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            <title>Rechenschaftsbericht des BDKJ-Bundesvorstands 2021: Kapitel</title>
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                        <title>B3: Mitarbeit und Interessenvertretung in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit</title>
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                        <author>BDKJ-Bundesvorstand</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3.1 Kirchenpolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.1.1 Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den deutschen Diözesen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ist aktuell eines der bestimmenden Themen in der katholischen Kirche in Deutschland und darüber hinaus. Der Bundesvorstand verfolgt die laufenden Prozesse zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Bistümern mit großem Interesse. Gleichzeitig sieht er auch eine große Herausforderung in der Verschiedenheit der Vorgehensweisen, die keine Vergleichbarkeit der Ergebnisse ermöglichen wird. Der Bundesvorstand ist zur Bewertung der Aufarbeitungsprozesse in den verschiedenen Diözesen u. a. mit Prof. Harald Dreßing, Matthias Katsch und dem Unabhängigen Beauftragten Wilhelm Rörig im Gespräch gewesen. Außerdem war der Bundesvorstand im engen Austausch mit den Diözesanverbänden, die sich kritisch zu den Aufarbeitungs­prozessen in ihren Diözesen geäußert haben oder die Prozesse in ihren Diözesen begleiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es muss endlich echte, unabhängige Aufarbeitung geben, die unabhängig von der Kirche als Organisation erfolgt. In der jetzigen Form, in der Kirchenleitungen die Letztentscheidung über die Aufarbeitungsprozesse, die Veröffentlichung von Ergebnissen und den Umgang damit haben, wird sie dem Leid der Betroffenen nicht gerecht.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird die Aufarbeitungsprozesse in den Diözesen weiter kritisch begleiten und die Öffentlichkeit sowie die Bischöfe auf mangelhafte Prozesse aufmerksam machen. Der enge Kontakt zu den Diözesanverbänden, die mit der Aufarbeitung in ihrer Diözese beschäftigt sind, soll fortgesetzt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.1.2 Synodaler Weg</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Den Synodalen Weg erfolgreich voranzubringen, ist höchste Priorität. Das Referat für Kirchenpolitik und Jugendpastoral kümmert sich daher um Beratung und Begleitung der 15 jungen Synodalen, um Veranstaltungen wie DIGITAL SYNODAL, das erfolgreich im vergangenen Sommer mit einigen hundert Teilnehmer*innen durchgeführt wurde, und um Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit dem dafür zuständigen Referat, etwa über die gedruckten Pixis, die bei der nächsten Synodalversammlung verteilt werden sollen, oder über den neuen Podcast „kontrovers katholisch“, für den es viele sehr positive Rückmeldungen gab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Begleitung der 15 jungen Menschen im Synodalen Weg ist sehr positiv. Der Bundes­vorstand begrüßt die zunehmende Selbstorganisation der jungen Menschen und bewertet es als sehr positiv, dass insbesondere die 15 jungen Menschen in sehr großer Zahl in den Medien vertreten sind. Die Vernetzung zur Arbeit in den Foren gelingt gut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>3.1.2.1 Synodalversammlungen</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum ist sowohl die Synodalversammlung im September 2020 als auch die Synodalversammlung im Februar 2021 aufgrund der Corona-Pandemie entfallen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im September fanden stattdessen an fünf Orten gleichzeitig Regionenkonferenzen statt, bei denen Texte aus dem Synodalforum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ vorgestellt wurden. Im Februar 2021 fand eine Online-Konferenz statt, bei der weitere Texte diskutiert wurden und auch erstmals Vertreter*innen von Betroffenenorganisationen gehört wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeweils vor und nach den Versammlungen trafen sich die 15 jungen Menschen im Synodalen Weg zum Austausch über die anstehenden Diskussionen und zu den Texten und werteten die Versammlungen aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand sieht den Synodalen Weg als den wichtigsten kirchenpolitischen Prozess an, in den viele Ressourcen investiert werden müssen. Die Organisation des Synodalen Wegs muss dringend verbessert werden, um gute Ergebnisse zu erzielen. Auch sind menschenfeindliche Äußerungen auf den Versammlungen nicht tragbar und müssen scharf zurückgewiesen werden. Die Zusammenarbeit mit vielen Bischöfen ist positiv zu bewerten. Es ist kein Gegenüber von Lai*innen und Bischöfen erkennbar, stattdessen gibt es durchaus verschiedene Lager und Interessen im Synodalen Weg. Der Bundesvorstand erkennt, dass die Argumente im Synodalen Weg, auch die theologischen, bereits lange bekannt sind. Weiterhin hält die MHG-Studie fest, welche Veränderungen es zur Verhinderung von sexualisierter Gewalt braucht. Daher ist ein zügiges Voranschreiten im Synodalen Weg geboten. Der Bundesvorstand sieht weiterhin die Gefahr, die Form der Synodalität wichtiger zu bewerten als die in Satzung und Geschäftsordnung niedergelegten demokratischen Elemente. Insgesamt sind der Synodale Weg und die Potenziale, die er bietet jedoch als sehr positiv anzusehen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird den Prozess immer wieder neu bewerten müssen, da die Debatten andauern und eine Vorhersage von möglichen Abstimmungsergebnissen nicht möglich ist. Dabei muss eine Abwägung zwischen dem Äußern von Maximalforderungen und realistisch möglichen Veränderungen getroffen, sowie mögliche „rote Linien“ festgelegt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich diese jedoch noch nicht definieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>3.1.2.2 Synodalforen</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei den Regionenkonferenzen im Herbst 2020 sowie bei der Online-Konferenz Anfang dieses Jahres gab es erste Einblicke in die Arbeit der Foren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Forum zu Macht und Gewaltenteilung hat einen Entwurf für einen Grundlagentext und für drei Handlungstexte vorgelegt. Diese Ergebnisse wurden zu Recht sehr gelobt. Das Forum arbeitet nun an weiteren Handlungstexten weiter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Forum zu Frauen sowie das Forum zu Sexualmoral haben erste Ergebnisse präsentiert, sind allerdings noch nicht ganz so weit. Es ist davon auszugehen, dass diese Foren im Herbst Texte vorlegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Forum zur Priesterlichen Existenz hat eine Gliederung vorgelegt, die stark kritisiert wurde. Dieses Forum scheint bisher am wenigsten weit gekommen zu sein. Im Forum müssen alte Strukturen und Machtmissbrauch stärker beachtet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Forum zur Sexualmoral hat bereits viele konkrete Texte formuliert, die in der Abstimmung innerhalb des Forums sind. Hier ist darauf zu achten, dass die Ergebnisse der MHG-Studien angemessen berücksichtig werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3.2 Trägerschaft, Kooperation und Vernetzung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.1 Jugendhaus Düsseldorf</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Jugendhaus Düsseldorf e. V. (JHD e. V.) versteht sich als Dienstleister für die Akteure der katholischen Jugend(verbands)arbeit in Deutschland. Diese Dienstleistungen reichen von der Verwaltung öffentlicher Fördermittel und Beratung über Bereitstellung von Büroräumen an Träger katholischer Jugendarbeit und die Übernahme von Aufgaben im Rechnungswesen bis hin zu Produktion, Verkauf und Vertrieb von Materialien und maßgeschneiderten Versicherungen für die Jugendarbeit durch die eigenen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe. Ziel und Inhalt der Aktivitäten ist es, gewinnbringend für die Akteure der Jugend(verbands)arbeit zu wirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit lag im Berichtsjahr auf der Beratung und Unterstützung von Trägern bei den Auswirkungen der Pandemie. Die gilt insbesondere für die Freiwilligendienste, die internationale Jugendarbeit und die Jugendbildungsstätten und –übernachtungshäuser.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Digitalisierungsprojekte auf den Weg gebracht. Ein Projekt zur Verbesserung der Zusammenarbeit ist die Einführung von Office 365. Zugleich sollen dadurch mittelfristig IT-Kosten reduziert werden. Mit dem Dokumenten-Managementsystem DocuWare sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden. Um Adressbestände effizienter zu pflegen, wurde zudem eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die mit einer externen Beraterin eine gemeinsame Adressverwaltung von afj, BDKJ-Bundesstelle und JHD auf den Weg bringen soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtsjahr ist das neue Bildungsangebot des JHD an den Startgegangen: JHD | Bildung bietet seit 2020 verschiedene Bildungsformate für ehrenamtlich und hauptberuflich in der (kirchlichen) Jugendarbeit tätige Mitarbeitende an. Wegen der Pandemie mussten allerdings die meisten Veranstaltungen in digitale Formate überführt werden oder ausfallen. Besonders erfolgreich war dabei das kurzfristig in Kooperation mit dem BDKJ aufgesetzte Format „Wir machen weiter Bildung“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine besondere Herausforderung stellten die Folgen der Corona-Pandemie für die Jugendhaus Versicherungen GmbH dar. Da das Hauptgeschäft in der Versicherung von Veranstaltungen, Freizeiten, Lagern u. ä. liegt. Dies führte dazu, dass in einigen Lockdown-Monaten kein Umsatz generiert werden konnte. Vorstand und Mitgliederversammlung des JHD e. V. waren in enger Abstimmung, um Maßnahmen zu ergreifen, mit denen neben Kurzarbeit und einer Entlassung der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden konnte. Dazu gehört auch eine langfristige, strategische Beteiligung des Versicherers im Raum der Kirchen (VRK) an der Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Beratungsleistungen des JHD und die Mittel aus dem Sonderprogramm des BMFSFJ waren für viele Träger eine wichtige Hilfe, um durch die Pandemie zu kommen. Durch den damit verbundenen Aufwand und Probleme mit dem IT-Dienstleister haben sich allerdings wichtige Digitalisierungsprojekte verzögert. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das JHD hinsichtlich der digitalen Infrastruktur bereits gut aufgestellt ist, was den pandemiebedingten Umstieg in den Home-Office-Betrieb relativ unkompliziert gestaltete.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>3.2.1.1 Kapelle JHD</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Vergangenheit wurden die Bundespräsides immer auch zu Rektoren der Kapelle im Jugendhaus ernannt. Auch wenn diese Ernennung bis jetzt nicht erfolgt ist, hat Stefan Ottersbach gemeinsam mit der Mitarbeiter*innenvertretung (MAV) eine Spiritualitätsgruppe eingerichtet, die gemeinsam für spirituelle Angebote im Jugendhaus verantwortlich ist.<br>
Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe ist sehr gut. Es ist uns wichtig, im Jugendhaus eine Kultur zu etablieren, die die Feier von vielfältigen Gottesdienstformen nicht ausschließlich an den Präses bindet. Vielmehr sollte dies ein gemeinsames Anliegen aller Beteiligten im Jugendhaus sein. Wir merken allerdings, dass klassische Rollenzuschreibungen auch unter uns wirksam sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Zum Jahresende wird die Arbeitsgruppe die Erfahrungen auswerten und weitere Schritte vereinbaren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.2 Haus Altenberg e. V.</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ ist Mitglied im Haus Altenberg e. V. und wird dort durch Gregor Podschun, Wolfgang Ehrenlechner und Stephan Kelter, welcher auch in den Vorstand gewählt wurde, vertreten. Das Haus Altenberg leidet unter den coronabedingten Einschränkungen stark.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand sieht das Haus Altenberg als wichtigen Ort der Jugendverbandsarbeit. Er bedauert sehr, dass die Hauptversammlung erneut nicht in Präsenzform im Haus stattfinden kann und die Sorge besteht, dass die Verbindung der Aktiven in der Jugendverbandsarbeit zum Haus nachlässt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.3 JHD Förderkreis e. V.</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Derzeit hat der JHD Förderkreis e. V. ca. 40 Mitglieder. Die Mitgliederversammlung des Förderkreises hat im Dezember getagt. Es wurden folgende Personen gewählt: Stefan Ottersbach (1. Vorsitzender), Gregor Podschun (2. Vorsitzender), Wolfgang Klose, Markus Lange und Katharina Norpoth (als Beisitzer*innen) sowie Sabine Harles (Kassenprüferin). Gemäß Vorstandsbeschluss erhält jede*r neue GEK-Träger*in eine zweijährige Schnuppermitgliedschaft. Der Förderkreis hat im Berichtszeitraum beschlossen, Veröffentlichungen zum Synodalen Weg (Pixi-Bücher) sowie die crossmediale Kommunikation des Ökumenischen Jugendkreuzwegs (ÖKJ) finanziell zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein herzlicher Dank gilt den bisherigen Vorstandsmitgliedern, insbesondere Lothar Harles, für ihr Engagement sowie Anna Hintzen für die Geschäftsführung. Außerdem danken wir allen Mitgliedern, die durch ihren Mitgliedsbeitrag die Realisierung der geförderten Projekte unterstützt haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Mittelfristig ist angesichts sinkender Mitgliedszahlen aus unserer Sicht zu prüfen, ob und wie der Verein in die Zukunft geführt werden wird.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.4 Arbeitsstelle für Jugendseelsorge</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die afj ist die Fachstelle für Jugendfragen der Deutschen Bischofskonferenz und wird von Bianka Mohr geleitet. Gemeinsam mit der afj sind wir Träger des Jugendhaus Düsseldorf und kooperieren in zahlreichen jugendpastoralen Kontexten miteinander. afj-Leitung, BDKJ-Bundesvorstand und der Geschäftsführer des JHD haben sich im Berichtszeitraum zwei Mal zum sogenannten Leitungsgespräch getroffen. Die Referent*innen von afj und Bundesstelle haben sich im Herbst zum gemeinsamen Klausurtag (Thema: Jugendarbeit und Corona) getroffen. Alle zwei Monate treffen sich Bianka Mohr und Stefan Ottersbach zum Jour Fixe. Diese Treffen dienen der wechselseitigen Information, Beratung und Koordination. Themen in der Zusammenarbeit im Berichtszeitraum waren u. a. die Vorbereitung der Konveniats GVL, die Neufassung der Jugendpastoralen Leitlinien durch die DBK-Jugendkommission, der Weltjugendtag 2023 in Lissabon. Am Forum Jugendpastoral im November, das als vorläufiger Projektabschluss der Jugendsynode gelabelt war, und an der regulären Jahreskonferenz Jugendseelsorge haben Gregor Podschun und Stefan Ottersbach für den Bundevorstand teilgenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Kooperation mit der Leiterin und den Referent*innen der afj ist derzeit äußerst konstruktiv und sehr vertrauensvoll. Der Bundesvorstand findet es gut, dass die Jugendsynode mit dem Forum Jugendpastoral einen vorläufigen Abschluss gefunden hat. Das Forum war aus seiner Sicht beeindruckend in der Durchführung. Thematisch hätte er sich einen breiteren Diskurs gewünscht. Aus Sicht des Bundesvorstands ist es sehr problematisch, dass die Jugendpastoralen Leitlinien ohne Beteiligung von Menschen aus den jugendpastoralen Handlungsfeldern formuliert werden. Dass dies ein deutlicher Rückschritt gegenüber früheren Prozessen ist, hat er gegenüber der afj deutlich benannt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Im kommenden Berichtsjahr strebt der Bundesvorstand insbesondere eine Anpassung der über zwanzig Jahre alten Kooperationsvereinbarung an die aktuelle Praxis an. Die Regelkommunikation will er im bewährten Rahmen fortsetzen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.5 Deutsche Bischofskonferenz und Verband Deutscher Diözesen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch die Corona-Pandemie war der Kontakt zur Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eingeschränkt, aber zu den Mitgliedern nach wie vor gut. Mit dem Vorsitzenden, Bischof Stefan Oster, fanden im Rahmen verschiedener Veranstaltungen, insbesondere aber auch im Synodalen Weg, Begegnungen statt. Der Bundesvorstand hatte darüber hinaus im März 2021 ein Treffen mit dem Vorsitzenden sowie ein Gespräch mit der Jugendkommission. Themen waren u. a. die Neubesetzung der Jugendkommission, die neuen Jugendpastoralen Leitlinien, der Synodale Weg, die Aktion Dreikönigssingen, die Situation der Geistlichen Verbandsleitungen sowie die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf die Jugendverbandsarbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weiterhin bestand zu verschiedenen Themen jeweils Kontakt mit den zuständigen Bischöfen. So gab es Treffen mit Bischof Bätzing, Bischof Overbeck und Bischof Ackermann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Kontakt zur Jugendkommission bewertet der Bundesvorstand als positiv. Der Austausch soll in dieser Form beibehalten werden. Der Kontakt zu den Bischöfen hat sich thematisch verstärkt und ist insgesamt durch den Synodalen Weg intensiver geworden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Neufassung der Jugendpastoralen Leitlinien wird weiterhin kritisch begleitet. Interessant wird die neue Zusammensetzung der Jugendkommission, mit der auch ein Kennenlernen stattfinden soll. Der intensive Kontakt mit den Bischöfen und die Stärkung und Motivation der Bischöfe zu Reformen sollen fortgesetzt und intensiviert werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.6 Beirat AG Pastoraltheologie</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Arbeitsgemeinschaft Pastoraltheologie haben sich deutschsprachige Pastoraltheolog*innen zusammengeschlossen. Im Beirat sitzen Menschen aus verschiedenen kirchlichen Praxisfeldern (Pastoraldezernenten, Ausbildungsverantwortliche usw.). Vertretungsweise hat Simon Linder (Bundesstelle) im Berichtszeitraum an diesem Treffen teilgenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Beirat ist ein Gremium, das für uns bedeutsam ist, weil wir dadurch Kontakt zu aktuellen pastoraltheologischen Entwicklungen haben und gleichzeitig unsere Themen in die Diskurse einspielen können.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Für das Jahr 2021 sind zwei Treffen terminiert, an denen Stefan Ottersbach teilnehmen wird.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.7 Zentralkomitee der deutschen Katholik*innen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Zentralkomitee der deutschen Katholik*innen (ZdK) ist der Bundesvorstand in der Voll­versammlung sowie verschiedenen Sachbereichen aktiv und bringt die Perspektive junger Menschen und der Jugendverbandsarbeit ein. Im ZdK-Hauptausschuss ist der Bundesvorstand leider nicht mehr vertreten. Eine erneute Vertretung wird aber angestrebt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der ZdK-Vollversammlung im November 2020 wurden insbesondere die Beratungen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Diözesen kritisch begleitet. Die Vollversammlung fasste einen Beschluss mit Forderungen nach einer konsequenten und transparenten Aufarbeitung, welcher unter Beteiligung des Bundesvorstands entstand. Ein weiterer wichtiger Beschluss war die Forderung nach Absenkung des Wahlalters auf mindestens 16 Jahre, bei dem der Bundesvorstand auch Antragsteller war. Weiterhin wurden Beschlüsse zum Lieferkettengesetzt und zum Mindestlohn abgestimmt. Ein Antrag zur Sonntagsöffnungszeit wurde durch einen Geschäftsordnungsantrag von der Tagesordnung genommen, und ein Antrag zur Reformierung des ZdK wurde auf die nächste Vollversammlung vertagt. Weitere Themen der Vollversammlung waren die Arbeitswelt im Umbruch, der Dialog zwischen Christ*innen und Muslim*innen, der Ökumenische Kirchentag und der Katholik*innentag 2022 sowie ein Austausch zum Synodalen Weg an einem zusätzlichen Tagungstag. Insbesondere die Organisation und schwierige Zusammenarbeit mit demokratischen Elementen im Synodalen Weg wurden kritisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand sieht im ZdK ein wichtiges Gremium zur Vernetzung sowie zur kirchenpolitischen und gesellschaftspolitischen Positionierung. Die Tätigkeiten des ZdK werden kritisch begleitet und gestaltet.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In der kommenden Zeit ist eine Reformierung auch im ZdK notwendig, damit sich Kirche als Ganzes entwickeln kann. Der Bundesvorstand sieht im Umzug des ZdK nach Berlin, in der Neuwahl der Einzelmitglieder und in der Zusammenarbeit mit vielen Personen innerhalb des ZdK eine Chance zur Neuaufstellung. Es wird angestrebt, auch wieder einen Platz im Hauptausschuss zu besetzen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.8 Arbeitsgemeinschaft Katholischer Organisationen Deutschlands</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Organisationen Deutschlands (AGKOD) ist der Zusammenschluss katholischer Verbände und Organisationen und eine tragende Säule des ZdK. Gregor Podschun (Bundesvorsitzender) arbeitet als kooptiertes Mitglied im Vorstand der AGKOD mit und vertritt die Anliegen junger Menschen und die Positionen der Jugendverbandsarbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Fokus standen im vergangenen Jahr die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Diözesen, Beratungen zum Synodalen Weg und Beratungen zur Veränderung des ZdK durch den anstehenden Umzug nach Berlin. