, die durch die Klimakrise verursacht werden, häufig verheerende Auswirkungen. Sie können sich aufgrund ihrer geringeren finanziellen Möglichkeiten seltener schützen, anpassen und von Katastrophen erholen, obwohl sie am wenigsten <em>zur Klimakrise</em> beitragen. So hat das reichste Prozent der Menschen zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO₂ ausgestoßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.<a href="#_edn1">[i]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf nationaler Ebene sind insbesondere<sup> arme </sup><em>ökonomisch schwache </em><span class="underline">[READKTIONELL: überall Menschen anstatt Bürger*innen]</span> von den Folgen <em>der Klimakrise</em> betroffen. Sie können sich beispielsweise aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitssituation häufig schlechter vor Hitzewellen schützen. Zudem gibt es in sozial benachteiligten Stadtteilen meist weniger Grünflächen, die zu einem gewissen Grad für natürliche Kühlung sorgen könnten. Anders ausgedrückt: Es lebt sich bei einer Hitzewelle in einem Eigenheim „im Grünen“ weitaus besser als in einer kleinen Mietswohnung in der Nähe einer vielbefahrenen Straße.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Generell sind Menschen mit finanziellen Mitteln im Vorteil. In den Wintermonaten mit extremen Schnee<em>fällen und Kältewellen</em>-<sup> &amp; Kältekatastrophen</sup> sind die steigenden Heizkosten vor Allem für benachteiligte Personen ein großes Problem. Auch bei Überflutungen können Menschen mit finanziellen Rücklagen und teuren Versicherungen in der Regel wieder besser auf die Beine kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig bergen steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel in Folge der Klimakrise bzw. des Kampfes gegen <em>die</em>Klimakrise die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung. Während die Bezieher*innen höherer Einkommen zumindest vorübergehend mit steigenden Preisen leben können, geraten Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Transferleistungsempfänger*innen rasch an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Eindämmung <em>der Klimakrises</em> wirken dieser Ungerechtigkeit bisher nicht ausreichend entgegen. Stattdessen werden sozial Benachteiligte, aber auch Auszubildende, Studierende und junge Arbeitnehmer*innen in Relation zu ihrem Einkommen besonders stark belastet, um die Kosten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Forderung: Klimageld für alle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Reiche Menschen tragen eine besondere Verantwortung für die Verursachung <em>der Klimakrise</em> und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit. Deswegen müssen sie die entstehenden Kosten besonders mittragen. Dies umfasst die Eindämmung <em>der Klimakrise</em>, die entsprechenden Anpassungen und den Ausgleich bereits entstandener Schäden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Emission von Treibhausgasen massiv mindern, sondern gleichzeitig auch die Anpassung an sich verändernde klimatische Rahmenbedingungen ermöglichen. Dabei sollte es leitendes Prinzip sein, vorrangig die an den Kosten zu beteiligen, die am meisten<em> zur Klimakrise</em> beitragen und jene zu entlasten, die stärker unter den Folgen leiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sup>Eine Möglichkeit, welche auch von wissenschaftlichen Institutionen unterstützt wird, ist das sogenannte Klimageld. In Form einer Pro-Kopf-Pauschale steht es allen Bürger*innen zu. Das Klimageld wird aus einem Fonds, welcher aus einer angemessenen CO2-Bepreisung gespeist wird, gezahlt. Waren, deren Produktion CO2-intensiv ist, bzw. Dienstleistungen, deren Nutzung viel CO2 ausstößt, werden höher besteuert als Produkte und Dienstleistungen mit geringen Emissionen. Deren Konsum führt zu höheren Steuerabgaben. Die eingenommenen Steuern werden mit dem Klimageld angepasst [ODER GLEICHMÄßIG] an die Bürger*innen abgegeben. So erfolgt eine gerechtere Verteilung. Personen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck – in der Regel ärmere Haushalte – können somit von diesem Klimageld profitieren.</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Um den Herausforderungen der Klimakrise effektiv zu begegnen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu wahren, fordern wir die Einführung eines sozial gerechten Klimagelds. Das Klimageld muss bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode eingeführt werden, spätestens jedoch bis Ende 2025 (1).</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Da Kinder und Jugendliche besonders von der Klimakrise betroffen sind, sollten auch sie einen Anspruch auf Klimageld haben und dementsprechend berücksichtigt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Auszahlung des Klimagelds sollte direkt an die Menschen erfolgen, um eine schnelle und unkomplizierte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen die bürokratischen Hürden für Menschen und Ämter so gering wie möglich gehalten werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ein sozial gerechtes Klimageld wird aus einem Fond finanziert, der durch eine angemessene CO2-Bepreisung gespeist wird. Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen CO2-Fußabdruck werden dabei stärker besteuert als klimafreundliche Alternativen. Die so eingenommenen Steuergelder werden an die Bürger*innen zurückverteilt. Die Höhe der CO2-Bepreisung sollte sich an dem Schaden orientieren, den eine Tonne CO2-Emissionen verursacht. Expert*innen gehen von einem Schadensbetrag zwischen 200€ und 800€ pro Tonne CO2 aus (3). Eine solche Bepreisung würde einen deutlich höheren Anreiz für klimefreundliches Verhalten bieten und gleichzeitig die notwendigen Einnahmen für das Klimageld generieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ednref1">[i]</a> Vgl. Oxfam Deutschland (2020): Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt, <a href="https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark">https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark</a>, 01.03.2023</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland hat am 3. März 2024 eine Postitionierung zum Klimageld beschlossen und möchte diese auch in den BDKJ tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sehen im Umgang mit dem Klimawandel auch immer eine soziale Frage. Das Klimageld ist hierfür ein Ansatz, der auch bereits Anererkennung gefunden hat und laut Kollationsvertrag bereits umgesetzt sein sollte. Wir möchten das Thema in der Politik präsent machen und uns dafür einsetzen, dass es und die soziale Komponente des Klimwandels nicht in Vergessenheit geraten.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>Bundesvorstand ggf. Klimaneutralitätsausschuss/Jugendsozialpolitik<h2>Zeitrahmen</h2>dauerhaft<h2>Ressourcen</h2>Lobbyarbeit<h2>Zuständigkeit</h2>Katharina Diedrich]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:46:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU16: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/723</link>
                        <author>KjG</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/723</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von <strong>Beteiligungshemmschwellen</strong> und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess angestoßen werden. Hierfür wird eine Projektgruppe „Queerfeminismus im BDKJ“ eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand dient als Ansprechperson. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in <strong>diesem Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li><strong>Wie können FINTA*<sup>1</sup> aller sozialer Schichten erreicht werden?</strong></li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:33:41 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU15: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/722</link>
                        <author>KjG</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/722</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von <strong>Beteiligungshemmschwellen</strong> und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess angestoßen werden. Hierfür wird eine Projektgruppe „Queerfeminismus im BDKJ“ eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand dient als Ansprechperson. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in <strong>diesem Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li><strong>Wie können FINTA*<sup>1</sup> aller sozialer Schichten erreicht werden?</strong></li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:33:22 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU14: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/721</link>
                        <author>KjG</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/721</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von <strong>Beteiligungshemmschwellen</strong> und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess angestoßen werden. Hierfür wird eine Projektgruppe „Queerfeminismus im BDKJ“ eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand dient als Ansprechperson. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in <strong>diesem Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:32:53 +0200</pubDate>
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                        <title>A11NEU13: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
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                        <author>KjG</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von <strong>Beteiligungshemmschwellen</strong> und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess angestoßen werden. Hierfür wird eine Projektgruppe „Queerfeminismus im BDKJ“ eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand dient als Ansprechperson. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in einem <strong>Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:32:07 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU12: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/719</link>
                        <author>KjG</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/719</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von <strong>Beteiligungshemmschwellen</strong> und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess über ein Jahr hinweg gestaltet werden. Hierfür wird ein Ausschuss „Queerfeminismus im BDKJ“ bestehend aus 4 gewählten Mitgliedern eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand wirkt ebenso an der Prozessgestaltung mit. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in einem <strong>Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:31:29 +0200</pubDate>