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Delegiertenversammlung der AGKOD entfallen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der BDKJ nimmt in der AGKOD eine wichtige und gestaltende Rolle ein, insbesondere mit Blick auf notwendige Veränderungen im ZdK. Die Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv, vertrauensvoll und gewinnbringend.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das Engagement in der AGKOD soll weiter verstärkt werden. Der Platz im Vorstand der AGKOD soll durch die Wahl möglichst beibehalten werden. Der Einfluss der AGKOD im ZdK kann für Reformen des ZdK genutzt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.9 Kirchenpolitische Vernetzungsrunde</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kirchenpolitische Vernetzungsrunde hat sich erweitert: Nun sind neben den Vertreter*innen der Diözesanverbände auch Vertreter*innen der Jugendverbände dabei. Diese Erweiterung wurde sehr positiv bewertet. Die KPV tagt weiterhin zweimal im Jahr. Im Herbst 2020 wurde hybrid getagt, im Frühjahr 2021 komplett digital.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.10 Konveniat GVL</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bianka Mohr (afj) und Stefan Ottersbach (Bundesvorstand) laden die Geistlichen Verbandsleiter*innen der Jugendverbände zwei Mal jährlich zu einem informellen Konveniat ein. Im Berichtszeitraum hat ein Treffen im Oktober stattgefunden, wobei insbesondere ein Gespräch mit Dr. Poirel (Bereichsleiter Pastoral der DBK und Sekretär der Jugendkommission) zu Stellungnahmen von kirchlichen Jugendgruppen zum Bereich Sexualmoral stattgefunden hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Konveniat wurde sehr gut besucht. Ein großer Mehrwert dieses Treffens besteht darin, dass hier verbandsspezifische Projekte kennengelernt und verbandsübergreifende Themen im Bereich GVL identifiziert werden können. Eine offene Frage ist, ob und wie eine Vernetzung mit den GVL in den Diözesanverbänden möglich und erstrebenswert ist.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In diesem Jahr sind für 21. April und 13. Oktober zwei Konveniats terminiert. In diesem Rahmen wird der Bundesvorstand auch beraten, ob und wie dieses Format optimiert werden kann.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.11 Vernetzung der deutschsprachigen Jugendorganisationen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im vergangenen Jahr traf sich der DACHS in Luzern. Diesmal lag der Fokus des Erfahrungsaustauschs auf dem Umgang mit Prävention, Intervention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in den vier Ländern. Der Fokus der kirchenpolitischen Auseinandersetzung lag auf der Rolle von Frauen in Leitung und Ämtern. Das Gremium wird von allen Beteiligten weiter als sehr hilfreich empfunden. Der Austausch des DACHS wird im laufenden Jahr fortgesetzt. Sollte ein Treffen möglich sein, wird dieses Jahr Südtirol Ausrichter sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.12 Vernetzung der Katholischen Frauenverbände</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum war die Zusammenarbeit mit den katholischen Frauenverbänden weiterhin sehr intensiv und partnerschaftlich. Wichtige Themen waren neben der kirchenpolitischen Vernetzung im Kontext des Synodalen Wegs vor allem auch die Vorbereitung und Begleitung der Arbeit des Deutschen Frauenrats. Auch die §§ 218 und 219a und die aktuellen politischen Entwicklungen spielten in den Debatten der AG Kath eine Rolle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für den BDKJ ist die AG Kath ein wichtiger Vernetzungsraum mit den anderen katholischen Frauenverbänden, insbesondere um ggf. gemeinsame Haltungen abzustimmen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den kommenden Monaten wird die anstehende Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrats eine größere Rolle spielen, insbesondere auch die gemeinsame Einbringung des Schwerpunktthemas Klimapolitik.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.2.13 Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aej ist der Zusammenschluss der evangelischen Jugend in Deutschland. Im Berichts­zeitraum hat kein Präsenztreffen mit dem aej-Vorstand stattgefunden. An der 131. Online-Mitgliederversammlung der aej hat Stefan Ottersbach (Bundesvorsitzender) als Gast teil­genommen. Außerdem gab es Kontakte über die gemeinsame Herausgeberschaft des Ökumenischen Jugendkreuzweges (siehe ÖKJ).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bedauert sehr, dass noch kein persönliches Treffen auf Vorstandsebene stattfinden konnte. Im Rahmen des DBJR und der AGJ-Säule findet jedoch ein regelmäßiger Austausch und eine intensive Zusammenarbeit statt. Gleiches gilt für die geplanten Maß­nahmen im Kontext des Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit. Die Kooperation ist hinsichtlich des ÖKJ hervorragend, insgesamt jedoch ausbaufähig. Der ÖKT wäre hierzu sicher förderlich gewesen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ein Treffen mit dem aej-Vorstand ist für September 2021 vereinbart. Der Bundesvorstand möchte mit dem aej-Vorstand darüber sprechen, welche Bedeutung der ökumenische Gedanke zukünftig im Bereich der Jugendverbandsarbeit haben kann.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3.3 Weitere Kontakte in Kirche</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.3.1 Deutscher Caritasverband</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Kontakt zum Deutschen Caritasverband war im Berichtszeitraum über die Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Jugendsozialarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe und der Freiwilligendienste gewohnt intensiv. Zudem hat das jährliche Spitzengespräch stattgefunden, welches dem Austausch über aktuelle Themen dient und um auch perspektivisch weitere Kooperationen auszuloten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bewertet die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Caritasverband aktuell als sehr kooperativ. Insbesondere durch die gemeinsamen Lobbyaktivitäten in der aktuellen Corona-Pandemie konnte die vertrauensvolle Arbeit weiter ausgebaut werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ende des Jahres steht ein weiteres Spitzengespräch an, bei welchem über konkretere Kooperationsmöglichkeiten, auch im Rahmen der 72-Stunden-Aktion weiter beraten werden soll.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.3.2 Verbände</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Kontakt zu den anderen Verbänden wird insbesondere in der AGKOD gestaltet. Darüber hinaus finden Austauschtreffen der „großen Verbände“ in der AGKOD statt. Dazu zählen neben dem BDKJ das Kolpingwerk, der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), die Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Der Kontakt ist sehr gut und vertrauensvoll. Insbesondere werden die Arbeit in der AGKOD, im ZdK und im Synodalen Weg beraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.3.3 Hilfswerke</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit den kirchlichen Hilfswerken – Adveniat, Bonifatiuswerk, Brot für die Welt, Caritas In-<br>
ternational, Kindermissionswerk, Maximilian-Kolbe-Werk, MISEREOR, Missio und Renovabis – ist der Bundesvorstand auf unterschiedliche Weise verbunden und führt auf Leitungsebene in unterschiedlichen Maß Kontakt- bzw. Kooperationsgespräche. Im Berichtszeitraum haben solche Gespräche nur mit dem Kindermissionswerk und MISEREOR stattgefunden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Regelmäßige Kontaktgespräche sind aus Sicht des Bundesvorstands wichtig. Denn nur, wenn er Verantwortliche in anderen Organisationen kennt, kann er zukünftig innovative Kooperationsprojekte entwickeln. Er bedauert, dass er in den zurückliegenden Monaten hierzu nicht ausreichend Gelegenheit hatte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bewährte Kooperationen, insbesondere mit MISEREOR und Kindermissionswerk werden fortgeführt. Mit weiteren Hilfswerken werden Kontaktgespräche terminiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.3.4 Sonstige Kontakte</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Folgende weitere Organisationen sind aus der Perspektive des Bundesvorstands für die katholische Jugendverbandsarbeit relevant: Kath. Hochschulgemeinden, Arbeitsgemeinschaft Katholischer Kinder- und Jugendorganisationen im Bistum Dresden-Meißen (AKD Dresden), Arbeitsgemeinschaft Jugendpastoral der Orden (AGJPO), Gemeinschaft katholischer Soldaten (GKS), Institut für Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt (IPA), Pax Christi, Jugendpastoralinstitut Don Bosco, Justitia et Pax, Zusammenarbeit Kirche und Gewerkschaften, Malteserjugend, Pueri Cantores, Schönstattbewegung Mädchen und junge Frauen. Zu ihnen hat er aber im Berichtszeitraum keinen bzw. nur sporadischen Kontakt gehabt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3.4 Aktionen, Projekte und Veranstaltungen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.4.1 Aktion Dreikönigssingen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jedes Jahr prägt die Aktion Dreikönigssingen als Solidaritätsaktion von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche die jugendpastorale Arbeit in Deutschland. Im Fokus stehen sowohl die weltweite Hilfe für bedürftige Gleichaltrige, der Segen für die Menschen als auch die Bildungsarbeit in Deutschland zu zentralen Themen der Entwicklungszusammenarbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im vergangenen Jahr war die Aktion Dreikönigssingen in ihrer Vorbereitung und Durchführung maßgeblich von der Corona-Pandemie beeinflusst. Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen und verschärfter Kontaktbeschränkungen sowie eines nahenden Lockdowns entschieden die Träger sich letztlich für die Empfehlung, auf einen Haustürbesuch bei der Aktion Dreikönigssingen 2021 zu verzichten. In Absprache mit der Deutschen Bischofskonferenz verlängerten sie den Aktionszeitraum bis zum 2. Februar 2021. Gemeinsam mit einer PR-Agentur entwickelten sie den Hashtag #hellerdennje und das Motto „Die Welt braucht eine frohe Botschaft“, unter denen die Aktion letztlich auf kontaktlose und äußerst kreative Weise stattfand. Die Bildungsmaterialien standen 2021 unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“; die Film- und Recherchereise konnte noch vor der Ausbreitung der Corona-Virus abgeschlossen werden. Auch wenn die Träger lange hofften, dass die bundesweite Eröffnungsfeier am 29. Dezember 2020 in Aachen wie geplant in einem großen Rahmen stattfinden kann, konnten letztendlich stellvertretend nur zwölf Sternsinger*innen an dem Gottesdienst im Aachener Dom teilnehmen. Dieser wurde im Internet live übertragen, sodass die gesamte Reichweite bei ca. 13.000 Personen lag. Leider mussten auch die sonst üblichen Empfänge beim Papst, beim Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin ausfallen, stattdessen gab es Grußbotschaften per Video.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf der Jahreskonferenz der Aktion Dreikönigssingen 2020 wurde über die Tradition des schwarz geschminkten Königs diskutiert. Daraus ergab sich die Empfehlung, auf schwarze Schminke bei Sternsinger*innen zu verzichten. Diese Empfehlung wurde im Werkheft, in den FAQ auf der Seite des Kindermissionswerks und unserer Webseite sowie in der Pressearbeit berücksichtigt. Im Jahresverlauf wurde das Thema „Blackfacing“ immer wieder extern medial aufgegriffen. Verschiedene Verantwortliche für die Sternsingeraktion aus den Diözesan­verbänden haben sich außerdem gegen Rassismus ausgesprochen und sich für den Verzicht auf schwarze Schminke stark gemacht. So gab es beispielsweise Beschlüsse und Statements aus den Diözesanverbänden Berlin, Speyer, Köln und Erfurt. Außerdem erreichte uns ein Brief der Diözesanverbände aus NRW, und es wurde der Jahreskonferenz der Aktion Dreikönigssingen 2021 ein Positionspapier vorgelegt. Die Jahreskonferenz fand Ende Februar als digitale Konferenz statt. Im Fokus der Konferenz stand der Rückblick auf die Sternsingeraktion 2021 unter Corona-Bedingungen auf Orts-, Diözesan- und Bundesebene. Es gab Austauschmöglichkeiten und – soweit möglich - Abstimmungen zu den Aktionen in den kommenden Jahren. Außerdem stand ein intensiver Austausch zum Thema „Schwarze Schminke“ in einem separaten Tagesordnungspunkt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Durchführung dieser sehr besonderen Aktion unter sehr schwierigen Bedingungen wird insgesamt als positiv bewertet. In der Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk wäre eine frühzeitigere und intensivere Beteiligung auf inhaltlicher Ebene wünschenswert gewesen, z. B. in der thematischen Steuerungsgruppe oder bei der Entwicklung von Konzepten. Von den Verantwortlichen vor Ort, auf Diözesanebene und auf Bundesebene waren viel Flexibilität und Kreativität gefragt. Der Bundesvorstand war begeistert von der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, der Ideenvielfalt und dem Engagement in den Pfarreien und Gruppen. Er unterstützt die Initiative verschiedener Diözesanverbände, sich gegen Rassismus auszusprechen und das Thema „Schwarze Schminke“ bzw. „Blackfacing“ inhaltlich zu vertiefen. Er freut sich, dass die Jahreskonferenz hierzu die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen hat und wird diese so gut es geht unterstützen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Auswirkungen der weiterhin dynamischen Corona-Situation auf die Aktion Dreikönigssingen in den kommenden Jahren ist derzeit nicht absehbar. Es ist davon auszugehen, dass die Flexibilität und Kreativität aus dem vergangenen Jahr auch in Zukunft notwendig sein wird. Die bundesweite Eröffnungsfeier wird am 30. Dezember 2021 in Regensburg stattfinden. Gemeinsam mit den Verantwortungsträgern im Kindermissionswerk will der Bundesvorstand seine Kooperation evaluieren und sich im Sommer zu einem Workshop treffen, der allerdings noch nicht terminiert wurde.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.4.2 Ökumenischer Kreuzweg der Jugend</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aej, afj, BDKJ und JHD sind gemeinsam Herausgeber*innen des ÖKJ. Die Herausgeber*innen haben sich im Berichtszeitraum zwei Mal getroffen. In diesem Rahmen wurde eine Evaluation des ÖKJ aus dem vergangenen Jahr vorgestellt, die von der Medien-Dienstleistung GmbH (MDG) erstellt wurde. Es wurden einige Vorschläge zur Optimierung gemacht. Auf dieser Basis haben die Herausgeber*innen für den aktuellen Jahrgang kurzfristig Mittel freigegeben, um das Angebot im digitalen Raum zu erweitern. Außerdem wurde mit MXR-Storytelling eine Agentur beauftragt, Vorschläge zur langfristigen Reichweitenausweitung zu liefern. In der Redaktionsgruppe des ÖKJ arbeitet für den BDKJ derzeit Ralf Meyer (Bistum Münster) mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der ÖKJ ist ein bewährtes jugendpastorales Angebot, an dem sich der Bundesvorstand gerne als Herausgeber beteiligt, weil hier wesentliche Fragen des Glaubens-Lebens zeitgemäß und innovativ erschlossen werden. Ein Dank gilt Ralf Meyer und dem gesamten Redaktionsteam, sowie Tobias Knell als verantwortlichem Referenten. Eine Unsicherheit hat der Bundesvorstand, inwiefern die Diözesan- und Mitgliedsverbände den ÖKJ als ihr Projekt betrachten.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand setzt große Hoffnung in die externe Beratung durch MXR-Storytelling und hofft, dass der ÖKJW zukünftig über die klassische Zielgruppe hinaus eine größere Reichweite erreichen wird.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.4.3 Ökumenischer Kirchentag Frankfurt 2021</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der ÖKT in Präsenz wurde erst sehr spät abgesagt. Nun liegt den Veranstaltern viel daran, zu betonen, dass der ÖKT nicht ausfällt, sondern digital und dezentral stattfindet. Gleichwohl hat der ÖKT dadurch für den BDKJ an Bedeutung verloren, weil etwa das Netzwerken im Zelt oder bei Veranstaltungen dieses Jahr ausfällt. Am digitalen ÖKT werden wir uns an einer Stelle beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um trotzdem ein paar Themen zu setzen, werden aktuell kleine hinführende Veranstaltungen zum ÖKT geplant, die von Montag bis Mittwoch stattfinden sollen. Der ÖKT begrüßt das sehr, nimmt Veranstaltungen von Dritten aber nicht ins Programm auf. Über die tatsächliche Durchführung ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht entschieden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gregor Podschun (Bundesvorsitzender) konnte den freien Platz im Gemeinsamen Präsidium des ÖKT besetzen. Er setzte sich für eine jugendgerechte Gestaltung des Programms ein. Jedoch waren die Mitwirkungsmöglichkeiten durch das kuratierte Programm des digitalen ÖKT gering.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.4.4 Katholik*innentag Stuttgart 2022</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Planungen für den KT haben begonnen. Aus der Bundesstelle wurden zwei Bewerbungen für Große Podien eingereicht, beide wurden leider abgelehnt. Dafür wurde angefragt, ob der BDKJ ein anderes Großes Podium zum Thema Rechtsextremismus übernehmen will. Weitere Veranstaltungen werden im April 2021 eingereicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Referat für Kirchenpolitik und Jugendpastoral kümmert sich wie immer um das BDKJ-Zelt. Dieses soll beim kommenden KT noch größer und attraktiver als beim letzten KT werden. Es wird gestaltet als Dorf der Jugendverbandsarbeit. Alle beteiligten Verbände überlegen sich, was aus einem Dorf sie darstellen wollen, gestalten ihren Stand entsprechend und überlegen sich eine passende Aktion dazu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Abstimmung mit dem DV Rottenburg-Stuttgart sind konstruktiv und unkompliziert. Der Bundesvorstand ist dankbar über gute Absprachen auf kurzem Weg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sowohl der DV Rottenburg-Stuttgart als auch der Bundesvorstand sind in mehreren Arbeitskreisen zum Katholik*innentag vertreten. Leider wurde trotz unserer Intervention entschieden, statt einem Arbeitskreis zu jungen Menschen, zwei Arbeitskreise zu schaffen: Jugendliche (bis 24 Jahre) und Junge Erwachsene (25 bis 35 Jahre). Der Bundesvorstand versucht nun, diese beiden Lebenswelten zusammenzubringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.4.5 Weltjugendtag Lissabon 2023</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der nächste Weltjugendtag soll 2023 in Lissabon stattfinden. Der exakte Termin steht allerdings noch nicht fest. Verbindliche Absprachen zur Kooperation mit der afj gibt es noch nicht. Diese müssen noch verabredet werden. Verantwortliche Referentin in der afj ist Sylvia Gawlik. Es gibt schon jetzt einen Newsletter, der die jeweils aktuellen Informationen zur Verfügung stellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Lissabon will der Bundesvorstand wieder ein Youth-Hearing ausrichten. Das Thema hierfür muss noch festgelegt werden. Mögliche Optionen sind aktuell: Jugend­arbeitslosigkeit, Postkolonialismus in Kirche und Gesellschaft, Gerechtigkeit in Weltwirtschaftsstrukturen o. a. Hierzu dürft ihr ihm gerne Rückmeldungen geben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>3.4.6 Jugendbibel</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit Veröffentlichung der Jugendbibel bis November 2020 sind laut Verlagsangaben 3.750 Exemplare in den deutschen Buchhandel gelangt. Zusätzlich wurden weitere 244 Exemplare aus der Bundesstelle ausgeliefert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand zieht – wie auch Verlag und Autor*innenteam - zum aktuellen Zeitpunkt eine positive Bilanz.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ziel des Verlags ist es, dass sich das Buch langfristig auf dem deutschen Buchmarkt etabliert. Hierzu können die Jugend- und Diözesanverbände als Akteure der Jugendpastoral einen bedeutenden Beitrag leisten. Von Seiten des Verlages liegt seit November eine Anfrage für Folgeprojekte vor (z. B. Jugendbuch als Zwilling neben der Bibel: „WIR erleben DIE BIBEL“ Menschen, die Gottes Wort ernst genommen haben; Jugendbuch „Warum ich an Gott glaube ... und das mein Leben ändert/herausfordert“; Erstkommunionkurs; Firmkurs; Kinderbibel). Ob der Bundesvorstand sich an einem solchen Projekt beteiligen wird, wird nach Beratung durch das Konveniat GVL entschieden.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 07 Apr 2021 18:22:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B2: Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Interessenvertretung_in_Politik_und_Gesellschaft-56</link>
                        <author>BDKJ-Bundesvorstand</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Interessenvertretung_in_Politik_und_Gesellschaft-56</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.1 Jugendpolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im zurückliegenden Berichtszeitraum waren für den Bundesvorstand im gesellschaftspolitischen Bereich insbesondere folgende vier Aspekte handlungsleitend:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Corona-Pandemie und ihre jugendpolitischen Auswirkungen insbesondere in Bezug auf Beteiligungsrechte, die Frage von zur Verfügung stehenden Räumen für Jugend­verbandsarbeit, die Öffnungsdebatten und das Verständnis von Jugendarbeit im Sinne des § 11 SGB VIII als Teil der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Erstarken rechtsextremer Kräfte und die weiter zunehmende rechtsterroristische Gewalt im außerparlamentarischen Raum - und unsere Anstrengungen, im gesellschaftlichen, politischen und innerkirchlichen Diskurs den antidemokratischen, antifeministischen und menschenfeindlichen Akzentsetzungen mit unseren Vorstellungen einer demokratischen, vielfältigen und gerechten Gesellschaft entgegenzutreten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der starke Fokus auf Klimapolitik und Nachhaltigkeit als Zukunftsfragen der Jugend und unserer gesamten Gesellschaft. Dazu gehört auch das daraus erwachsende Engagement, was tausende junge Menschen - auch aus unseren Strukturen und mit der strukturellen Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzjugendverbänden - auf die Straße getragen haben und damit die Lobbyaktivitäten u. a. unserer Verbandsvertreter*innen weiterhin entsprechend gestärkt haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Begleitung von Gesetzgebungsprozessen, die die Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement beeinflussen werden. Dazu zählen neben der SGB VIII-Reform auch die Errichtung und Weiterentwicklung der Ehrenamts- und Engagementstiftung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Bereich der Jugendpolitik binden insbesondere diese drei Prozesse und Veranstaltungs­vorbereitungen viele Arbeitsressourcen: der Kinder- und Jugendarbeitskongress in Nürn­berg im September 2021, bei dem der BDKJ einige Veranstaltungen anbieten wird, der 1. Digitale Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag 2021 und die stattgefundenen Veranstal­tungen im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grundsätzlich gelingt es dem BDKJ über seine Netzwerke, aber auch als eigenständiger Akteur in viele dieser Prozesse gut eingebunden zu werden. Dennoch muss festgestellt werden, dass viele zivilgesellschaftliche Strukturen in Deutschland immer mehr unter Druck geraten und sich dadurch auch Verwaltungshandeln vor Ort, aber auch auf höheren Ebenen verändert. Teilweise werden in vorauseilendem Gehorsam aufgrund der Erstarkung rechter Kräfte und entsprechender Anfragen in den Parlamenten Förderungen hinterfragt. Teilweise wird aus mangelndem Subsidiaritätsverständnis das Trägerprinzip außer Kraft gesetzt und auch in der Engagementpolitik mehr staatlich gesteuert. Viele der oben benannten und befürchteten Entwicklungen für Jugendverbände sind in teilweise viel drastischerem Ausmaß in Nachbarländern seh- und spürbar. Hier gilt es im europäischen und internationalen Kontext solidarisch zu sein und selbstorganisierte katholische Strukturen außerhalb Deutschlands zu unterstützen und zu stärken, damit der „shrinking space for civil society“ nicht noch immer kleiner wird.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den kommenden Monaten muss darauf hingewirkt werden, dass nach Beschluss des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz die kommunalen Strukturen vor Ort unterstützt werden in der Umsetzung des neuen SGB VIII – insbesondere bezogen auf die ggf. neue Zusammen­setzung der Jugendhilfeausschüsse. In den kommunalen Strukturen vor Ort muss aufgrund der Corona-Pandemie mit potenziellen Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe ge­rechnet werden. Dabei ist es wichtig, dass in einem gemeinschaftlichen Kraftakt eine gute Infor­mationspolitik darüber besteht, dass Jugendverbandsarbeit eine Pflichtleistung ist.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.1.1 Corona-Pandemie und Jugendpolitik</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Corona-Pandemie hat aufgezeigt, dass die Beteiligungsinstrumente für junge Menschen in Deutschland nicht krisenfest sind. Zahlreiche Jugendstudien haben in den letzten Monaten gezeigt, wie sehr junge Menschen unter den Einschränkungen in ihrem Alltag leiden. Gleichzeitig fühlen sie sich mit ihren Sorgen nicht gehört. Der Bundesvorstand hat an verschiedenen Stellen, über den DBJR, in zahlreichen Radio- und Print-Interviews und über die sozialen Medien auf die Situation von Kindern und Jugendlichen hingewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das BMFSFJ veranstaltete am 11. März 2021 ein Hearing mit knapp 100 Teilnehmer*innen, Ziel war es laut Ministerium, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Interessenvertretungen und Fachorganisationen der Jugendhilfe in den direkten Austausch zum Thema „Corona und die Folgen“ zu treten. Einer von zehn Plätzen aus der Jugendverbandsarbeit wurde von Seiten des BDKJ durch Franz Wacker (KLJB) besetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch für zahlreiche weitere Veranstaltungen zur Thematik konnten wir für das anstehende Frühjahr verschiedene Aktive aus dem BDKJ weitervermitteln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine starke jugendpolitische Vertretung ist aktuell besonders wichtig, aufgrund der Rahmenbedingungen aber auch besonders schwierig. Dies liegt zum einen an der mangelhaften Perspektive auf Jugendinteressen sowohl im politischen, wie auch im medialen Diskurs, andererseits aber auch an der starken landespolitischen Zuständigkeit für den Großteil der Fragestellungen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Für die kommenden Monate erscheint es sehr notwendig, intensiv mit den Landesstellen und Landesverbänden im Austausch zu bleiben, um in den Ländern und auf Bundesebene jugendpolitisch an einem Strang zu ziehen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.1.2 Wahlalterabsenkung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den letzten Monaten wurde eine mögliche Absenkung des Wahlalters verstärkt diskutiert. Im Sommer 2020 hatten Saskia Esken (SPD), Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Franziska Giffey (SPD) gemeinsam eine Absenkung gefordert. Im Oktober hat der Bundestag eine Reform des Wahlrechts beschlossen und gleichzeitig der Einrichtung einer Kommission zugestimmt, die sich mit einer weiteren Überarbeitung des Wahlrechts befassen und Empfehlungen erarbeiten soll. Sie soll sich explizit auch mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre befassen und 2023 Ergebnisse vorlegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell gibt es mehrere Initiativen, die sich deutlich dafür aussprechen, das Wahlalter noch vor der nächsten Bundestagswahl zu senken. Eine dieser Initiativen „www.wahlalter.info“ unterstützen wir auch mit einer hohen Arbeitsressource äußerst intensiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die ZdK-Vollversammlung 2020 hat sich ebenfalls für die Absenkung des Wahlalters auf mindestens 16 Jahre ausgesprochen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand begrüßt den Beschluss des ZdK ausdrücklich und freut sich, dass durch die neue Beschlusslage der FDP, das Wahlalter auf 16 absenken zu wollen, auch in der Parteienlandschaft wieder etwas mehr Dynamik in die Sache gekommen ist.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Wir hoffen, dass noch in dieser Legislaturperiode eine offene Abstimmung im Bundestag zur Wahlalterabsenkung auf 16 Jahre stattfinden kann, bzw. dass sie spätestens im Koalitionsvertrag verankert wird.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.1.3 Politische Bildung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Politische Bildung ist seit jeher essenzieller Bestandteil der Jugendverbandsarbeit. Dies macht auch der 16. Kinder- und Jugendbericht deutlich, der im Herbst 2020 veröffentlicht wurde und bereits von der Bundesregierung bewertet wurde. In den letzten Monaten hat politische Bildung an Bedeutung gewonnen. Das liegt nicht zuletzt auch an den Verschwörungs­erzählungen, mit denen wir durch die Corona-Pandemie konfrontiert sind. Hier braucht es gute politische Bildung zur Bewertung und Enttarnung. Die DBJR-Voll­versammlung hat 2020 die Position „Politische Bildung in der Jugendverbandsarbeit“ beschlossen und dort u. a. die Unabhängigkeit politischer Bildung in den Jugendverbänden betont.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Kooperation mit der afj fand im Januar der Online-Fachtag „Jugend und Politik – Ergebnisse der SINUS-Jugendstudie 2020 und der Auftrag für Politische Bildung statt“. Der Fachtag war gut besucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesvorstand hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema Politische Bildung in den katholischen Jugendverbänden auseinandergesetzt, Best-Practice-Beispiele gesammelt und diese unter anderem in der aktuellen Ausgabe des „BDKJ.konkret“ mit dem Schwerpunktthema „Politische Bildung“ veröffentlicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ war auch für mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Fachtagung der Arbeits­gemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) zur Vorstellung des 16. Kinder- und Jugendberichts angefragt und konnte dort seine Haltungen und Expertise einer breiten Fachöffentlichkeit vorstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Politische Bildung in den Jugendverbänden ist vielfältig und wertegebunden. Damit steht sie heute immer wieder unter Druck. Als Bundesvorstand setzen wir uns für eine Be­wahrung der Wertegebundenheit politischer Bildung in den katholischen Jugend­verbänden und für die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips ein. Die aktuellen Debatten um die Weiterentwicklung der politischen Bildung in der gesamten Jugendverbandsarbeit schätzt der Bundesvorstand als sehr positiv ein und freut sich, daran weiter mitwirken zu können und seine vielfältige Expertise einbringen zu können (Politische Bildung u. a. in den Jugendverbänden, Freiwilligendiensten, Offene Türen in Trägerschaft der kath. Jugend­verbände, Seminare in der Bundeswehr).</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den kommenden Monaten wird die Debatte zum 16. Kinder- und Jugendbericht im Bundestag erwartet (FSFJ-Ausschuss). So es möglich ist, wird der BDKJ diese Debatte zumindest mit einer schriftlichen Stellungnahme entsprechend begleiten. Zudem gilt es auch, den innerverbandlichen Diskurs über die Weiterentwicklung der Formate und Angebote sowie der Reflexionsfähigkeit anzustoßen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.1.4 Jugendpolitische Vernetzungsrunde</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die jugendpolitische Vernetzungsrunde hat sich im Berichtszeitraum dreimal digital getroffen. Es nahmen jeweils zwischen 20 und 40 Vertreter*innen aus verschiedenen Ebenen der Jugend- und Diözesanverbände teil. Schwerpunkt waren Ideen und mögliche gemeinsame Aktionen zur Bundestagswahl 2021. Dabei wurde insbesondere die Aktion „Zukunftszeit- Gemeinsam für ein buntes Land“ intensiv vorberaten und besprochen. Weitere Themen waren die Umsetzung der Kinderrechte im Grundgesetz und der gemeinsame Ferienkorridor für die Sommerferien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand begrüßt die Initiative zur jugendpolitischen Vernetzungsrunde sehr. Es hat sich gezeigt, dass eine Vernetzung für alle Beteiligten inhaltlich sinnvoll und gewinnbringend ist.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die jugendpolitische Vernetzungsrunde wird sich vor der politischen Sommerpause noch einmal treffen. Es ist gewünscht, dass aus den Reihen der Jugend- und Diözesanverbände aktuelle Themen eingebracht werden. Zudem wird die jugendpolitische Vernetzungsrunde die Aktivitäten zur Bundestagswahl („Zukunftszeit“) und ggf. noch anstehende Gesetzgebungsverfahren im jugendpolitischen Kontext entsprechend begleiten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.1.5 Landesstellentagung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesstellen haben sich im Berichtszeitraum einmal zu einer digitalen Tagung (als Ersatz für die zweitägige Präsenztagung) und einmal zur kürzeren Austauschrunde über Aktuelles im Bereich „Jugendarbeit und Corona“ getroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Situation der Jugendarbeit in der Corona-Pandemie ist in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich, daher ist die Vernetzung und der Austausch über Gelingensfaktoren sehr wichtig. Die Beteiligten haben zurückgemeldet, dass sie den Austausch untereinander und mit der Bundesebene sehr schätzen. Der Bundesvorstand schätzt insbesondere in der aktuellen Corona-Pandemie diesen Austausch als enorm wichtig ein, um zu wissen, wo auch die Bundesebene Handlungsmöglichkeiten hat.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Für dieses Jahr ist ein weiteres kurzes Treffen vor dem Sommer angedacht, um sich gegenseitig auf den aktuellen Stand insbesondere im Zuge der Corona-Bedingungen zu bringen und ggf. sich kollegial zu beraten, wie man in die Debatten mit den jeweiligen Landesregierungen gehen kann.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.1.6 Deutscher Bundesjugendring</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum war der Arbeitsaufwand für den DBJR wieder enorm hoch. Das lag zum einen an daran, dass der DBJR Ausrichter der EU-Jugendkonferenz war, zum anderen an den intensiven Lobbytätigkeiten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des SGB VIII und den Hilfspaketen für die Corona-Pandemie. Vorsitzende des DBJR sind Lisi Maier (Bundesvorsitzende) und Tobias Köck (Soli-Jugend). Im Vorstand sind Wendelin Haag (Naturfreundejugend Deutschland), Marius Schlageter (Ring deutscher Pfadfinderverbände, RdP), Matthias Schröder (DGB-Jugend), Daniela Broda (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland, aej), Alma Kleen (Sozialistische Jugend Deutschlands — Die Falken) sowie Hetav Tek (djo-Deutsche Jugend in Europa). Im Rahmen der DBJR-Vollversammlung wurde ein Grundlagenpapier zur Politischen Bildung in den Jugendverbänden verabschiedet, ebenso der Appell, das Wahlalter noch vor der Bundestagswahl zu senken, die internationale Jugendarbeit in und nach der Corona-Pandemie zu stärken und ein Grundlagenpapier zur klimafreundlichen Mobilität. Die DBJR-Gremien beschäftigten sich im Berichtszeitraum vor allem mit der Corona-Pandemie, den Notfalltöpfen, der geplanten SGB VIII-Novelle, institutionellen Konzepten zur Prävention sexualisierter Gewalt, internationalen Fördermitteln und der EU-Ratspräsidentschaft. Zudem konnte der DBJR im Berichtszeitraum die letzte Mittelerhöhung für die Jugendverbandsarbeit verstetigen und sowohl für die Jahre 2020 wie 2021 jeweils 100 Mio. EUR Sonderförderung für die Jugendbildungsstätten zur Abfederung der Corona-Belastungen einwerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im September stehen Neuwahlen im DBJR-Vorstand an, aus dem dann auch Lisi Maier als Vorsitzende ausscheiden wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der DBJR ist weiterhin unser wichtigstes jugendpolitisches Sprachrohr. Insbesondere im Umgang mit der Corona-Pandemie hat es uns immens geholfen, mit anderen Jugendverbänden gemeinsam für entsprechende Fördertöpfe und Mittel zu werben.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Im Mai wird die aktuelle DBJR-Geschäftsführerin Clara Wengert die Leitung des Aufbaus der deutsch–afrikanischen Jugendarbeit im BMZ übernehmen., Deshalb werden die Vorsitzenden bis zur neuen Wahl einer Geschäftsführung im Juni 2021 interimsweise die Geschäftsführung übernehmen. Dies bedeutet für Lisi Maier nochmals einen entsprechenden Mehraufwand. Wir danken Clara Wengert auch von Seiten des BDKJ für die großartige Zusammenarbeit im DBJR und mit dem BDKJ und dem JHD und wünschen ihr für den anstehenden beruflichen und örtlichen Wechsel nach Bonn alles erdenklich Gute!</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.2 Kinder- und Jugendhilfepolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.2.1 SGB VIII-Reform</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 12. Februar 2021 wurde die Reform im Bundesrat beraten, am 22. Februar 2021 fand eine Anhörung zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz im Familienausschuss des Bundestags statt. Am 3. März 2021 wird eine Gegenäußerung der Bundesregierung zur Kritik des Bundesrats veröffentlicht. Eine abschließende Beratung im Bundestag findet frühestens in der 12. Kalenderwoche statt. Der Bundesvorstand wird im Rahmen der Hauptversammlung über den Ausgang der Beratungen und Beschlussfassungen im parlamentarischen Verfahren berichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Referent*innenentwurf für ein Kinder- und Jugendstärkungsgesetz lag Anfang Oktober 2020 vor. Hierin wurde die zukünftige inklusive Ausrichtung des SGB VIII grundgelegt. Die Förderung von Selbstorganisationen junger Menschen in besonderen Lebenslagen wurde ins Gesetz integriert, Ombudsstellen als unabhängige Anlaufstellen werden geschaffen, die Beratungsangebote ausgebaut, die Kostenheranziehung für junge Menschen in den Hilfen zur Erziehung bei eigenem Einkommen auf 25 Prozent reduziert. Im § 11 wird die inklusive Ausrichtung der Jugendarbeit als Norm eingeführt. In den Hilfen zur Erziehung wird die Jugendsozialarbeit als Unterstützung ausgedehnt, die Hilfe für junge Volljährige wird gestärkt. Neben weiteren Veränderungen wird eine schrittweise Überführung der Hilfen für junge Behinderte aus dem SGB IX normiert. Der § 13 (Jugendsozialarbeit) bleibt im Entwurf unverändert. In einem Beschluss des Bundesrats wird die Schulsozialarbeit in einem § 14a im SGB VIII verankert, allerdings mit der Freiheit der Bundesländer, anders zu handeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesvorstand hat sich in enger Kooperation mit dem DBJR, der Bundesarbeits­gemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) und dem katholischen Büro in den politischen Prozess zur SGB VIII-Reform eingebracht und aktiv an deren Stellungnahmen und der Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums mitgewirkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand begrüßt die inklusive Ausrichtung des SGB VIII. Aus Sicht der Jugend­sozialarbeit wäre eine Stärkung des Jugendwohnens im § 13 Absatz 3 notwendig gewesen. Die Schulsozialarbeit hätte verbindlich im SGB VIII verankert werden sollen. Die Kosten­heranziehung hätte ganz wegfallen sollen. Die Einrichtung der Ombudsstellen weist in die richtige Richtung. Die Förderung der Selbstorganisationen junger Menschen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kann eine wichtige Chance sein, sie muss jedoch auf kommunaler Ebene richtig umgesetzt werden und darf nicht dazu benutzt werden, das Instrument als „Jugendverbandsarbeit light“ umzudeuten und damit Jugend­verbände ggf. schlechter und nicht im Sinne des § 12 zu fördern. Deshalb muss eine deutliche Klarstellung im Gesetz erfolgen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird sich in enger Kooperation mit dem DBJR und der BAG KJS in den weiteren politischen Prozess zur SGB VIII-Reform einbringen. Aus der ersten Durchsicht und Stellungnahme des Bundesrats wird deutlich, dass über die spätere Zustimmung zum Gesetzentwurf v. a. finanzielle Fragen entscheiden werden: „Der Bundesrat weist jedoch darauf hin, dass die Umsetzung des Gesetzesvorhabens nur dann gelingen kann, wenn der Bund den Ländern und Kommunen die dafür erforderlichen Mittel bedarfsgerecht zur Verfügung stellt“ und „Der Bundesrat bemängelt allerdings die unzureichende finanzielle Beteiligung des Bundes an der Erweiterung von Rechtsverpflichtungen zur Gewährleistung einer inklusiven Bildung und Betreuung im SGB VIII und fordert den Bund auf, die Kosten, die den Ländern und Kommunen im Zuge seiner Gesetzesnovellen zur Stärkung der Rechte auf inklusive Bildung und Betreuung […], vollständig zu kompensieren“. Sollte das Gesetz in der aktuellen Fassung durch den Bundesrat gehen, erscheint eine Beratung der Strukturen vor Ort notwendig, da insbesondere die Jugendhilfeausschüsse eine Veränderung erfahren werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.2.2 Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2021</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der AGJ-Vorstand hat in einer außerordentlichen Sitzung am 11. Februar 2021 entschieden, den 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) vom 19. bis 20. Mai 2021 in rein digitaler Form durchzuführen. Sowohl der Fachkongress als auch die Fachmesse werden vollständig online stattfinden. Der BDKJ ist mit drei Fachveranstaltungen und einem digitalen Stand vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Entscheidung, den DJHT digital durchzuführen und der Versuch, ein Veranstaltungs- und Messeformat für mehrere tausend Menschen in den digitalen Raum zu verlegen, ist mutig. Es wird sich erst nach der Durchführung zeigen, ob sich der hohe finanzielle, inhaltliche und personelle Ressourcenaufwand in einem solchen Format lohnt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand ist sehr gespannt auf die Umsetzung des digitalen Konzepts. Dennoch ist zu erwarten, dass weniger externes Publikum und auch weniger potenzielle Fachkräfte an den Veranstaltungen teilnehmen werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.2.3 Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit 2021</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der 3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit ist auf den 20. bis 22. September 2021 verschoben worden. Ursprünglich sollte er im letzten Herbst stattfinden. Am 1. April 2021 wurde das Programm veröffentlicht, ab diesem Tag war auch die Anmeldung möglich. Das Vorbereitungsteam plant aktuell das genaue Format des Kongresses. Der BDKJ plant gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (bdp) weiterhin eine Veranstaltung zu Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, die bereits für die Durchführung 2020 geplant war.