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                        <title>A11NEU11: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/718</link>
                        <author>KjG</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces</strong><strong>[Fußnote:</strong> Safer spaces sind Räume die möglichst sicher sind, braver spaces sind Räume, die ermutigen] <strong>und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von Hemmschwellen und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess über ein Jahr hinweg gestaltet werden. Hierfür wird ein Ausschuss „Queerfeminismus im BDKJ“ bestehend aus 4 gewählten Mitgliedern eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand wirkt ebenso an der Prozessgestaltung mit. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in einem <strong>Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:31:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU10: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/717</link>
                        <author>KjG</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/717</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Räume für Bildung und Austausch </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von Hemmschwellen und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess über ein Jahr hinweg gestaltet werden. Hierfür wird ein Ausschuss „Queerfeminismus im BDKJ“ bestehend aus 4 gewählten Mitgliedern eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand wirkt ebenso an der Prozessgestaltung mit. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in einem <strong>Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:28:00 +0200</pubDate>
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                        <title>A11NEU9: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/716</link>
                        <author>KjG</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Bildungs- und Austauschangebote </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von Hemmschwellen und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess über ein Jahr hinweg gestaltet werden. Hierfür wird ein Ausschuss „Queerfeminismus im BDKJ“ bestehend aus 4 gewählten Mitgliedern eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand wirkt ebenso an der Prozessgestaltung mit. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in einem <strong>Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:27:24 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11NEU8: Feminismus im BDKJ – intersektional &amp; queer</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/715</link>
                        <author>KjG</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bdkjhv24/motion/715</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BDKJ Bundesverband streben wir eine Gesellschaft an, in der alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung gleichberechtigt behandelt werden und gleiche Rechte sowie Teilhabechancen <em><strong>haben</strong></em>. <strong>Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen frei von stereotypischen Vorstellungen von &quot;männlich&quot; und &quot;weiblich&quot; leben können. In der Zwischenzeit sollte jede*r die Freiheit haben, sich zwischen und neben diesen Vorstellungen zu bewegen, um die Welt mit ihrer Vielfalt bereichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu ermächtigen, Geschlechterklischees zu hinterfragen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Im BDKJ auf Bundesebne soll dies erlebbar sein und in Gesellschaft, Politik und Kirche hinein strahlen. Dies erfordert eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und Denkmustern, sowie die Förderung von Menschen, die durch diese beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um unsere Vision zu erreichen, wurden bereits einige Schritte gesellschaftlich und im BDKJ getan. Wir erkennen den Wert der Emanzipations- und Gleichstellungsbewegungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an und sind froh darum, was hierdurch erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass sich Feminismen auch zukünftig weiter entwickeln, beobachten diese Veränderungen und gestalten sie mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So kommen wir aktuell zu folgender feministischen Grundhaltung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus braucht Vielfalt:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist Geschlechtervielfalt ein ebenso großes Anliegen wie die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechtskategorien. Geschlecht ist sozial konstruiert und darf weder heteronormativ, noch binär gedacht werden. Daher <em><strong>treten wir für Queerfeminismus ein</strong></em>. Ein Feminismus, der INTA*<a href="#_ftn1">[1]</a> Personen nicht explizit mitdenkt oder Differenzen zwischen Geschlechterkategorien zeichnet und damit Personen aufgrund ihrer Geschlechterkategorien bestimmte Rollen zuschreibt, entspricht nicht unserem Verständnis von Feminismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus vereint unterschiedliche Perspektiven <sup>Feminismus braucht den Blick auf Mehrfachdiskriminierungen // </sup><sup><span class="underline">Feminismus braucht Intersektionalität</span></sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Alle Menschen bringen eine Vielzahl von Merkmalen und Positionierungen mit, die sie als Individuen ausmachen. Manche davon können selbst beeinflusst werden andere nicht. Weitere Merkmale werden von der Gesellschaft zugeschrieben, wie z.B. Geschlechtsrollenbilder. Intersektionalität beschreibt die Tatsache, dass verschiedene Diskriminierungsformen aufgrund dieser (zugeschriebenen) Merkmale nicht einfach zusammengezählt werden können und sich addieren, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</strong> So können neue Formen von Diskriminierung entstehen. Feminismus muss <strong>daher </strong>immer intersektional gedacht werden. Strukturell leiden FINTA*<sup>1</sup> stärker als cis Männer unter dem Patriarchat. Daneben kann beispielsweise die Hautfarbe, <strong><em>die Herkunft,</em></strong> das Einkommen, die Bildung, die sexuelle Orientierung, das Alter, eine Behinderung oder die Religionszugehörigkeit als zusätzliche Diskriminierung greifen. Diese gilt es immer explizit mitzudenken, zu reflektieren und in der Förderung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus betrifft alles:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feminismus ist eine <strong><em>Aufgabe</em></strong>, die in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens berücksichtigt werden muss. Entsprechend verstehen wir Geschlechterpolitik &amp;-pädagogik als äußerst wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Feminismus nützt allen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Feministische Kämpfe dienen nicht dazu bestimmte Geschlechterkategorien zu übervorteilen, sondern dazu dass Menschen aller Geschlechtskategorien gerecht behandelt werden. Der Abbau struktureller Ungerechtigkeiten, <strong>z.B. unbezahlte Sorgearbeit [Fußnote: Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2024: Zeitgerechtigkeit -wir fordern gerechte Zeitgestaltungsmöglichkeiten]</strong>, sorgt dafür, dass alle von einer insgesamt gerechteren Gesellschaft profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese feministische Grundhaltung <strong><em>leben wir in den Diözesan- und Mitgliedsverbänden des BDKJ und miteinander in diesem. Darüber hinaus </em></strong>wird vom Bundesvorstand und verantwortlichen Gremien auch über den BDKJ hinaus vertreten und eingefordert. Entsprechend gestalten wir Kirche, Politik und Gesellschaft mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Konsequenzen für den BDKJ auf Bundesebene</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der Bundesvorstand und das Bundesfrauenpräsidium halten das <strong>Thema präsent</strong>, sensibilisieren und bilden – auch über die Social-Media-Kanäle des BDKJs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der BDKJ gestaltet <em><strong>Bildungs- und Austauschangebote </strong></em>für die Vermittlung von Grundwissen über Feminismus, <strong><em>für die Einübung einer feministischen Haltung</em></strong> und für selbstreflexive Auseinandersetzungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Dort, wo es sinnvoll ist, gestaltet der BDKJ Angebote so, dass es <strong>safer / braver spaces und Empowermentmöglichkeiten</strong> für FINTA*<sup>1</sup> gibt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Die feministische Grundhaltung speist sich auch aus unserem Glauben heraus und gilt ebenso für die <strong>Glaubenspraxis</strong>, z.B. indem wir vielfältige Gottesbilder fördern <strong><em>[Fußnote <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/bdkj/gremien/hauptversammlung/hv2021ao/-Beschluss_Vielfalt_der_Gottesbilder__vorlaeufige_Fassung_.pdf</a>] </em></strong> oder indem Menschen unterschiedlicher Geschlechtskategorien liturgischen Angeboten vorstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Organisationsform</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Als BDKJ-Bundesverband versuchen wir eine immer <strong>machtkritischere und diskriminierungssensiblere Organisation</strong> zu werden. Dafür reflektieren wir unsere eigenen Strukturen regelmäßig hinsichtlich patriarchaler Strukturen, der Senkung von Hemmschwellen und Empowermentmöglichkeiten, <em><strong>z.B. durch Genderwatches oder eine offene Feedbackkultur.Als Diözesan- und Jugendverbände verpflichten wir uns daran mitzuwirken und unsere eigenen Strukturen selbst zu reflektieren.</strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Auf dieser Grundlage passen wir unsere Strukturen und Methodiken an. Im ersten Schritt gilt es <em><strong>unsere Strukturen zu analysieren und zu reflektieren. Es muss überprüft werden, ob und in welchen Gremien notwendig sind, damit FINTA* besser teilhaben können. Darüber hinaus sollen die bisherigen Formate „Bundesfrauenkonferenz“ und „FINTA* Fachtagung auf ihre Wirkmacht innerhalb der BDKJs und in Bezug auf die Strahlkraft in Politik, Kirche und Gesellschaft hin überprüft werden.</strong></em> Nächste Schritte können Veränderungen in der Organisationsformen des BDKJs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><em><strong>Zur zielgerichteten Arbeit hin zu unserer Vision soll ein Prozess über ein Jahr hinweg gestaltet werden. Hierfür wird ein Ausschuss „Queerfeminismus im BDKJ“ bestehend aus 4 gewählten Mitgliedern eingesetzt. Eine Person aus dem Bundesfrauenpräsidium und eine aus dem Bundesvorstand wirkt ebenso an der Prozessgestaltung mit. Ebenso wird die Hauptversammlung einbezogen. </strong></em></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Folgende Fragen sollen in einem <strong>Prozess</strong>, der auch mit der BDKJ Hauptversammlung stattfinden soll, geklärt werden:
<ul><li>Wie können verschiedene Perspektiven im BDKJ besser repräsentiert werden, sodass unserer intersektionalen queerfeministischen Haltung Rechnung getragen werden kann?</li><li>Wie können im BDKJ FINTA*<sup>1</sup> strukturell empowert werden?</li><li>Wo braucht es <em><strong>spezielle </strong></em>Räume für Mädchen und Frauen, wo gesonderte Räume für Personen anderer Geschlechtskategorien? <strong><em>Welche Räume braucht es für die Reflexion hin zu kritischer Männlichkeit?</em></strong></li><li>Wie kann deutlich werden, dass die Bundesfrauenkonferenz nicht ausschließlich cis Frauen vorbehalten ist?</li><li><em><strong>Wie können feministische Themen wirkmächtig bearbeitet werden? </strong></em></li><li>Wie können safer/ braver spaces für FINTA*<sup>1</sup> im BDKJ bestehen und gleichzeitig auch strukturell deutlich werden, dass Feminismus alle im BDKJ angeht?</li><li><em><strong>Wie können wir als Menschen aller Geschlechter auf unsere Vision hinarbeiten und den Weg zu dieser gestalten? </strong></em></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> INTA* steht für inter*, nichtbinär, trans*, agender und weitere Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems. Wir nutzen bewusst nicht den Begriff „divers“, der an anderen Stellen für INTA* Personen genutzt wird, da dieser eine Fremdbezeichnung ist und sehr selten von betroffenen Personen selbst gewählt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das F in FINTA* steht zusätzlich für Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das L in FLINTA* steht zusätzlich für Lesben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Obwohl sich in den letzten Jahren gesellschaftlich einiges in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt verändert hat, werden FINTA*<sup>1</sup> weiterhin strukturell benachteiligt und können so nicht die gleichen Rechte genießen wie cis Männer. Fest definierende Rollen werden bereits vor der Geburt zugeschrieben. Mit Krisen wie der Corona-Pandemie zeigt sich ein Rollback in traditionelle Geschlechterrollen. Dadurch sind zum Teil Bewegungen hin zu Geschlechtergerechtigkeit rückgängig gemacht worden. Mit dem Erstarken von rechtsradikalen und -extremistischen Gruppierungen nehmen auch antifeministische Argumentationen und Haltungen zu. Gerade in den Bundesländern, in denen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu befürchten ist, droht ein Abbau sinnvoller und äußerst wichtiger Strukturen und Einrichtungen, die geschlechtersensible Pädagogik leisten und safer spaces für FLINTA*<sup>1</sup> bieten. Das gefährdet die Sicherheit und sogar die Existenz marginalisierter Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umso mehr gilt, unsere Bemühungen zur Überwindung von Geschlechterklischees zu verstärken und junge Menschen in ihrer je eigenen Identitätsentwicklung zu unterstützen. Nach wie vor braucht es Strukturen für explizite Förderungen von Menschen, die durch patriarchale Strukturen und Denkmuster besonders beeinträchtigt werden. Das meint an erster Stelle weiblich sozialisierte Personen, genauso wie inter, nicht-binäre, trans*, agender und andere Menschen, die nicht cis männlich sind. Mehrfachdiskriminierungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. In der Weiterentwicklung feministischer Strömungen auch innerhalb des BDKJs hat sich in den letzten Jahren einiges getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir beschreiben den BDKJ immer wieder als Werkstätte der Demokratie. Gleichzeitig stellen wir fest, dass auch im BDKJ tendenziell cis Männer wortführend sind und politische Lobbyarbeit gestalten, dass sich weiblich sozialisierte Menschen weniger trauen für ihre Meinung einzustehen und weiblich gelesene Menschen kritischer in ihrer Leitungsfunktion betrachtet werden. Ebenso stellen wir an verschiedenen Stellen fest, dass Unsicherheiten vorhanden sind, in welchen Räumen auch INTA* Personen mitgestalten sollen und dürfen und finden sehr kritisch, wenn der Eindruck entsteht, dass wir ausschließlich binär denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsprechend finden wir im BDKJ keinen eindeutig intersektionalen, queerfeministischen Handlungsrahmen vor. Daran möchten wir etwas ändern und hierfür erst einmal miteinander unser Verständnis von Feminismus definieren. Im Anschluss möchten wir den BDKJ als unsere gemeinsame Organisation so weiterentwickeln, dass er ein feminist icon werden kann.</p></div></div><h2>Anhang</h2><h2>Handlungsauftrag an</h2>BDKJ Bundesvorstand &amp; Frauenpräsidium<h2>Zeitrahmen</h2>Arbeitsjahr 2024-25<h2>Ressourcen</h2>Präsidium &amp; Vorstand, ggf. Beratung &amp; Tools wie Genderwatches<h2>Zuständigkeit</h2>Lisa]]></description>
                        <pubDate>Sat, 04 May 2024 23:26:46 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>