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Noch ist unklar, ob und wenn ja wie der 3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit stattfinden kann. Deshalb ist es bislang gut, die Planungen von 2020 weiterzudenken und dennoch ressourcenschonend vorerst keine umfangreichen zusätzlichen Formate zu planen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand freut sich auf die weitere inhaltliche Zusammenarbeit mit der aej und dem bdp zum Thema „Aufarbeitung sexualisierter Gewalt“ und hofft auf eine mögliche Durchführung beim 3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.2.4 Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ wird im Vorstand der AGJ aktuell durch Yvonne Everhartz vertreten. Sie nimmt dort eines der drei Mandate für die Jugendverbände und Landesjugendringe wahr. Im Berichtszeitraum fanden vier Sitzungen des AGJ-Vorstands statt, drei davon rein digital und eine in hybrider Form. Yvonne Everhartz vertritt die Jugendverbände außerdem in der vom Vorstand eingesetzten Personalfindungskommission.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inhaltliche Schwerpunkte der Vorstandsarbeit waren neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinder- und Jugendhilfe: Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (Reform des SGB VIII), die Vorbereitung des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags (18. bis 20. Mai 2021, digital) und die Diskussionen rund um die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der AGJ findet aktuell ein struktureller Reformprozess statt, der vor allem die Zusammensetzung des geschäftsführenden Vorstands im Fokus hat. Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten der Veränderung diskutiert. Geplant ist eine entsprechende Satzungsänderung im Rahmen der Mitgliederversammlung im Juni 2021 zur Abstimmung zu stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>2.2.4.1 Fachausschüsse</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Fachausschüssen der AGJ wird der BDKJ aktuell von Sarah Primus (Fachausschuss V: Jugend, Bildung, Jugendpolitik) und Dr. Björn Enno Hermans (Fachausschuss VI: Hilfen zur Erziehung, familienunterstützende und sozialpädagogische Dienste) vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gerade mit Blick auf die aktuelle Situation der Kinder- und Jugendhilfe in der Corona-Pandemie war der Austausch im Vorstand der AGJ wichtig. Häufig konnten hier (auch durch die Anwesenheit einer Vertreterin des BMFSFJ) akute Fragestellungen schnell geklärt werden. Den Reformprozess zur Zusammensetzung des geschäftsführenden Vorstands begrüßt der Bundesvorstand grundsätzlich. In der Arbeit der Personalfindungskommission, die den Prozess federführend gestaltet, wird aber immer wieder deutlich, dass die Zielvorstellungen der Jugendverbände sich erheblich von denen der anderen AGJ-Mitglieder unterscheiden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.2.5 Bundesjugendkuratorium</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Bundesjugendkuratorium (BJK) ist ein unabhängiges Expertengremium, das die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe berät und in jeder Legislaturperiode neu berufen wird. Dabei nimmt das BJK sämtliche Vorhaben aus allen Ressorts der Bundesregierung in den Blick, wenn die Belange von Kindern und Jugendlichen betroffen sind, und erarbeitet Stellungnahmen und Positionen. Das Sachverständigen­gremium ist mit bis zu 15 Expert*innen aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft besetzt. In der 19. Legislaturperiode wurde Lisi Maier erneut in das BJK berufen und in den Vorstand gewählt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum hat sich Lisi Maier unter anderem in der AG Jugend und Corona, bei Fragen zu Schnittstellen der Sozialgesetzbücher II, III und VIII, bei der Sozialpolitik des Jugendalters und der AG Europäische Jugendpolitik eingebracht. Weitere Themen waren der Ganztagsbetreuungs- und Ganztagsschulprozess, die Novellierung des Jugendmedienschutzes und Prävention sexualisierte Gewalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die aktuelle Zusammensetzung des BJK scheint eine geeignete Zusammenstellung für die Herausforderungen in der laufenden Legislaturperiode zu sein. Es ist für den BDKJ eine sehr gute Möglichkeit, hier ressortübergreifende Jugendpolitik aktiv mitzugestalten und an den aktuellen Gesetzgebungsprozessen des BMFSFJ sehr dicht dran zu sein und beraten zu können.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das BJK wird sich in seinen zwei abschließenden Sitzungen in dieser Legislatur sowohl mit dem Thema Jugend und Corona noch weiter intensiv befassen (müssen), sowie mit den Beteiligungsstrukturen junger Menschen in Beratungsgremien der Bundesregierung.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.2.6 Trägerkreis Jugendhilfe</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Trägerkreis Jugendhilfe hat im Berichtszeitraum dreimal digital getagt. Im Mittelpunkt standen vor allem die Beratung über die Reform des SGB VIII und die Jugendhilfe in der Corona-Pandemie. Vertreter*innen des Trägerkreises waren außerdem am 30. September 2020 zu einem Abendgespräch mit der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Berlin eingeladen. Schwerpunkte waren hier die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz und politische Bildung in den katholischen Strukturen der Jugendhilfe. Am 10. November 2020 fand ein digitales Gespräch mit Vertreter*innen des Trägerkreises und Juliane Seifert (Staatssekretärin im BMFSFJ) sowie Bettina Bundszus-Cecere (Abteilungs­leiterin im BMFSFJ) statt. Themen waren die Förderpolitik auf Bundesebene, die Reform des SGB VIII, die Arbeit des Kabinettsausschusses Rechtsextremismus und die Reform des Jugend­-<br>
medienschutzes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Trägerkreis Jugendhilfe ist sehr wichtig für die Vernetzung mit anderen katholischen Trägern der Jugendhilfe und dem katholischen Büro. Der Bundesvorstand schätzt sowohl den Austausch mit der Jugendkommission der DBK als auch das intensive Gespräch mit den Vertreterinnen des BMFSFJ als sehr wertvoll für die Zusammenarbeit ein.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Mit seiner Pensionierung legte Andreas Lorenz (BAG KJS) auch seinen Sprecherposten im Trägerkreis nieder. Für die nächste Sitzung steht Tom Urig (BAG KJS) zur Wahl als neuer Sprecher des Trägerkreises. Im Jahr 2021 wird vor allem die Bundestagswahl und damit einhergehend der Kontaktaufbau zur*m ggf. neuen Staatssekretär*in für den Trägerkreis von Bedeutung sein.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.3 Mädchen- und Frauenpolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Berichtszeitraum hätte in puncto Gleichstellung eigentlich viel zu bieten gehabt: 25 Jahre Pekinger Aktionsplattform und 20 Jahre UN-Sicherheitsratsresolution 1325 standen im Jubiläumskalender, und Deutschland wollte Gleichstellung während seiner EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte weit oben auf die Agenda rücken. Corona hat zahlreiche dieser Anlässe etwas kleiner in den digitalen Raum verschoben. Dennoch konnte der Bundesvorstand das vergangene Dreivierteljahr gleichstellungspolitisch gut nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesfrauenkonferenz hat am 7. und 8. November 2020 getagt. Die Konferenz fasste die Beschlüsse „Care-Arbeit und Corona“ sowie „Ein Lieferkettengesetz ohne Geschlechter­perspektive ist nur die Hälfte wert“. Außerdem wählte sie Anna-Sophia Kleine (KSJ), Dr. Annette Jantzen (DV Aachen) und Daniela Ordowski (KLJB) ins Präsidium. Johanna Jung­bluth (DV Berlin) gehört dem Präsidium weiterhin an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kurz vor Weihnachten machte der BDKJ über die sozialen Medien auf die Gefahr häuslicher Gewalt aufmerksam, deren Ansteigen durch die erneuten Ausgangsbeschränkungen und die Feiertage befürchtet wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am ersten Donnerstag im Monat lädt das Präsidium der Bundesfrauenkonferenz ein, digitale „Frauenbanden zu bilden“ und gemeinsam ein Getränk auf dem Sofa zu trinken. Manche Treffen stehen unter einem bestimmten Thema, andere sind offen. Am 14. Januar 2021 (aufgrund der Ferien ausnahmsweise am zweiten Donnerstag im Monat) war beispielsweise Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretende Vorsitzende) zum Thema „Digitale Gewalt“ zu Gast, im März Carina Autengruber (ehemalige Präsidentin des Europäischen Jugendforums und Unterstützerin des österreichischen Frauen*volksbegehrens).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 17. Februar 2021 meldete sich der Bundesvorstand mit einer Pressemitteilung zur Diskussion um die Aufnahme von Frauenfeindlichkeit als Motiv in die Kriminalstatistik zu Wort und begrüßte dieses Vorhaben ausdrücklich. Damit schaffte er es auch in die bundesweite Presse.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Februar 2021 führten Lisi Maier (Bundevorstand) und Yvonne Everhartz (Bundesstelle) ein Gespräch mit Charlotte Schneidewind-Hartnagel (MdB, Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist Sprecherin für Zeitpolitik ihrer Fraktion und aktuelle Vorsitzende der Kinderkommission. Im Gespräch ging es bezugnehmend auf den Beschluss der Bundesfrauenkonferenz 2020 um die partnerschaftliche Aufteilung von Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern, neue Arbeitszeitmodelle und mögliche Neuregelungen der Elternzeit. Im Anschluss gab es einen Austausch zur aktuellen Diskussion um die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ebenfalls im Februar beschloss der Bundesvorstand, sich der Aktion #GenderChampions anzuschließen und an keinen einseitig rein männlichen Podien mehr teilzunehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Frauenmonat März wurde der Bundesvorstand zu zahlreichen Veranstaltungen angefragt, es erschien ein Sondernewsletter zum Internationalen Frauentag und der Bundesvorstand konnte über seine Social-Media-Kanäle zahlreiche kirchen- und gesellschaftspolitische Themen setzen. Zudem fand eine Fernsehaufzeichnung im Rahmen der Eröffnung der traditionellen Fuldaer Frauenwoche statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesfrauenkonferenz tagt am 17. und 18. April 2021. Es wird im Rahmen der Hauptversammlung kurz davon berichtet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Im politischen Kontext gibt es zahlreiche Schnittstellen zwischen der Jugend- und der Mädchen-und Frauenpolitik – dies zeigt sich insbesondere in der Corona-Pandemie. Die Frauentagung ist eine wichtige Veranstaltung zur Vernetzung und Weiterbildung der Frauen im BDKJ. Präsenzformate sind in diesem Kontext besonders wichtig, um die gegenseitige Bestärkung von Frauen aus dem BDKJ zu ermöglichen. Der Bundesvorstand hofft daher, diese zeitnah wieder umsetzen zu können.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die BDKJ-Frauentagung konnte in diesem Jahr leider nicht wie gewohnt im Vorfeld der Bundesfrauenkonferenz stattfinden. Das Präsidium der Bundesfrauenkonferenz plant aktuell, die Tagung im Juli im Format einer Sommerveranstaltung durchzuführen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.3.1 Deutscher Frauenrat</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innerhalb des Vorstands und der Geschäftsstelle des Deutschen Frauenrats (DF) stand im Berichtszeitraum insbesondere im Fokus, wie sich die unterschiedliche Belastung der Geschlechter in der Extremsituation der Corona-Pandemie verstärkt, wie vor allem Frauen in den „systemrelevanten“ Bereichen gefordert und überfordert werden und mit welcher Selbstverständlichkeit die Verantwortung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige durch den zeitweise kompletten Ausfall der Betreuungseinrichtungen „reprivatisiert“ wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Deutsche Frauenrat konnte das letzte Dreivierteljahr gut nutzen, um auf die vielen Schieflagen im Geschlechterverhältnis hinzuweisen, die durch die Krise deutlicher denn je zutage traten und auf einmal öffentlich diskutiert wurden: die Defizite im Gesundheits­wesen, unterbezahlte und überlastete Pflegekräfte, Niedriglöhne in Dienstleistungsbranchen, die ungleiche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Familie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>All diese und weitere Themen bekamen neue gesellschaftliche Relevanz, zumindest in der öffentlichen Debatte. Doch in den Expert*innengremien und politischen Krisenstäben, die über Schutzmaßnahmen, Kompensationen und Wege aus der Pandemie entschieden, fehlt die Perspektive von Frauen bis heute fast gänzlich. Die Abwertung von Gleichstellungs­politik zu einer vernachlässigbaren Größe in der Krise wurde von Seiten des Frauenrats kritisiert und mit der Kampagne „Geschlechtergerecht aus der Krise“ begleitet. Die Kampagne war eine Mischung aus Bestandsaufnahme und politischen Forderungen sowie Empfehlungen für eine Gesellschaft, die nach Corona nicht so sein wird, wie sie vorher war.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der DF hat seine Mitgliederversammlung im Jahr 2020 ausgesetzt, aktuell sind Debatten um eine Einführung einer Doppelspitze im Gange.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der DF gewann im Berichtszeitraum deutlich an öffentlicher Wahrnehmung und Einflussnahme und seine Themen an Anerkennung. Die Forderung einer geschlechterpolitischen Folgenabschätzung und die Forderung nach einer geschlechtergerechten Verteilung der finanziellen Ressourcen wurde deutlich wahrgenommen. Dass Bundesaußenminister Heiko Maas im Sommer den Vorstand des deutschen Frauenrats eingeladen hat, um über die EU-Gleichstellungsstrategie und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zu sprechen, macht auch die internationale Relevanz des Deutscher Frauenrats deutlich.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Aktuell stellt der DF seine Forderungen zur Bundestagswahl breit vor und kommt auch in den kommenden Monaten weiterhin mit Politiker*innen ins Gespräch. Bei der anstehenden Mitgliederversammlung wird es zahlreiche Vorstandswechsel geben. Die Vorsitzende hört auf, bisherige Vorstandsmitglieder wollen in den BGB-Vorstand wechseln. Lisi Maier wird für die AG Kath erneut für den BGB-Vorstand kandidieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.4 Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.4.1 Corona-Pandemie und Jugendsozialarbeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Arbeit im Referat Jugendsozialarbeit war weiterhin durch die Corona-Pandemie stark geprägt. Nachdem die Einrichtungen der Jugendberufshilfe zum Ende des ersten Lockdowns wieder schrittweise geöffnet worden waren, herrschte über den Sommer und im Herbst Regelbetrieb unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Im zweiten Lockdown wurde für die meisten Jugendlichen der Betrieb wieder zurückgefahren, und es wurden wieder alternative Leistungserbringungsformen der Maßnahmen umgesetzt. Die Jugendlichen wurden mit Lernpaketen, digital und analog, sowie mit einer intensiven Einzelbetreuung weiter begleitet. Es zeigt sich weiterhin, dass es an digitaler Ausstattung in den Einrichtungen und bei den Jugendlichen fehlt, um diese angemessen digital betreuen zu können. Selbst wenn es gelingt, die Jugendlichen mit Geräten auszustatten, gibt es das schwerwiegende Problem einer unzureichenden Netzversorgung, die insbesondere bei den Jugendlichen in der Jugendsozialarbeit greift. Oft ist kein entsprechendes W-LAN vorhanden, um neben der weiteren Nutzung von Internetangeboten im Haushalt auch ein digitales Lernen in Form eines Homeschooling oder ähnlichem umsetzen zu können. Ein defektes Handy kann nach Erfahrung der Einrichtungen nicht Grundlage für ein digitales Lernangebot sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Weiterfinanzierung der Maßnahmendurchführung in alternativer Form hat auch in der Regel im zweiten Lockdown gegriffen. Die Mittel aus der Bundesagentur für Arbeit, der Jugendhilfe und den entsprechenden ESF-Mitteln sind in der Regel weitergeflossen. Ein Problem sind die Zuweisungen zu den neuen Maßnahmen bzw. neuen Maßnahmen­abschnitten durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Diese erfolgen schleppend oder gar nicht, da die Agenturen und Jobcenter geschlossen sind und die Jugendlichen nicht mehr entsprechend erreichen. Es stellte sich als ein erheblicher Nachteil dar, dass diese Behörden für die jungen Klient*innen nicht mehr erreichbar sind. Dies erhöht den Betreuungs- und Beratungsaufwand in den Einrichtungen, gibt ihnen aber gleichzeitig nur sehr bedingt die Möglichkeit, die passenden Angebote für die Jugendlichen herauszufinden und die Zuweisung der Jugendlichen in diese Angebote auch bei den Jobcentern und Agenturen zu veranlassen. Die Erreichbarkeit der Jobcenter und Agenturen über digitale Zugänge und eine neu entwickelte App, greift für die Zielgruppe (noch) nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bewertet die Aktivitäten zur Unterstützung der Jugendberufshilfe im Rahmen der Corona-Pandemie als absolut notwendig. Positiv war, dass in dieser Zeit ein großes kreatives Potenzial ausgeschöpft wurde, um die Betreuung und sozialpädagogische Begleitung der Jugendlichen weiterhin zu gewährleisten. Die meisten Einrichtungen der Jugendberufshilfe konnten finanziell die Folgen der Pandemie auffangen. Die Öffnung der Jobcenter und Arbeitsagenturen für die Klientel muss prioritär angegangen werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand will sich weiterhin dafür einsetzen, dass die digitale Ausstattung der Einrichtungen der Jugendberufshilfe sowie die Ausstattung der Jugendlichen mit den notwendigen Endgeräten und dem notwendigen Know-how im Fokus bleibt und die Situation verbessert wird. Die Kommunikations- und Kooperationsformen sollen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie überprüft werden. Die Öffnung der Jobcenter muss mit Kooperationspartner*innen weiter verfolgt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.4.2 Aktion der Katholischen Jugendsozialarbeit „Josefstag“</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Träger*innen des Josefstags haben sich entschieden, den Josefstag 2021 in Form von Veranstaltungen am 19. März wegen der Pandemie ausfallen zu lassen. Unter dem Motto „Do it yourself-Zukunft… unsere Meinung zählt!“ werden die Einrichtungen und Verbandsgruppen angeregt, aus Anlass des Josefstages im gesamten Jahr 2021 Videos mit den Jugendlichen zu drehen, die die politischen Meinungen und Forderungen der Jugendlichen zum Ausdruck bringen und in jugendgerechter Form darstellen. Es wurden Mitte Februar die Materialien zum Josefstag inklusive der neuen Homepage und Umsetzung entsprechender Informationen realisiert. Der Josefstag greift mit der Idee, im ganzen Jahr Aktivitäten zu gestalten, auf das von Papst Franziskus im Jahr 2021 ausgerufene Jahr des heiligen Josef zurück. Die Videos von Jugendlichen können im Vorfeld oder Nachgang der Bundestagswahl zu Gesprächen mit den Kandidat*innen zum Deutschen Bundestag und den dann gewählten Abgeordneten sowie zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Die Verbreitung der Videos soll durch entsprechende Aktivitäten in den Social-Media-Kanälen unterstützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausgehend vom Josefstag über das ganze Jahr 2021 Videos mit den politischen Meinungen und Forderungen junger Menschen zu gestalten und zu platzieren, ist aus Sicht des Bundesvorstands eine gute Möglichkeit, die Aktivitäten zum Josefstag zu entzerren und flexibel nach den Möglichkeiten umzusetzen, die die Pandemie lässt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der BDKJ Bundesvorstand wird mit seinem Referat Jugendsozialarbeit die Träger des Josefstags unterstützen, den Josefstag 2022 wieder in der bewährten Präsenzform zu gestalten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.4.3 Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der BAG KJS hat es einen Wechsel in der Geschäftsführung gegeben. Auf Andreas Lorenz ist Tom Urig gefolgt. Er kommt ursprünglich aus der Jugendverbandsarbeit. Der Bundesvorstand freut sich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit. Der neue Zuschnitt des Referats Jugendsozialarbeit an der Bundesstelle – mit einem expliziten Fokus auf der Stärkung der Selbstorganisationen benachteiligter junger Menschen in besonderen Lebenslagen - konnte nur eingeschränkt umgesetzt werden, da die Folgen der Corona-Pandemie andere Aufgaben überlagert haben. Hier konnte das Fachreferat in guter Kooperation mit Fachreferaten anderer Träger der Jugendsozialarbeit Dienstleistungen für die Einrichtungen leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ hat in enger Abstimmung mit dem Grundsatzreferat der Geschäftsstelle der BAG KJS die Meinungsbildung zur Verortung der Jugendsozialarbeit in der Jugendpastoral verantwortet. Ein Fachtag mit dem Titel „Jugendsozialarbeit ist Kirche“ hat die Grundlage geschaffen zur Positionierung der Jugendsozialarbeit in der Erarbeitung neuer jugendpastoraler Leitlinien. Diese Positionen konnten auch in das jugendpastorale Forum der Jugendkommission der DBK eingebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Oktober 2020 wurde der Jugendarmutsmonitor im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs veröffentlicht. Lisi Maier (Bundesvorsitzende und Vorsitzende der BAG KJS) hat dort mit Manuela Conte (DGB) und Rolf Schmachtenberg (Staatssekretär im BMAS) den Jugendarmutsmonitor und seine Ergebnisse, insbesondere zu Corona, Wohnen und Digitalisierung vorgestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Insbesondere im Kontext der Corona-Pandemie hat die BAG KJS viel Schlagkraft entwickelt durch die aktuelle Struktur mit Fachreferent*innen in allen Trägerorganisationen der katholischen Jugendsozialarbeit. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle und den anderen Trägern der BAG KJS hat dazu beigetragen, dass die schlimmen Folgen der Corona-Pandemie für die Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und deren Jugendliche etwas abgefedert wurde. Zugleich ermöglichte sie im Zuge der Weiterentwicklung der SGB VIII-Reform eine hohe Handlungs- und Sprachfähigkeit der katholischen Jugendsozialarbeit. Der Jugendarmutsmonitor ist im politischen und gesellschaftlichen Bereich weiterhin das Aushängeschild der BAG KJS.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Aktuell stehen die Vorbereitungen auf die Bundestagswahlen und die anschließenden Koalitionsverhandlungen an. Im Frühsommer findet eine Vorstandsklausur statt, die den Blick auf anstehende Übergänge richten soll. Lisi Maier wird ebenso wie Marion Paar im Herbst den Vorstand der BAG KJS verlassen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.4.4 Situation am Ausbildungsmarkt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Situation am Ausbildungsmarkt 2020 hat sich durch die Corona-Pandemie verschärft. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist um 42.000 Plätze gesunken. Die Zahl der ausbildenden Betriebe hat einen historischen Tiefstand erreicht. Die Zahl der ausbildungssuchenden Jugendlichen ist parallel um 39.000 zurückgegangen. Neben dem Rückgang der Alterskohorte ist dieser Rückgang auch bedingt dadurch, dass mehr Jugendliche wegen fehlender Perspektive auf einen Ausbildungsplatz auf zum Teil ungeeignete schulische Alternativen umgeschwenkt sind. Trotzdem ist die Zahl der unversorgten Bewerber*innen auf 29.000 gestiegen. Für das Ausbildungsjahr 2021 wird ein weiterer Rückgang der betrieblichen Ausbildungsplätze bei einer gleichzeitigen Zunahme der Bewerber*innen erwartet. Ohne ein stark steigendes Angebot an außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen wird es nicht gelingen, einen Ausgleich am Ausbildungsmarkt herzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bewertet die Situation am Ausbildungsmarkt kritisch. Insbesondere bildungsferne Jugendliche drohen in Folge der Pandemie abgehängt zu werden und ohne Ausbildungsplatz zu bleiben. Die Förderung betrieblicher Ausbildung reicht nicht weit genug und wird nicht ausreichen, um ein ausreichendes, auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsstellen zu schaffen. Die intensive Auseinandersetzung des Vorstands des arbeit für alle e. V. (afa) mit der Thematik und deren resultierende Empfehlungen ist auch für die Lobbyarbeit des Bundesvorstands relevant und wichtig.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird sich in enger Kooperation mit dem afa für eine Einlösung einer Ausbildungsgarantie einsetzen. Er wird die Forderung nach einem Recht auf Ausbildung weiterhin in Diskussion einbringen. Zur Umsetzung wird es neben der Förderung und Unterstützung betrieblicher Ausbildung einen Ausbau außerbetrieblicher Ausbildungs­angebote geben müssen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.5 Ehrenamts- und Engagementpolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kultusminister*innenkonferenz (KMK) entscheidet alle fünf Jahre über die Schulferien­termine in den einzelnen Bundesländern. Seit vielen Jahren setzen sich die Jugendverbände dafür ein, dass es einen gemeinsamen Ferienkorridor aller Bundesländer gibt. Nur so sind bundesweite oder internationale Ferienmaßnahmen problemlos möglich. Leider wurden dies bei den Ferienterminen in der Vergangenheit so gut wie nicht berücksichtigt. Die Entscheidung der KMK über die nächsten Ferientermine steht im Frühjahr an. Der Bundesvorstand hat sich daher Anfang Februar mit einem Brief an die Vorsitzende der KMK gewandt und den Wert von jugendverbandlichen Ferienmaßnahmen für die Persönlichkeits­entwicklung junger Menschen betont. Gleichzeitig wurde über den Newsletter eine Briefvorlage zur Verfügung gestellt, um ebenfalls Mitglieder der KMK wegen dieses Anliegens anzuschreiben. Das Antwortschreiben der Präsidentin der KMK, war zwar wertschätzend aber zugleich mit einer Absage an einen gemeinsamen Ferienkorridor verbunden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bereits im März 2020 wurde die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gegründet, die mittlerweile ihre Arbeit aufgenommen hat. Sitz der Stiftung ist Neustrelitz. Vorsitzende sind Katarina Peranic und Jan Holze. Nachdem die Stiftung zunächst als Förderstiftung ihre Arbeit aufgenommen hat und eine hohe Fördersumme für die digitale Infrastruktur bereitgestellt hat, wird aktuell eine Umstrukturierung der Stiftung zu einer Beratungsstiftung für die Bundespolitik angestrebt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Umstrukturierung der DSEE sehen wir sehr kritisch. Die neue Zusammensetzung der handelnden Akteur*innen ist stark an die Bundespolitik gekoppelt. Dadurch übernimmt die Stiftung eine Beratungsfunktion, die eigentlich den Verbänden und Interessens­vertretungen aus der Zivilgesellschaft vorbehalten sein sollte. Dass es nicht gelungen ist, ein eindeutiges Signal für einen gemeinsamen Ferienkorridor zu erwirken, war zwar relativ absehbar, es ist jedoch weiterhin sehr ärgerlich, dass wirtschaftliche und touristische Interessen hier eindeutig bevorzugt behandelt werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Arbeit für gute Rahmenbedingungen für das Ehrenamt ist von zentraler Bedeutung. In den kommenden Monaten wird es darum gehen, neben dem Einsatz für gute Rahmen­bedingungen bezüglich Ferienkorridor und Entbürokratisierung auch dafür zu sorgen, dass mit der Weiterentwicklung der DSEE keine Parallelstrukturen entstehen, die de facto das Subsidiaritätsprinzip aushebeln und die zivilgesellschaftliche Interessensvertretung schwächen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.6 Europapolitik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europapolitik wurde maßgeblich von der Bekämpfung der Corona-Pandemie bestimmt. Der Mehrjährige Finanzrahmen der Europäischen Union erfuhr einen deutlichen Aufwuchs, da neben dem regulären Haushalt das „Next Generation EU“-Paket zum Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie beschlossen wurde. Allerdings konnte für das Programm Erasmus+, und dort insbesondere für den Jugendbereich, nur ein marginaler Aufwuchs erreicht werden – trotz der umfangreichen Lobbyaktivitäten, der veröffentlichten Stellungnahmen und Kontaktaufnahmen in Brüssel und Berlin. Den größten Posten im künftigen Budget stellt die Aufbau- und Resilienzfazilität dar, aus der Deutschland voraussichtlich 23,6 Mrd. EUR erhalten wird. Nach Plänen der Bundesregierung sind daraus zwar Investitionen in die Bildung geplant, jedoch konnte auch durch intensive Bemühungen gemeinsam mit dem Europabüro keine Berücksichtigung der außerschulischen Bildung erreicht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus konnte sich der Europäische Rat auf einen Rechtsstaatsmechanismus einigen, mit dem Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit in einzelnen Mitgliedsländern künftig finanziell sanktioniert werden können. Der Bundesvorstand hatte das auch mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit begleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die EU-Kommission stellte im September 2020 einen EU-Migrationspakt vor, der sich jedoch angesichts der Uneinigkeit der Mitgliedsstaaten und der Fokussierung auf die Corona-<br>
Pandemie noch in einem frühen Stadium des Diskussionsprozesses befindet. Im März fand im Rahmen der Bildungsreihe zur Bundestagswahl „Wir haben die Wahl“ eine Veranstaltung zum Thema statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer derzeit stockender Prozess stellt die Konferenz zur Zukunft Europas dar, die am Europatag, am 9. Mai 2021 mit Bürger*innendialogen beginnen soll. Leitfrage ist dabei: „Wie soll Europa in 10 bis 15 Jahren aussehen?“. Die Bundesvorsitzende ist nach Berichtslegung ins Auswärtige Amt eingeladen zu einem Austausch zur Zukunftskonferenz mit Staatsminister Michael Roth. Bei der Hauptversammlung können die Ergebnisse vorgestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Übergangsphase zur Verhandlung der künftigen Beziehungen der EU und des Vereinigten Königreichs endete am 31. Dezember 2020. Dabei entschloss sich die britische Regierung, das Programm Erasmus+ zu verlassen. Jakob Kemper (Referent für Europäische Jugendpolitik an der Bundesstelle) nahm im Berichtszeitraum an einer Veranstaltung mit MdEP Terry Reintke teil. Die Veranstaltung war Teil einer Abgeordneteninitiative, die Jugendlichen aus Schottland und Wales weiterhin den Zugang zu Erasmus+ ermöglichen möchte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Vernetzung auf europäischer Ebene wurde durch regelmäßige Kontakte im Rahmen der COMECE Youth Platform unterstützt. Verschiedene Jugendverbände, die auf europäischer Ebene agieren, haben sich dort zusammengeschlossen und tauschen sich über ihre Aktivitäten sowie über aktuelle Entwicklungen der Europapolitik aus. Da der BDKJ keine eigene europäische Ebene besitzt, aber europapolitisch an verschiedenen Stellen eingebunden ist und agiert, nimmt er als ständiger Gast an diesen Treffen teil. Die Treffen fanden per Videokonferenz etwa alle drei Monate statt. Bei einem der Treffen im November erfolgte ein Austausch mit Beamt*innen aus dem Kabinett des für den European Green Deal zuständigen EU-Kommissars Frans Timmermans. Dabei zeigte sich das Interesse der EU-Kommission an einem möglichen interkonfessionellen Jugenddialog zum Green Deal, dessen Umsetzbarkeit derzeit bei der COMECE geprüft wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf nationaler Ebene erfolgte die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Europäische Jugendpolitik des DBJR und die kontinuierliche Vernetzungsarbeit mit der Europäischen Bewegung Deutschlands. Diese Strukturen sind vor allem für den Austausch von Informationen sehr nützlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es gibt eine Vielzahl von europapolitischen Themen, die für den BDKJ von Bedeutung sind. Deshalb ist eine intensive Beschäftigung mit der europäischen Ebene weiterhin notwendig. Erfreulicherweise konnten im Berichtszeitraum zahlreiche Kontakte zu EU-Politiker*innen und -Beamt*innen aufgenommen werden, sowie zum Auswärtigen Amt. Der Beschluss zur EU-Ratspräsidentschaft hat zahlreiche Kontaktaufnahmen von politischer Seite zum BDKJ hin zur Folge gehabt. Zudem konnten einige daraus resultierende Gespräche zu den Themen Mittelfristiger Finanzrahmen, außerschulische Bildung, Klimaschutz und Politische Bildung stattfinden. Mit dem Green Deal haben das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf der europäischen Ebene eine starke Verankerung gefunden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Im Sommer/Herbst 2021 wird voraussichtlich eine weitere Veranstaltung zum Thema Flucht und Migration durchgeführt. Ebenfalls ist eine stärkere Vernetzung der europapolitischen Ansprechpartner*innen der Jugend- und Diözesanverbände geplant. Im Sommer soll es – wenn es pandemisch möglich ist - eine gemeinsame Brüssel-Fahrt der im BDKJ europapolitisch Aktiven geben.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.6.1 EU-Ratspräsidentschaft und EU-Jugendkongress</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum 1. Juli 2020 übernahm Deutschland die Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union und übte diese Funktion bis zum 31. Dezember 2020 aus. In diesen Zeitraum fielen die oben genannten europapolitischen Entwicklungen. Die Ratspräsidentschaft und die Stellungnahme des BDKJ-Hauptausschusses anlässlich dieser wurden häufig thematisiert, unter anderem durch einen EU-Newsletter Anfang Oktober.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der EU-Jugendkonferenz vom 2. bis 5. Oktober 2020 war der BDKJ u. a. durch einen Workshop präsent, zur Rolle von Jugendverbänden in der politischen Bildung. Zudem kamen einige freiwillige Helfer*innen aus den Reihen des BDKJ.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die dritte European Youth Work Convention fand vom 7. bis zum 10. Dezember 2020 digital statt. Dort wurden relevante Zukunftsfragen zur rechtlichen und finanziellen Ausgestaltung der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Jugendverbandsarbeit in Europa beraten, die in den kommenden Jahren auf der nationalen und lokalen Ebene über den sogenannten „Bonn Process“ einfließen soll. Der BDKJ konnte einen Platz im deutschen Kontingent bei der europaweiten Veranstaltung ergattern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Möglichkeit der Mitwirkung bei den Jugendformaten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft konnte sehr gut für den BDKJ genutzt werden, um die katholische Jugend(verbands)arbeit im europäischen Kontext sichtbar zu machen und vor allem um die fachlichen Debatten auf europäischer Ebene mitzugestalten und mitzubekommen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird den bereits begonnenen „Bonn-Process“ zur Implementierung einer European Youth Work Agenda in den nächsten Monaten und Jahren begleiten. Dies soll insbesondere über die Strukturen der Jugendringe auf allen Ebenen und für die Bundesebene über die Mitarbeit im DBJR geschehen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.6.2 Europarat</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 18. November 2020 übernahm Deutschland den Vorsitz im Ministerkomitee des Europarats und wird diesen noch bis zum 21. Mai 2021 innehaben. Aus Anlass der Vorsitz-Übernahme wurde in den sozialen Medien über die Rolle des Europarates für die Wahrung der Menschrechte informiert. Im Kontext des Europarats besteht aus inhaltlichen Gründen und bezogen auf die Partnerschaftsstrukturen eine hohe Überschneidung mit dem Referat für internationale Jugendarbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Europarat ist für Menschenrechtsfragen im internationalen Kontext von großer Bedeutung, insbesondere für Jugendverbände in Ländern der östlichen Partnerschaft. Die Bildungs- und Aufklärungsarbeit in unseren eigenen Reihen ist uns deshalb wichtig, auch wenn der Europarat in Deutschland oftmals weniger bekannt und im politischen Diskurs weniger relevant ist.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Europatag am 9. Mai 2021 wird aufgegriffen, um über zurückgehende Räume für zivilgesellschaftliches Engagement in Europa zu informieren. Dazu werden die Kontakte des BDKJ zu anderen europäischen Jugendverbänden genutzt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.6.3 Europabüro für Katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemeinsam mit der afj, der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland (AKSB e. V.), der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB Deutschland e. V.) und der Europäischen Föderation für Katholische Erwachsenenbildung (FEECA) trägt der BDKJ das Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung in Brüssel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aufgabe des Europabüros ist die Vermittlung zwischen der katholischen Jugendarbeit in Deutschland und der Jugend- und Bildungspolitik der EU. Dazu leitet das Europabüro Anliegen seiner Träger an die EU weiter und kommuniziert aktuelle Entwicklungen in den entsprechenden Politikfeldern zurück. Die wichtigsten Informationen über die Aktivitäten des Europabüros werden auf dessen Internetseite veröffentlicht und viermal im Jahr per Newsletter versandt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thematisch befasste sich das Europabüro mit der Mittelallokation für die Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps im Mehrjährigen Finanzrahmen 2021 – 2027 der Europäischen Union, mit der Inklusion in beiden Programmen, sowie mit der Umsetzung von „Next Generation EU“ und der Aufbau- und Resilienzfazilität in Deutschland. Zu letzteren wurden eine Stellungnahme erarbeitet und Gespräche mit Vertreter*innen der EU-Kommission geführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 8. März 2021 veranstaltet das Europabüro in Zusammenarbeit mit afj und BDKJ ein EU-Fördermittel-Seminar zur neuen Förderperiode 2021 - 2023.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Europabüro hat auch im jetzigen Berichtszeitraum eine zentrale Rolle in der Information über und der Einflussnahme auf europapolitische Prozesse eingenommen. Die Zusammenarbeit mit den weiteren Trägerorganisationen ist zwar von Offenheit und Herzlichkeit geprägt, aufgrund der hohen Themenbreite jedoch inhaltlich nicht immer ganz konfliktfrei.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das Europabüro wird bei den europapolitischen Themen der nächsten Monate aktiv involviert bleiben und es dem BDKJ weiterhin ermöglichen, sich in Debatten auf der europäischen Ebene aktiv einzubringen. Ein Grundlagenseminar zu Erasmus+ für Förderneulinge wird voraussichtlich am 2. Juni 2021 stattfinden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.7 Internationale Jugendarbeit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In enger Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Düsseldorf und der afj wurde intensiv daran gearbeitet, die Kooperationen in der Internationalen Jugendarbeit trotz geschlossener Grenzen und ausfallender Maßnahmen am Leben zu erhalten. Ein wichtiger Aspekt war dabei die Unterstützung bei der Konzipierung für alternative, meist digitale Angebote.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Forschungsprojekt zur „Religiösen Dimension in internationalen Jugendbegegnungen“ startete mit zwei digitalen Formaten zum Praxisaustausch. Die Umsetzung des Forschungs­vorhabens verzögert sich aufgrund der anhaltenden Pandemielage, da derzeit kaum Daten zu aktuell laufenden Begegnungen aus der internationalen Jugendarbeit erhoben werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ ist durch Elisabeth Lüdeking auch in der neuen Arbeitsperiode (2021 - 2022) der DBJR AG Internationales vertreten und bringt dort die Interessen katholischer Träger in die Jugendpolitik ein. Die Entwicklungen in der internationalen Jugendpolitik werden weiterhin v. a. im Rahmen des DBJR beobachtet und begleitet. Hierzu zählten im letzten Jahr insbesondere die Entwicklung eines deutsch-griechischen Jugendwerks, die weiteren Überlegungen zur Bildung eines deutsch-amerikanischen Jugendwerks und die Auswirkungen des Brexit auf Erasmus+.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die oben aufgeführten Arbeitsbereiche und deren Relevanz für die katholische internationale Jugendarbeit werden stetig im Rahmen des Runden Tischs Internationale Jugendarbeit ausgetauscht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Stärkung internationaler Jugendarbeit bleibt eine große Herausforderung. Aufgrund von Corona sind beinahe alle angemeldeten Aktivitäten ausgefallen. Digitale Konzepte zu entwerfen benötigt hohe personelle Ressourcen und stellt vor allem Partnerorganisationen mit wenig Zugang zur digitalen Infrastruktur vor große Herausforderungen. Auch der Aufbau neuer Kooperationen wird so erschwert. Die aktuelle unklare Situation macht langfristige Planungen und Buchungen kompliziert oder sogar unmöglich. Gleichzeitig konnten durch Angebote wie connect.digital.international Formate geschaffen werden, die Trägern Tipps und Unterstützung bei der Planung digitaler Angebote zur Verfügung stellen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für die aktuellen Herausforderungen ist der Runde Tisch Internationale Jugendarbeit mit der afj und dem Jugendhaus Düsseldorf ein wichtiges Austauschgremium.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der BDKJ wird in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus und der afj auch weiterhin intensiv daran arbeiten, aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen und Unterstützungsarbeit im Interesse der Träger zu leisten. Dabei ist vor allem auch die Unterstützung unserer Partnerorganisationen, die finanziell und politisch durch die Pandemie weiter in Bedrängnis geraten sind, ein wichtiger Punkt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der BDKJ wird insbesondere im Rahmen der AG Internationale Jugendpolitik des DBJR Entwicklungen in diesem Feld kritisch begleiten und für die Interessen katholischer Träger eintreten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Viele Träger hatten darauf gesetzt, im Jahr 2021 wieder Maßnahmen durchführen zu können. Nachdem die Lage immer noch ungewiss ist, muss weiterhin daran gearbeitet werden, bestehende Kooperationen zu stärken und neue Wege der internationalen Zusammen­arbeit zu finden. Der BDKJ plant daher in Zusammenarbeit mit JHD und afj, das digitale Angebot für die internationale Jugendarbeit weiter auszubauen. Nach Ende der Pandemie wartet die große Aufgabe, den internationalen Bereich verstärkt zu fördern und wiederaufzubauen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.7.1 Corona-Pandemie und Internationale Jugendarbeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nachdem im Sommer die Hoffnung groß war, dass sukzessive wieder internationale Maßnahmen durchgeführt werden könnten, zeichnet sich aktuell ab, dass auch im Jahr 2021 vorwiegend digital geplant werden muss. Dies erschwert es, die Kontakte zu Partnerorganisationen zu halten und zu intensivieren bzw. neue Kooperationen aufzubauen. Die Unsicherheit unter Trägern ist groß, viele hatten gehofft, in 2021 ausgefallene Maßnahmen nachholen zu können. Dabei ist die Herausforderung, digitale Methoden und Formate für die internationale Jugendarbeit anwendbar zu machen. Hierfür kann mittlerweile auf eine Vielzahl von Angeboten und Handreichungen, wie z. B. von IJAB oder dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) zurückgegriffen werden. Gleichzeitig fühlen sich viele Aktive in der Anwendung noch unsicher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine weitere Herausforderung in der internationalen Jugendarbeit war die „Zoom-Müdigkeit“ und die Verbindlichkeit von internationalen Maßnahmen im digitalen Raum zu stärken. Einige Träger berichteten von Teilnehmenden, die nicht auftauchten oder nur teilweise anwesend waren. Zudem stellt sich für manche interkontinentale Kooperation auch die Frage nach ausreichend digitaler Infrastruktur sowie passender Zeitfenster aufgrund der teils großen Zeitunterschiede. Für den erstgenannten Aspekt ist meist die Herausforderung, dass die KJP-Richtlinien und andere bekannte Fördertöpfe es nicht ermöglichen, Equipment etc. für Partnerorganisationen anzuschaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Unterstützung von Trägern sowie das Netzwerken mit anderen Organisationen und Verbänden, um die internationale Jugendarbeit aufrecht zu erhalten, ist die derzeit größte Herausforderung. Dies erfordert es, Angebote für alternative, vor allem digitale Konzepte weiter auszubauen. In Kooperation mit der Förderabteilung und der afj erfolgt daher gerade eine Anpassung der bestehenden Dienstleistungen, außerdem wurden bestehende Formate wie connect.digital.international weiter ausgebaut. Zudem begann das Referat, sich mit den verantwortlichen DVs in Verbindung zu setzen, um Stimmungen und Bedarfe im Verband zu erheben.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Für das laufende Jahr ist in Zusammenarbeit mit afj und Förderabteilung geplant, Videos zu Methoden und Fördermöglichkeiten zu produzieren. Diese soll es Trägern ermöglichen, möglichst niedrigschwellig Informationen und Ideen zur Gestaltung digitaler Angebote zu erhalten. Darüber hinaus soll das Angebot auf der Website www.inernationale-katholische-jugendarbeit.de weiter ausgebaut werden. Eine wichtige Aufgabe wird es auch sein, bezüglich der neuen KJP-Richtlinien zur Durchführung digitaler internationaler Jugendbegegnungen zu beraten. Da es meist ressourcen- und personalintensiver ist, digitale Vorhaben umzusetzen, wird es auch notwendig sein, diesbezüglich Ideen und Angebote zu entwickeln.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.7.2 Zusammenarbeit mit der Ukraine</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit 2016 finden Aktivitäten des BDKJ mit ukrainischen Partnerorganisationen u. a. Fachkräfteaustauschprogramme etc. statt. Von August bis September 2020 setzte der BDKJ zusammen mit dem Nationalen Jugendrat der Ukraine (NYCU), der katholischen Studierendenorganisation Obnova Lviv und dem DBJR ein vom Auswärtigen Amt gefördertes Projekt um. Fokus waren die Stärkung der jungen Zivilgesellschaft in den Ländern der östlichen Partnerschaft am Beispiel der ukrainischen Partnerstrukturen sowie die Stärkung der Erinnerungsarbeit. Im Laufe des Sommers musste das Konzept pandemiebedingt mehrmals angepasst werden. So fanden alle binationalen Veranstaltungen des Projekts digital statt, ein geplanter Fachkräfteaustausch in Lviv sowie ein Vorbereitungstreffen in Deutschland konnten nicht stattfinden. Auch ein Teil der Maßnahmen in der Ukraine wurde in digitale Maßnahmen umgewandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ setzte in Zusammenarbeit mit Obnova Lviv die Projektsäule Gedenkkultur um. Hierfür gab es ein dreitägiges Online-Seminar zu Erinnerungsarbeit in der internationalen Jugendarbeit. Darauf aufbauend fand Obnova-intern ein Netzwerktreffen statt, um die Verbandsstrukturen sowie das Thema Erinnerungsarbeit zu stärken. Zudem fand ein binationaler Workshop zu Digital Storytelling statt. Abgeschlossen wurde die Projektsäule durch ein Dialog-Forum mit deutschen und ukrainischen Expert*innen aus der Erinnerungsarbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Projekt zeigte, dass es einen hohen Gesprächsbedarf und gleichzeitig auch eine gewisse Sprachlosigkeit in der deutsch-ukrainischen Erinnerungsarbeit gibt. Die verschiedenen methodischen Ansätze waren zur Annäherung an die Thematik sehr hilfreich.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mit dem Projekt konnte ein nächster Schritt in der Zusammenarbeit sowohl mit dem NYCU als auch mit Obnova getan werden. Das Projektteam reagierte sehr flexibel auf die sich stetig ändernde Pandemielage in beiden Ländern und konnte dadurch das Projekt erfolgreich umsetzen. Das neu beantragte Projekt für das Haushaltsjahr 2021 wird derzeit konzipiert. Dabei kann auf die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse des letzten Jahres aufgebaut werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Insbesondere um Strukturen der Partnerorganisationen NYCU und Obnova zu stärken, ist es von großer Bedeutung, die Kooperation aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Fokus des neuen Projekts wird das Thema „Digital Citizenship: Strengthening virtual and physical youth advocacy skills to counter shrinking spaces for civil society”. Dem liegt zugrunde, dass einerseits die zunehmende Einschränkung zivilgesellschaftlicher Handlungs­räume ein weltweites Phänomen ist, das auch Jugendverbandsarbeit unter Druck setzt und gefährdet. Hinzu kommt die Beobachtung, dass die Bewegungsräume für junge Menschen aufgrund der Pandemie sehr klein geworden sind, sie in außergewöhnlich hohem Maße von den Einschränkungen betroffen sind und es ihnen gleichzeitig kaum möglich ist, ihre Bedürfnisse und politischen Forderungen in den politischen Diskurs einzubringen. Das Projekt will junge Menschen empowern und ihnen Mittel und Tools an die Hand geben, damit sie auch im digitalen Raum auf sich und ihre Forderungen aufmerksam machen können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.7.3 Shrinking Spaces for civil society</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Phänomen der sogenannten „Shrinking Spaces“ („kleiner werdende Räume für die Zivilgesellschaft“) ist eine Entwicklung, die weltweit immer weiter voranschreitet. Es bedeutet, dass das Handeln zivilgesellschaftlicher Akteur*innen z. B. durch bürokratische Schikanen eigenschränkt oder diese Akteur*innen im schlimmsten Fall sogar bedroht, willkürlich verhaftet oder getötet werden. Shrinking Spaces wird vor allem für BDKJ-Partnerstrukturen im Ausland zunehmend zum Problem, wie zum Beispiel in der Ukraine oder in Belarus. Doch auch in Deutschland ist eine derartige Entwicklung zu beobachten, so zum Beispiel, indem Menschen, die sich für die Rechte Geflüchteter einsetzen, kriminalisiert werden. Zusammen mit vielen anderen Organisationen engagiert sich der BDKJ daher in der VENRO-AG „Stärkung Zivilgesellschaftlicher Handlungsräume“ und bringt dort insbesondere seine Expertise aus der partnerschaftlichen Arbeit mit Jugendorganisationen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Thema spielt sowohl im Rahmen der Pandemiebekämpfung als auch für die Perspektive nach der Pandemie eine große Rolle. Es können nur dann internationale Kooperationen gestärkt und wiederaufgebaut werden, wenn die BDKJ-Partner­organisationen weiterarbeiten können. Wir können nur dann Internationale Jugendarbeit als Friedensprojekt nutzen, wenn transnationale Zusammenarbeit für beide Seiten uneingeschränkt und eingebettet in demokratische Strukturen möglich ist. Gleichzeitig sollte die Innenperspektive nicht verloren gehen: Auch in Deutschland steht die Zivilgesellschaft unter Druck, z. B. aufgrund rechter Extremist*innen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den kommenden Monaten soll zunächst anhand der bestehenden Beschlusslage eine Standortbestimmung erfolgen. Diese soll deutlicher aufzeigen, wie sich der BDKJ bzgl. seines Verständnisses von Zivilgesellschaft im internationalen Kontext positioniert und welche politischen Strategien und Forderungen sich daraus für die Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen und politischen Akteuren ableiten lässt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.8 Entwicklungspolitik, Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.1 Kritischer Konsum</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Bereich Kritischer Konsum setzt sich der BDKJ mit den Themen Fairer Handel und öko-fairem Konsum auseinander. Im Fokus stehen soziale und ökologische Kriterien beim privaten Konsum, im Jugendverband sowie bei kirchlicher und öffentlicher Beschaffung. Die Website www.kritischerkonsum.de regt zum öko-fairen Konsum an und gibt praktische Tipps, wie dieser im Alltag gestaltet werden kann. Im vergangenen Jahr wurde die Website weiter ausgebaut. Viele Artikel wurden aktualisiert und neue Artikel verfasst, z. B. zum Thema Insekten oder Milchkonsum. Katharina Flock hat die Seiten bis Dezember 2020 redaktionell betreut. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Katharina für die gute Zusammen­arbeit und ihre vielen Ideen. Im Januar 2021 wurden die Stellen der studentischen Hilfs­kraft Social Media BDKJ und die studentische Hilfskraft für Kritischer Konsum zusammengelegt. Seit Februar 2021 ist Thomas Gies als Redakteur für die Betreuung der Website zuständig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Website bietet gute und vielseitige Hinweise zum kritischen Konsumieren. Besonders die Übersicht der Verbände bietet eine gute Ideensammlung.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Um neue Zielgruppen zu erreichen, wird im Frühjahr 2021 ein Instagram-Kanal aufgebaut. Die Seite zur Übersicht der Aktivitäten der Verbände wird weiter ausgebaut und die Website wird stetig weiterentwickelt.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.2 Fairer Handel</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>2.8.2.1 Kompetenzzentrum zur Bildungsarbeit im Fairen Handel</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Projekt „Kompetenzzentrum zur Bildungsarbeit im Fairen Handel“ wird gemeinsam mit MISEREOR durchgeführt. Das Kompetenzteam zum Fairen Handel besteht aus neun Engagierten aus den Jugendverbänden im BDKJ. Diese engagieren sich nun bereits seit einem Jahr für den Fairen Handel, bilden sich fort und tauschen sich über aktuelle Themen aus. Im September 2020 hat das erste Seminar des Kompetenzteams stattgefunden. Inhalte des Seminars waren die Vorstellung der Aktivitäten der Verbände, erste Überlegungen zur eigenen Aktion zum Fairen Handel im Verband, eine Videokonferenz mit Fairtrade Africa nach Nairobi zum Thema Klimawandel sowie ein Workshop mit MISEREOR und TransFair. Vom 22.-24. Januar 2021 hat das zweite Seminar des Kompetenzteams stattgefunden. Die Teilnehmer*innen arbeiten aktuell an ihren eigenen Projekten zum Fairen Handel, die sie in ihren Verbänden umsetzen werden. Informationen zu den Projekten werden über den BDKJ.direkt verbreitet. Die Projektlaufzeit endet am 31. Dezember 2021. Die Konzertierung für ein Folgeprojekt ist in Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Kompetenzteam ist ein sehr wertvolles Team und hat viele spannende Ideen zum Fairen Handel. Es entwickelt Impulse und trägt diese durch die eigenen Projekte in die Verbände. Darüber hinaus findet ein guter Austausch zum Thema Fairer Handel zwischen den Verbänden statt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den nächsten Monaten werden die Projekte des Kompetenzteams vorgestellt und verbreitet. Die geplante Studienreise nach Uganda wird aufgrund der Pandemie abgesagt. Der alternative Fair Trade Trip im Oktober 2021 hat verschiedene Stationen und ermöglicht einen Austausch mit verschiedenen Organisationen des Fairen Handels und politischen Entscheidungsträger*innen: Die Stationen reichen von der GEPA, über TransFair und MISEREOR bis zum Europäischen Parlament und Dachverbänden in Brüssel.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>2.8.2.2 TransFair e. V.</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kooperation mit TransFair läuft sehr gut. Der BDKJ beteiligt sich regelmäßig an Kampagnen von TransFair und es finden regelmäßige Austauschgespräche statt. Der BDKJ ist durch Clemens Kienzler im Aufsichtsrat von TransFair vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Kooperation mit TransFair ist wertvoll für den BDKJ und unterstützt uns in vielen Aktivitäten zum Fairen Handel.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Auch im nächsten Jahr ist die Zusammenarbeit im Rahmen verschiedener Kampagnen sowie mit dem Kompetenzzentrum zur Bildungsarbeit im Fairen Handel geplant.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.3 Klimapolitik und -gerechtigkeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Hauptausschuss hat im September 2020 klar gefordert, dass das Pariser Klimaziel von einer Temperaturerhöhung von maximal 1,5 Grad erreicht werden muss. Europa soll 2050 durch den European Green Deal der erste klimaneutrale Kontinent werden. Mit diesem Beschluss arbeitete der Bundesvorstand in der Klima Allianz und in zahlreichen Gesprächen weiter, u. a. mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Andreas Glück, MdEP.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesvorstand beschloss außerdem, dass der BDKJ selbst Mitglied im Ökumenischen Netzwerk Klimaschutz wird, wo er bisher nur in Vertretung des ZdK beteiligt ist. Auch will der Bundesvorstand Gründungsmitglied des neuen Vereins zur Klima-Allianz werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zusammenarbeit mit der KLJB bewertet der Bundesvorstand als sehr positiv, gelingend und konstruktiv. In regelmäßigen Treffen finden Abstimmungen zu Positionen und zur Wahrnehmung der Außenvertretung statt. Außerdem stimmt sich der Bundesvorstand zu öffentlichen Äußerungen zur Klimapolitik und Klimagerechtigkeit mit der KLJB ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>2.8.3.1 Klima Allianz Deutschland</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ ist Mitglied in der Klima Allianz Deutschland und nimmt regelmäßig an Vernetzungsrunden der Klima Allianz teil. Die Klima Allianz leitet ihren Mitgliedern wertvolle und gut aufgearbeitete Informationen zur aktuellen politischen Situation weiter. Zur Bundestagswahl hat die Klima Allianz Forderungen veröffentlicht. Die Klima Allianz ist weiterhin ein wichtiges Netzwerk zu politischen Akteur*innen. So konnte Gregor Podschun (Bundesvorsitzender) beispielsweise in einem Gespräch mit Bundesministerin Svenja Schulze die Forderungen des BDKJ in die Arbeit des BMU einbringen. Dazu ist der BDKJ in der Jugendbank im Aktionsbündnis Klimaschutz des BMU vertreten und nimmt an der Vernetzung und den Austauschen im Rahmen der Jugendbank teil.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bisher wurde der BDKJ insbesondere durch die KLJB in der Klima Allianz vertreten. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Themas für junge Menschen hat der Bundesvorstand gemeinsam mit der KLJB nun entschieden, die Aktivitäten in der Klima Allianz als eigener Akteur zu erhöhen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Zusammenarbeit in der Klima Allianz und die Kooperation mit der KLJB bewertet der Bundesvorstand als sehr positiv und konstruktiv. Als Mitglied der Klima Allianz erhalten wir wertvolle Fachinformationen und können unsere Positionen vertreten.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Klima Allianz wird sich als eingetragener Verein gründen. Der Bundesvorstand hat entschieden, Gründungsmitglied zu werden und die Arbeit der Klima Allianz weiterhin konstruktiv zu begleiten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>2.8.3.2 Ökumenisches Netzwerk Klimaschutz</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ von der Konferenz Weltkirche beauftragt, das ZdK im Trägerkreis des ÖNK zu vertreten. Dies erfolgt durch Lena Wallraff (Bundesstelle). Das ÖNK vernetzt kirchliche Akteure und stärkt das Thema Klimagerechtigkeit im innerkirchlichen und gesellschaftlichen Diskurs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Netzwerk hat im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht. Die Mitgliederzahl wächst und das Netzwerk trägt dazu bei, dass die ökumenische Vernetzung zum Thema Klimagerechtigkeit vorangetrieben wird und kirchliche Akteure in ihrer Positionierung zu Klimagerechtigkeit gestärkt werden. Der BDKJ ist nun auch offizielles Mitglied im ÖNK.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das ÖNK wächst weiter und wird sich in den nächsten Monaten im Zuge der Bundestags­wahl klar zum Thema Klimagerechtigkeit positionieren. Im Hintergrund werden Gespräche mit verschiedenen Abgeordneten geführt, um das Thema Klimagerechtigkeit im Wahljahr stark zu machen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.4 Kooperation mit MISEREOR</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kooperation mit MISEREOR läuft weiterhin sehr gut. Neben dem Projekt „Kompetenz­zentrum zur Bildungsarbeit im Fairen Handel“ führen BDKJ und MISEREOR jährlich die BDKJ/MISEREOR-Jugendaktion durch. Die Jugendaktion wurde neu konzipiert und heißt jetzt „ZUSAGE – Jugendaktion globaler Solidarität“. Dieses Jahr beschäftigt sich die Aktion mit dem Thema globale Klimagerechtigkeit. Projektpartner ist Project90 aus Südafrika. Vom 6. bis 11. Juni 2021 findet eine Sommerakademie in Berlin statt. Weitere Informationen dazu und Materialien sind unter www.zusage.global zu abzurufen. Der BDKJ ist regelmäßiger Gast in der internen Fairhandelsrunde von MISEREOR.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Jugendaktion hat sich zur „ZUSAGE – Jugendaktion globaler Solidarität“ weiterentwickelt. Die Aktion ist politischer geworden und bringt junge Menschen mit Entscheidungsträger*innen zusammen. Dies begrüßt der Bundesvorstand sehr.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den nächsten Monaten steht die Durchführung der Sommerakademie im Mittelpunkt. Das Programm steht bereits fest, und es wurden Termine mit spannendenden Gesprächspartner*innen vereinbart.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.5 Initiative Lieferkettengesetz</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ ist Unterstützungsorganisation der Initiative Lieferkettengesetz. Gemeinsam mit mittlerweile 124 Organisationen hat sich der BDKJ in den vergangenen Monaten über verschiedenste Social-Media-Aktivitäten und Aktionen für ein Lieferkettengesetz eingesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Kampagne wird durch das Kampagnenbüro sehr gut begleitet. Die JVs und DVs haben die Aktionen vielfältig verbreitet und das Thema in Gespräche mit Entscheidungs­träger­*innen mitgenommen. Dass es das Gesetz in den Bundestag geschafft hat, ist bereits ein großer Erfolg des Bündnisses.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Nach der Verabschiedung des Gesetzesentwurfs im Kabinett wird der Entwurf in den nächsten Wochen im Bundestag beraten. Da wir starken Bedarf für Nachbesserungen erkennen, werden wir uns weiter für die für uns wichtigen Punkte einsetzen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.6 Kampagne für Saubere Kleidung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kampagne für Saubere/Clean Clothes Campaign (CCC) ist zentraler Akteur der Zivilgesellschaft mit dem Fokus aus textile Lieferketten und Teil des internationalen Netzwerkes. Der BDKJ ist im Trägerkreis vertreten und engagiert. Seit Sommer 2020 ist Isabell Ullrich die neue Koordinatorin der Kampagne und hat die Nachfolge von Christiane Schnura angetreten, die viele Jahre für die CCC tätig war. Im letzten Jahr stand der Prozess der Vereinsgründung im Vordergrund, welcher erfolgreich durchgeführt wurde. Die Vereinsgründung war strukturell notwendig, da so der neue Verein z. B. selbst berechtigt ist, Projektanträge zu stellen. Der BDKJ ist Gründungsmitglied.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Kampagne für Saubere Kleidung ist ein wichtiges Netzwerk, um das Themenfeld zu stärken und Akteure zusammen zu bringen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Nach der Vereinsgründung steht nun die Neugestaltung der Arbeit des Vereins mit dem neu gewählten Vorstand an.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.7 Rat für Nachhaltige Entwicklung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lisi Maier (Bundesvorsitzende) wurde im Januar 2020 für drei Jahre von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den RNE berufen. Der RNE berät die Bundesregierung seit 2001 bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Außerdem trägt der Rat das Thema Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Öffentlichkeit. Die Bundesregierung gab mit der Berufung des DBJR der Jugend eine feste Stimme im Rat. Alle Mitglieder des 15-köpfigen Rats sind auf der Website des RNE zu finden. Lisi Maier arbeitet dabei insbesondere in den AGs Grundlagenfragen, Internationale und Europäische Fragen und Nachhaltiger Konsum mit und versucht die Perspektive der Jugendverbände vor allem in den Ratssitzungen in das Beratungsgremium der Bundesregierung entsprechend einzubringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Sitzungen spielte das aktuelle Schwerpunktthema des Rats, das Klima­neutralitätsprojekt mit Wissenschaftler*innen der Leopoldina die größte Rolle. Weitere Themen waren u. a. die Vorbereitung der Jahrestagung und dort das Thema Jugend­beteiligung, das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit, die Corona-Pandemie auch im Kontext der globalen Gesundheitspolitik und die Weiterentwicklung der deutschen Nach­haltig­keits­strategie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es kann positiv bewertet werden, dass der BDKJ über den DBJR die Möglichkeit bekommen hat, im RNE mitzuwirken, auch wenn eine solche Außenvertretung zusätzliche Ressourcen im Bundesvorstand bindet. Mittlerweile konnte eine gute Absprachepolitik zwischen BDKJ und DBJR gestaltet werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Neben den Themen Klimawandel und Weiterarbeit an der Beschaffungspolitik der Bundesregierung muss es den Jugendverbänden — insbesondere dem BDKJ — ein großes Interesse sein, auch soziale Nachhaltigkeitsthemen zu setzen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.8.8 Weitere Kooperationspartner*innen Entwicklungspolitik / Fairer Handel</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus findet mit weiteren Akteur*innen und Kreisen ein regelmäßiger Austausch statt, wie mit dem Forum Fairer Handel (AG Grundsatz und Politik, AG Bildung), GEPA (Gesellschafterversammlung), Justitia et Pax (Mitglied der Kommission Justitia et Pax und Mitglied in der Resonanzgruppe zur sozial-ökologischen Transformation) und Katholischer Fonds (beratendes Mitglied in Vergabesitzungen).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.9 Friedensethik und Soldat*innenfragen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Junge Menschen müssen Sicherheit und Raum für die eigene Entfaltung erfahren können – in Deutschland und weltweit. Der BDKJ ringt daher im Interesse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen weltweit darum, dass sie in einer friedlichen und gerechten Ordnung aufwachsen und ihr Leben und ihre Zukunft gestalten können. Zum Engagement für Menschen, deren Leben durch bewaffnete Konflikte und gravierende Menschenrechtsverletzungen bedroht sind, gehört daher auch die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Dabei muss auch um die Frage gerungen werden, ob der Einsatz militärischer Gewalt als äußerstes Mittel gerechtfertigt sein kann, um Menschen zu schützen und einen Raum für eine friedliche Entwicklung überhaupt zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Interesse der jungen Menschen, die als Soldat*innen Verantwortung übernehmen, achtet der BDKJ auf die Ausgestaltung des Wehrdienstes, beispielsweise mit Blick auf die Menschenführung oder auch die Integration in ihr ziviles Umfeld. Ergänzend dazu informiert und motiviert die aktion kaserne, eine Initiative der Jugendverbände im BDKJ, junge Soldat*innen über ihre Möglichkeiten zur Partizipation und zu ehrenamtlichem Engagement.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.9.1 Friedensethik</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir befinden uns in einer Phase, in der viele sicherheitspolitische Veränderungen in der Welt zu einer größeren Unsicherheit beitragen: Krisen an der europäischen Peripherie, insbesondere im Osten und im Nahen Osten, autoritäre Entwicklungen in einigen Staaten, weltweit gestiegenen Ausgaben für Rüstung und auch die gestiegenen Rüstungsexporte aus unserem Land. Zu welchen sicherheitspolitischen Herausforderungen die Corona-Pandemie führen wird, ist noch nicht absehbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen versucht der Bundesvorstand dem friedenspolitischen Bewusstsein in Politik und Gesellschaft mehr Gehör zu verschaffen. Dazu bringen wir uns v. a. mit den konkreten Forderungen des Beschlusses „Frieden ist mehr wert! Frieden und Sicherheit weiterentwickeln – Perspektive für alle jungen Menschen schaffen“ in die Debatten ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vorrangige Methode sind aktuell Gespräche und die Teilnahme an Videokonferenzen verschiedener Organisationen – die thematische Bandbreite reicht dabei vom „Waffen­exportverbot“ über „Möglichkeiten von Krisenintervention mit nichtmilitärischen Mitteln“ bis hin zum Thema „Europäische Armee“. Ergänzend dazu betont der Bundesvorstand gemeinsam mit der „aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel“, die vom BDKJ auch getragen wird, stets unsere Kritik an Waffenexporten in Drittstaaten und an den Kleinwaffen­exporten. Eine Online-Veranstaltung unter dem Label „Wir machen weiter Bildung“ führten wir zur aktuellen Situation in Belarus durch. Dabei diskutierten wir mit Prof. Heinz-Gerhard Justenhoven (Direktor des Instituts für Theologie und Frieden) und mit einem Delegierten des RADA (belarussischer Jugendring) über die dortige Situation und Handlungsoptionen der EU.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in diesem Jahr haben wir gemeinsam mit anderen katholischen Verbänden die Arbeitshilfe zum Weltfriedenstag erstellt. Das Motto lautet: Die Kultur der Achtsamkeit<br>
als Weg zum Frieden. Wir haben sie aufgrund der Pandemielage ausschließlich online be­worben und auch darum geworben, sie als Impuls für andere pandemiegerechte Gebetsformen zu nutzen. Für uns überraschend war die Nachfrage trotz der Pandemielage recht gut. (www.weltfriedensgebet.de).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand engagiert sich weiter in den friedenspolitischen Zusammenschlüssen, die Kontakte zu Akteur*innen in dem Feld werden weiterhin gepflegt. Der Bundesvorstand wird auch weiterhin auf die Forderungen des Beschlusses „Frieden ist mehr wert!“ und auf die Problematik der Waffenexporte hinweisen, auf ihr grundsätzliches Verbot hinwirken und mehr Transparenz einfordern. Mit Blick auf den kommenden Katholik*innentag möchte der Bundesvorstand in einem Format die friedensethischen Auswirkungen der Corona-Pandemie thematisieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.9.2 Soldat*innenfragen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Arbeitsschwerpunkte des Referates für Soldat*innenfragen sind neben der friedensethischen Zuarbeit für den Bundesvorstand die Geschäftsführung der aktion kaserne und die Vertretungsarbeit in den Gremien von Militärseelsorge und Streitkräften (Gemeinschaft katholischer Soldaten (GKS), Katholische Arbeitsgemeinschaft Soldatenbetreuung, Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften (ZeBis), Netzwerk der Hilfe und der AG „Dienste für den Frieden“ der deutschen Kommission Justitia et Pax).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die nach wie vor gute Zusammenarbeit mit diesen Organisationen lief im Berichtsjahr vorwiegend auf Arbeitsebene, in individueller Zusammenarbeit und digital. Die großen Konferenzen der Organisationen wurden nicht digital durchgeführt, sondern ins kommende Jahr verschoben. Angeboten wurden Online-Veranstaltungen sowohl in den jeweiligen Netzwerken, als auch als Angebote für unsere Zielgruppen, hier insbesondere gemeinsam im Netzwerk der Hilfe, den Sachausschüssen der GKS und der aktion kaserne.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Angebote der aktion kaserne werden detailliert im Rechenschaftsbericht der aktion kaserne auf der Bundeskonferenz der Jugendverbände im Herbst vorgestellt. Ein Beispiel über die Seminare der aktion kaserne zur politischen Bildung wurde im BDKJ.konkret dargestellt. Der Referent für Soldat*innenfragen konnte z. B. im 16. Kinder- und Jugendbericht und auch im Forum der zugehörigen AGJ-Fachtagung unsere Expertise zu „Politische Bildung in der Bundeswehr“ einbringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erwähnt werden soll an dieser Stelle auch, dass auch im letzten Jahr wieder das Friedenslicht aus Bethlehem gemeinsam mit den Pfadfinder*innenverbänden an die Militärseelsorge in Köln-Wahn übergeben und von dort zu den Soldat*innen im Einsatz geflogen wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit den Online-Angeboten können Menschen erreicht und vernetzt werden, mit denen vorher schon ein guter Kontakt bestand. Sehr schwierig ist es dagegen, neue Kontakte zu knüpfen. Von daher hofft der Bundesvorstand im kommenden Jahr wieder auf mehr Präsenzveranstaltungen, da dies für Themen und Zielgruppen besser geeignet ist. Auf dem Weg dahin hat er und viele andere Akteur*innen hybride Veranstaltungsformate geplant, deren erste Teile online sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.9.3 Kontakt zum Katholischen Militärbischofsamt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Katholischen Militärbischofsamt (KMBA) und auch den verschiedenen Einrichtungen der katholischen Militärseelsorge gibt es regen Austausch und aktive Zusammenarbeit sowohl auf der Leitungs- als auch auf der Arbeitsebene. Thematisch geht es dabei vor allem um sicherheitspolitische Themen und um das Engagement der aktion kaserne.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Jahresgespräch im KMBA hat in einer sehr konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Das Verhältnis zueinander ist von gegenseitigem Wohlwollen und von Interesse füreinander geprägt. Die Zusammenarbeit wird von der Überzeugung getragen, etwas für junge Soldat*innen zu erreichen. Gleichzeitig ist die aufrichtige Auseinandersetzung mit friedensethischen Fragestellungen für die Militärseelsorge ebenso wichtig wie für den BDKJ.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inhaltlich stand beim Jahresgespräch der Austausch zwischen der katholischen Militärseelsorge, dem BDKJ und der aktion kaserne im Fokus. Themen waren beispielsweise die aktuelle Lage, der Bericht der aktion kaserne, der Synodale Weg sowie Ökumenischer Kirchentag und Katholik*innentag.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die wertschätzende und bereichernde Zusammenarbeit mit dem KMBA und der aktion kaserne will der Bundesvorstand gerne fortsetzen und dies auch nutzen, um die friedensethische Position des BDKJ weiter in Kirche, Politik und Gesellschaft zu bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.10 Freiwilligendienste</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.10.1 Nationale Freiwilligendienste - Freiwilliges Soziales Jahr<br>
und Bundesfreiwilligendienst</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Freiwilligenzyklus 2019/20 sind die Freiwilligenzahlen im FSJ und BFD im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Gründe dafür liegen oft in regionalen Besonderheiten und erhöhten Abbruchzahlen von Freiwilligendienstleistenden. Die Corona-Pandemie hingegen wirkt sich nicht negativ auf die Freiwilligenzahlen aus. Im Gegenteil – in einigen Regionen ist die Nachfrage sogar gestiegen. Dies liegt beispielsweise an abgesagten Ausbildungsplätzen für junge Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Größte Auswirkung auf die Inlandsfreiwilligendienste hat die Pandemie im Bereich der Bildungsarbeit (Umstellung von Präsenzseminaren auf digitale/hybride Seminare). Entsprechend fand in der katholischen Trägergruppe im Berichtszeitraum mehrfach Austausch rund um digitale Bildungsarbeit statt. Perspektivisch sollen gemeinsam Anforderungen für digitale Bildungsformate entwickelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Juli 2020 hat die Hashtag-Aktion #wertvolljahr stattgefunden, um das Engagement vieler Freiwilliger – insbesondere während der Corona-Pandemie – sichtbarer zu machen. Es wurde eine offene Web-Applikation entwickelt, auf der die Freiwilligen, Einrichtungen und Träger unkompliziert und ohne Anmeldung Inhalte für Social Media erstellen konnten. Die Forderung nach mehr Anerkennung und Wertschätzung in den Freiwilligendiensten wurde außerdem im Dezember 2020 erneut durch den Aktionstag zur „freien Fahrt für Freiwillige“ untermalt. In einigen Bundesländern wurden die Forderungen nach kostenlosen Tickets mittlerweile umgesetzt oder es gibt zumindest vergünstigte Fahrkarten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei den digitalen Trägerkonferenzen vom 24. bis 26. November 2020 hat die katholische Trägergruppe die in den vergangenen Jahren überarbeiteten Qualitätsstandards verabschiedet. Die Qualitätsstandards unterstützen Träger und Einsatzstellen bei ihrem internen Qualitätsmanagement und sind gleichzeitig Grundlage für die Qualitätsprüfung, welche die katholische Trägergruppe als interne Fremdevaluation organisiert hat. Mit der Verabschiedung des Handbuchs durch die Trägerkonferenz liegt ein wichtiger Baustein für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Profils der qualitätsvollen Freiwilligenarbeit in der katholischen Trägergruppe vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das bundeszentrale Treffen der Sprecher*innen der katholischen Trägergruppe fand im Februar 2021 digital statt. Neben Erfahrungsaustausch wurden politische Forderungen der Freiwilligen diskutiert und formuliert. Svenja Stadler (MdB, SPD) nahm sich eine Stunde Zeit für die zentralen Forderungen der Freiwilligen, die diese kreativ und mit viel persönlichem Engagement vorstellten und diskutierten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das BMFSFJ hat für den Assistenzbedarf in den Freiwilligendiensten ca. 6 Mio. EUR im Haushalt bereitgestellt. Das Ministerium plant ein Projektmodell für den Jahrgang 21/22, das die Förderung von Freiwilligen im Umfang von monatlich 650 EUR vorsieht. Wir begrüßen das Projekt und das damit verbundene Verständnis, das eine Umsetzung inklusiver Maßnahmen mehr Gelder als die Regelfördersummen bedarf. Allerdings ist der angewandte Inklusionsbegriff des BMFSFJ sehr eng. Die Förderung bezieht sich auf Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Bundestagswahl zeichnet der Bundesvorstand ein Papier des BAK FSJ mit, das sich auf die Weiterentwicklung der Freiwilligendienste und Anerkennung des Engagements fokussiert. Mit dem Ziel, bestehende Freiwilligendienste zu stärken und attraktiver zu machen, um mehr Menschen die Entscheidung für ein gesellschaftliches Engagement aus eigenem Antrieb zu ermöglichen, grenzt er sich auch von verschiedenen Konzepten rund um eine Dienstpflicht oder auch dem Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.10.2 Freiwilligendienst „weltwärts“ und Internationaler Freiwilligendienst -<br>
Freiwilliges Internationales Jahr</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren im Bereich der internationalen Freiwilligendienste weiterhin stark zu spüren. Im Programm „weltwärts“ sind seit Spätsommer 2020 zwar wieder Ausreisen möglich, allerdings unter strengen Auflagen. Hier ist vor allem die Reisewarnung des Auswärtigen Amts zu nennen, sodass Ausreisen in lediglich zwei bis fünf Länder (je nach aktueller Lage) möglich sind. Dies hatte zur Folge, dass ca. zwei Drittel der 460 Freiwilligen des katholischen Konsortiums ihren Dienst noch vor Antritt stornierten. Die verbliebenen Freiwilligen warteten entweder auf ihre Ausreise oder begannen ihren Dienst in Deutschland: Ausnahmsweise war es nämlich in diesem Jahrgang möglich, dass Freiwillige sich in Deutschland im Bereich der SDG-Tätigkeiten maximal sechs Monate engagieren, bis eine Ausreise möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Süd-Nord-Komponente waren Einreisen zwar durchgehend erlaubt, allerdings bestand bis November 2020 ein Einreiseverbot für Staatsbürger*innen aus Nicht-EU-Ländern. Die kontinuierliche Lobbyarbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure hatte Erfolg, sodass Freiwillige ab November 2020 vom Einreiseverbot ausgenommen wurden. Dennoch konnten bisher nur wenige Freiwillige nach Deutschland einreisen, unter anderem, da die Visavergabe in den deutschen Botschaften nur sehr langsam verlief.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dank der vielen coronabedingten Sonderregelungen in Nord-Süd, für die sich der Katholische Verbund gemeinsam mit den anderen Interessensverbünden eingesetzt hatte, konnten die Träger ihre anfallenden Personal- und Sachkosten auch bei nichtstattfindenden Ausreisen decken. Nach vielen erfolglosen Versuchen erreichten die Interessensverbünde Anfang Januar 2021 schließlich, dass auch für Süd-Nord Sonderregelungen umgesetzt und somit das Überleben der Träger gesichert wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zugleich verursachten die Sonderregelungen auch einen erhöhten Beratungsbedarf bei den Trägern. Das Referat war neben der allgemeinen Beratung auch viel damit beschäftigt, die Handhabung von immer wieder auftretenden Sonderfällen mit der Koordinierungsstelle „weltwärts“ abzuklären. Einen weiteren Mehraufwand bei der Administration im Konsortium verursachten die vielen Änderungsanträge, die das Konsortium regelmäßig einreichen musste, um ausreichend Fördermittel für die sich stetig ändernden Bedarfe der Träger bereitstellen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich zur individuellen Beratung organisierte das Referat im Sommer 2020 zwei digitale Workshops zur Mittelbewirtschaftung. Neben den administrativen Abläufen in einem regulären Jahrgang erklärte Benedikt Pees (Bundesstelle) den Teilnehmenden die coronabedingten Sonderregelungen. Der erhöhte Beratungsbedarf spiegelte sich in der Teil­nehmendenzahl wider: An den Workshops nahmen je 30 bis 40 Mitarbeitende der Träger teil.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>2.10.2.1 Katholischer Verbund Internationale Freiwilligendienste</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Katholische Verbund Internationale Freiwilligendienste nimmt die politische Interessenvertretung der katholischen Träger wahr und vernetzt die Träger untereinander. Der BDKJ/JHD nimmt neben Fid/AGIAMONDO und MISEREOR/KZE eine führende Position innerhalb des Verbunds ein: Wolfgang Ehrenlechner ist Vorsitzender des Sprecher*innenkreises des Kath. Verbunds, Benedikt Pees übernimmt mit Julia Meissner (Fid/AGIAMONDO) die Geschäftsführung des Kath. Verbunds. Benedikt Pees vertritt den Kath. Verbund außerdem in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen im „weltwärts“-Programm. Nach wie vor besteht eine intensive und sehr gute Zusammenarbeit mit Fid/AGIAMONDO in diesem Bereich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im November 2020 fand die digitale Trägertagung des Kath. Verbunds statt, die mit ca. ­65 Teilnehmenden sehr gut besucht war. Neben der aktuellen Situation und Entwicklung in den Förderprogrammen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der SINUS-Jugendmilieu-Studie. Auf der digitalen Trägertagung im März 2021 beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Theorien zu Postwachstum und deren Bedeutung für internationale Freiwilligendienste. Bei den Tagungen wurden die enge Zusammenarbeit und der starke Zusammenhalt der katholischen Träger untereinander deutlich, die sich nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Pandemie intensiviert hatten. Gregor Podschun (Bundesvorsitzender) wurde für den BDKJ/JHD in den Sprecher*innenkreis gewählt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch verbündeübergreifend hat sich die Zusammenarbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure während der Pandemie intensiviert. Auf Steuerungsebene im Gemeinschaftswerk „weltwärts“ vertritt Benedikt Pees gemeinsam mit Barbara Kerime (Fid/AGIAMONDO) die Interessen des katholischen Trägerfelds im Programmsteuerungsausschuss. Neben den regulären halbjährlichen Sitzungen und den Treffen der Verbünde untereinander waren die beiden Vertreter*innen in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv, um Sonderregelungen für die von Corona betroffenen Jahrgänge zu erarbeiten und BMZ und Engagement Global von der Notwendigkeit zu überzeugen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daneben vertreten Benedikt Pees und Barbara Kerime die katholischen Interessen im Gesprächskreis Internationale Freiwilligendienste (GIF), einem programmübergreifenden zivilgesellschaftlichen Gremium. Der GIF bereitete im Herbst 2020 eine Abfrage unter allen Trägern internationaler Freiwilligendienste zu Innovationen in Freiwilligendiensten vor. Mit den Ergebnissen wird geplant, die Daseinsberechtigung von internationalen Freiwilligendiensten langfristig in der Politik untermauern zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch im Steuerungsgremium der Initiative Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ) vertreten Barbara Kerime und Benedikt Pees die Interessen des Kath. Verbunds. Neben coronabedingten Anpassungen der einzelnen Maßnahmen ist aktuell das Thema, ob und wie die Initiative fortgeführt werden soll, deren Dauer zunächst auf drei Jahre ausgelegt war und 2022 ausläuft. Das Ziel, das Interesse an internationalen Freiwilligendiensten zu steigern und FIJ als Marke zu etablieren, könnte coronabedingt bisher nicht erreicht werden. Deshalb spricht der Bundesvorstand sich für eine Fortführung der Initiative aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Vertreter*innen des Kath. Verbund im „weltwärts“-Programm setzen sich gemeinsam mit den anderen Verbünde-Vertreter*innen dafür ein, dass auch für den kommenden Jahrgang Sonderregelungen gefunden werden können, um das Überleben der Träger und der Infrastruktur abzusichern, falls auch im Jahrgang 2021/22 nur wenige Freiwillige entsendet oder aufgenommen werden können. Ferner bemühen sich die Verbünde, für Süd-Nord eine Erhöhung der Förderpauschalen zu erwirken, da die aktuellen Förderpauschalen angesichts der steigenden Lebensunterhaltskosten in Deutschland nicht mehr ausreichen. Hohe Kosten in beiden „weltwärts“-Komponenten und die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten dazu beitragen, dass auch bistumsnahe Träger oder Bistümer künftig die Fortführung ihrer Freiwilligendienste auf den Prüfstand stellen. Der Bundesvorstand appelliert an die Diözesan- und Jugendverbände, sich auf Diözesanebene für das Programm stark zu machen, die Wichtigkeit von Freiwilligendiensten für junge Menschen zu betonen und gegebenenfalls zu prüfen, ob sie selbst in das Programm einsteigen können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.11 Rechtsextremismus und –populismus</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem Bundesvorstand war es ein wichtiges Anliegen, den erneuerten Beschluss von 2020 „Wir widersprechen - weil wir glauben“ in den öffentlichen Debatten einzubringen. Lisi Maier (Bundesvorsitzende) nahm mit den entsprechenden Erfahrungen aus der katholischen Jugendverbandsarbeit zu Übergriffen von Rechts auch an einer Studie der Amadeo-Antonio-Stiftung teil. Passend zum Thema fand am 9. Dezember 2020 ein Webtalk des BDKJ Köln mit Yvonne Everhartz (Bundesstelle) und Christian Linker (Autor) zum Thema „Kirche und Rechtspopulismus“ statt. In der Veranstaltung ging es vor allem um Verknüpfungen von Christ*innen, christlichen Medien und Organisationen und der rechtspopulistischen und rechtsradikalen Szene. Yvonne Everhartz warf im Anschluss einen Blick auf die tatsächlichen Verknüpfungen und stellte entsprechende Personen, Organisationen und Medien näher vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 19. Februar 2021 gedachte der BDKJ in den sozialen Medien der Opfer des rechtsradikalen Anschlags von Hanau.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Arbeit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit spielt nun schon seit einigen Jahren im BDKJ eine große Rolle. Der Bundesvorstand wird in der Szene als Akteur wahr- und ernstgenommen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den kommenden Monaten wird das Thema im Rahmen der Aktion „Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land” nochmals stärker in den Jugend- und Diözesanverbänden, vor allem aber auch auf der regionalen Ebene aufgegriffen werden. Die Bundesstelle steht mit ihrer Fachexpertise und ihrem Netzwerk dabei gerne zur Verfügung.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.11.1 Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) feierte am 8. November 2020 ihr zehnjähriges Bestehen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Festakt mit Gästen aus Kirche und Politik sowie langjährigen Freund*innen und Projektpartner*innen ins digitale verlegt. Grußworte hielten Juliane Seifert (Staatssekretärin im BMFSFJ), Prälat Dr. Karl Jüsten (Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe), Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland) und Mark Dainow (Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland) sowie Dotschy Reinhardt für den Zentralrat der Sinti und Roma. Gespräche wurden u. a. mit Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Vorsitzender des Rates der EKD), Katrin Göring-Eckart (Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und ehemalige Präses der Synode der EKD) und Lisi Maier aus dem BDKJ-Bundesvorstand geführt, sowie vielen weiteren langjährigen Weggefährt*innen und -bereiter*innen geführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 20. und 21. November 2020 fand das 4. Forum der BAG K+R in digitaler Form unter dem Titel „Fürchtet euch nicht!“ statt. Das Forum, an dem rund 80 Personen teilnahmen, hatte mit Ostritz (Sachsen) einen starken regionalen Schwerpunkt. Dort sollte das Forum ursprünglich stattfinden, um das beeindruckende Engagement der Menschen vor Ort wertzuschätzen. Die Keynote-Speech hielt Dr. Katharina von Kellenbach, Professorin der Religious Studies am St. Mary’s College of Maryland/USA. Sie forderte die Kirchen auf, aus ihrer Blase herauszukommen und die eigene Identität kritisch zu prüfen. Weitere Beiträge thematisierten beispielsweise die Arbeit vor Ort und die Rolle der Medien im Engagement gegen Rassismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG K+R konnte an unterschiedlichen Stellen auf die Expertise des BDKJ zurückgreifen, im Gegenzug sind wir sehr dankbar über die zahlreichen Beratungen zu unterschiedlichen Themenfeldern, nicht zuletzt über muslimische Jugendorganisationen in Deutschland. Zugleich konnte der BDKJ auch intensiv auf die Expertise der BAG K+R zurückgreifen - u. a. in der Beratung zu muslimischen Verbandsstrukturen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die BAG K+R ist ein wichtiger Partner für den BDKJ. Der „kurze Draht“ zum Projektleiter der BAG, Henning Flad, der seinen Arbeitsplatz im Berliner Büro hat, hat sich auch in den vergangenen Monaten als wichtig erwiesen. Die Kompetenz und Expertise des BAG hat für den BDKJ einen hohen Wert.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Vor allem im Rahmen der Aktion „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“, aber auch bei der Weiterarbeit zum Beschluss „Wir widersprechen 2.0“ der Hauptversammlung 2021 ist die BAG K+R einer der relevantesten Ansprechpartner für den BDKJ.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.11.2 Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 13. und 14. November 2020 fand die Jubiläumstagung anlässlich 30 Jahre IDA e. V. in digitaler Form statt. In einer Keynote-Speech zeigte Noa Ha vom Deutschen Institut für Migration und Integrationsforschung (DeZIM) Kontinuitäten und Wandel des Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland auf. Einblicke in die Arbeit des IDA ermöglichten ein Vortrag von Regina Gahbler und Birgül Demirtaş zu rechtem Terror in Deutschland und eine von Nora Warrach moderierte Gesprächsrunde mit drei Vertreter*innen von Migrant*innenjugendselbstorganisationen. Nach dem Blick auf Kontinuitäten und Entwicklungen während der letzten drei Jahrzehnte stand der Samstag im Zeichen der aktuellen Corona-Pandemie. Hier ging es um anti-asiatischen Rassismus, um Flucht und Asyl in Zeiten von Corona sowie um Verschwörungsmythen im Zusammenhang mit der Pandemie und ihre Wirkungen auf gesellschaftliche Diskussionen. Der Reader „30 Jahre IDA: Von der Antirassismusarbeit zur Rassismuskritischen Bildungsarbeit“ ist als Download auf der Website des IDA e. V. erhältlich. Im Anschluss tagte am 14. November 2020 die Delegiertenversammlung des IDA e. V. ebenfalls in digitaler Form. Der BDKJ wurde dort von Alexandra Guserle (Diözesan­vorsitzende Rottenburg-Stuttgart) vertreten. Neben der Festlegung des Arbeitsprogramms für 2021 wurde die BUNDJugend als 32. Mitglied aufgenommen, eine neue Geschäfts­ordnung beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt. Janina Bauke (Ring deutscher Pfadfinderinnenverbände) und Stefan Brauneis (JungsozialistInnen in der SPD) wurden als Vorsitzende wiedergewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Yvonne Everhartz (BDKJ), Lisa-Marie Davies (Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken), Christin Riedel (DGB-Jugend), Alexander Strohmayer (Deutsche Sportjugend) gewählt. Als Beisitzer*innen wurden gewählt: Özge Erdoğan (Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland), Sarah Hanke (djo – Deutsche Jugend in Europa), Simon Metzger (Grüne Jugend) und Roylan Tolay (DIDF-Jugend).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für den BDKJ ist die Mitarbeit im IDA e. V. eine relevante und wichtige Vertretungsarbeit. Gerade in Zeiten von Corona-Verschwörungserzählungen ist es wichtig, dass die Jugendverbände auf die Erfahrung und Kompetenz des IDA e. V. zurückgreifen können (aktuell z. B. durch einen Beitrag im „BDKJ.konkret“).</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Gerade im Vorfeld der Bundestagswahl erwartet der Bundesvorstand durch die Mitarbeit im IDA e. V. viele Schnittstellen und Synergieeffekte für die Aktion „Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land“.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.12 Politische Kontaktarbeit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum fanden zahlreiche Treffen mit Abgeordneten aller fünf - für den BDKJ relevanten - Parteien im Deutschen Bundestag statt. Besonders positiv ist, dass Lisi Maier im Rahmen ihrer Tätigkeit beim BDKJ oder als DBJR-Vorsitzende zu zahlreichen Anhörungen im Bundestag eingeladen war und so direkt im Ausschuss und der Kinderkommission auf zahlreiche Forderungen des BDKJ eingehen konnte. Themen waren die Situation der Jugendverbände während Corona, die finanzielle Weiterentwicklung des Sonderprogramms für die Jugendbildungsstätten und die Verbesserung der Rahmenbedingungen fürs Ehrenamt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere mit dem BMFSFJ fand ein intensiver Kontakt über die unterschiedlichen gemeinsamen Kooperationsfelder statt. Das Jahresplanungsgespräch wurde coronabedingt abgesagt und durch eine schriftliche Form ersetzt. Dennoch fanden zahlreiche virtuelle Treffen und Telefonate mit Mitarbeiter*innen des Ministeriums, der Abteilungsleiterin Jugend, den parlamentarischen und der verbeamteten Staatssekretärin statt. Der Austausch ist von gegenseitiger Wertschätzung geprägt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber auch mit dem Auswärtigen Amt fand im Berichtszeitraum ein intensiver und vertrauensvoller Austausch über unser vom Auswärtigen Amt gefördertes Projekt zum Aufbau der Zivilgesellschaft in den Ländern der östlichen Partnerschaft statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem konnte der Bundesvorstand im Berichtszeitraum zu zahlreichen Wahlprogrammen Kommentare abgeben oder wurde in Papiererstellungen miteingebunden (SPD, FDP; Bündnis90/Die Grünen).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch im europäischen Kontext fanden zahlreiche Gespräche mit Abgeordneten unter anderem im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Vernetzungsarbeit musste zwar coronabedingt verändert werden, hat aber im Berichtszeitraum weiterhin gut funktioniert. Ein herzlicher Dank für die gute Zusammenarbeit geht insbesondere an die jugendpolitischen Sprecher*innen der Bundestagsfraktionen und das BMFSFJ.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Im kommenden Jahr wird der Schwerpunkt sein, nach den Bundestagswahlen neue Kontakte zu knüpfen. Die Aktion „Zukunftszeit“ ermöglicht aber eine gute Sichtbarkeit im Wahlkampf und dadurch auch entsprechend gute Anknüpfungspunkte nach der Bundestagswahl und den Koalitionsverhandlungen. Die erst aufgenommenen Kontakte im Europäischen Parlament sollten vertieft fortgesetzt werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.13 Projekte</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.13.1 SINUS-Studie</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur im Juli 2020 veröffentlichten SINUS-Jugendstudie 2020 hat der BDKJ in Kooperation mit JHD Bildung zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen angeboten: Im Juli und September fand jeweils eine Präsentation der Studie statt, im September gab es außerdem zwei Schulungen, und im Dezember fand eine Veranstaltung zu den Ergebnissen der Studie in Bezug auf die Jugendsozialarbeit statt. Dieser Fachtag wurde von der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sehr gut angenommen. Er konzentrierte insbesondere auf die Lebenswelten, aus denen sich die Zielgruppen der Jugendsozialarbeit speisen. Es konnten bezogen auf die Lebenswelten, auf die Berufsfindung, den Umgang mit der Corona-Pandemie und weitere Themen sehr spezifische Informationen gegeben werden und in entsprechenden Gruppenangeboten ein Arbeiten mit den Ergebnissen der SINUS-Studie erprobt werden. Dieses digitale Angebot stellte eine sehr gute Möglichkeit dar, eine große Anzahl Interessierter mit einer spezifischen Information zur SINUS-Studie zu erreichen. Alle Veranstaltungen wurden digital durchgeführt und waren sehr gut besucht. In diesem Jahr fanden nochmals ein Vortrag und eine Schulung statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Nachfrage zu den Weiterbildungsveranstaltungen hat das ungebrochene Interesse an der SINUS-Jugendstudie gezeigt. Gerade in der Corona-Pandemie waren und sind empirische Jugendstudien besonders wichtig, um Jugendliche im Fokus zu behalten. Die Ergebnisse sind ebenfalls wichtig, um politischen Forderungen mehr Gewicht zu verleihen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Den Bundesvorstand erreichte eine Bedarfsabfrage für eine Corona-Nachbefragung, leider haben sich dafür kaum andere Projektpartner zurückgemeldet, so dass eine weitere Nachbefragung zum aktuellen Zeitpunkt nicht realistisch durchführbar erscheint. Bezüglich der SINUS-Jugendstudie 2020 erreichen den Bundesvorstand und die Bundesstelle noch immer etliche Anfragen um diese auch im Rahmen von Veranstaltungen oder Konferenzen vorzustellen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.13.2 72-Stunden-Aktion</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf der gemeinsamen Sitzung der Bundeskonferenzen der Jugend- und Diözesanverbände wurde erneut auf die Auswertung der vergangenen 72-Stunden-Aktion geschaut und angeregt, eine neue bundesweite 72-Stunden-Aktion auf den Weg zu bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In einem partizipativen Prozess hat die Hauptversammlung die Jugend- und Diözesanverbände in die Vorbereitungen eines Antrags zur 72-Stunden-Aktion eingebunden. Der Hauptausschuss bekräftigt im März 2021 sowohl den Willen über das generelle Stattfinden der Aktion, als auch bei Zustimmung deren Ausformung auf der Hauptversammlung zu beraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell ist noch nicht absehbar, in welchem Jahr die Aktion stattfinden wird. Auch die Zustimmung der Jugendverbände zur Aktion ist noch nicht klar erkennbar. Angesichts der Erfahrungen bei letzten Aktion ist dies eine Schwierigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>2.13.3 „Zukunftszeit“ – Aktion zur Bundestagswahl 2021</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Hauptausschuss hat nach intensiven Beratungen der jugendpolitischen Vernetzungsrunde beschlossen, dass es mit „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ 2021 wieder eine gemeinsame Aktion der katholischen Jugendverbände zur Bundestagswahl geben soll. Mit der Aktion wollen wir im BDKJ zeigen, was wir uns für unser Land in den kommenden vier Jahren wünschen. Wir wollen 35.000 Stunden (entspricht der Dauer einer Legislaturperiode des Deutschen Bundestags) für ein buntes Land sammeln, die deutlich machen, wie wir uns unsere Gesellschaft vorstellen: kulturell und religiös vielfältig, tolerant, solidarisch, demokratisch, nachhaltig und jugendgerecht. Die Aktion startete am 13. März 2021, pünktlich zu den ersten Landtagswahlen in diesem Jahr. Schlusspunkt soll eine gemeinsame Aktion am Wochenende vor der Bundestagswahl in Berlin sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit „Zukunftszeit“ soll eine bekannte Marke neu besetzt werden. Die Website hat hierfür einen neuen Anstrich bekommen. Die Aktion wurde thematisch erweitert, was sich auch in den Illustrationen widerspiegelt. Schwerpunkt bleibt aber das Engagement für ein buntes Land und gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsradikalismus. Klar ist, dass in Zeiten der Corona-Pandemie auch die konkreten Aktionen vor Ort anders aussehen müssen. Ideen und Anregungen dazu gibt es auf der Website. Der Hauptausschuss hat außerdem eine Aktionsgruppe berufen, die „Zukunftszeit“ begleitet. Ihr gehören an: Jan Hilkenbach (BDKJ Paderborn), Julius Glaser(SMJ), Sarah Schulte-Döinghaus (KLJB), Leo Helm (BDKJ Passau) und Joshua Hinz (BDKJ Mönchengladbach). In der Bundesstelle unterstützt Constanze Mayer als Projektreferentin, Yvonne Everhartz als Grundlagenreferentin und Lisi Maier als Bundesvorsitzende die Aktion.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es ist wichtig, als katholische Jugendverbände gerade im Vorfeld der Bundestagswahl laut zu sein und unsere politischen Forderungen nach außen zu tragen. Die Aktion „Zukunftszeit“ hat 2016/17 im Vorfeld der Bundestagswahl ein starkes Zeichen gesetzt und sichtbar gemacht, dass katholische Jugendverbandsarbeit auch politisch ist. Der Bundesvorstand freut sich schon jetzt über das Engagement und die Kreativität der Aktiven in den Verbänden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand hofft, dass neben zahlreichen Online-Aktivitäten, die Aktion „Zukunftszeit“ in den Sommermonaten auch wieder dazu motivieren kann, analoge jugendverbandliche Angebote durchzuführen. So wollen wir off- und online darstellen, mit welcher Kreativität katholische Jugendverbände ihre Forderungen und Haltungen an Politiker*innen herantragen können.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 07 Apr 2021 18:13:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B1: Leitung des Dachverbands und seiner Einrichtungen</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Leitung_des_Dachverbands_und_seiner_Einrichtungen-8944</link>
                        <author>BDKJ-Bundesvorstand</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Leitung_des_Dachverbands_und_seiner_Einrichtungen-8944</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1.1 Organe und weitere Gremien</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.1 Hauptausschuss</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Hauptausschuss konnte seit der letzten Hauptversammlung leider nur einmal in Präsenzform tagen. Alle weiteren Sitzungen haben digital stattgefunden. Die strategischen Veränderungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Hauptausschuss, u. a. die Zusam­menarbeit mit einer externen Moderatorin und einer externen Protokollantin, die Umstellung der Tagesordnung, die stetige Weiterentwicklung des Berichtsteils, die Einführung einer Beschlusskontrolle sowie die Schaffung von Räumen für die Beziehungsebene und Rückmeldungen bewertet der Bundesvorstand als sehr positiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zusammenarbeit mit den Hauptausschussmitgliedern nimmt der Bundesvorstand als sehr konstruktiv, effektiv und vertrauensvoll war. Die Arbeitsteilung und gemeinsame Verantwortung im Hauptausschuss nimmt zu, dies hat auch insbesondere die Gründung von Projektgruppen zum Beschluss 1.90 (Hauptversammlung 2020) gefördert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bewertet den Prozess der Verbesserung der Zusammenarbeit als gelungen. Der Hauptausschuss arbeitet sehr konstruktiv und vertrauensvoll an wichtigen Themen. Der Bundesvorstand profitiert von den Beratungen des Hauptausschusses und kann sich auf Rückmeldungen zum Arbeitsstand, zu neuen wichtigen Themen und auf Entscheidungen verlassen. Die Digitalität der Sitzungen bewertet der Bundesvorstand als Blockade zum Ankommen neuer Hauptausschussmitglieder. Es fehlen informelle Räume, insbesondere für Pausenzeiten sowie vor und nach Sitzungen. Im Rahmen des Möglichen sind die digitalen Sitzung dennoch sehr konzentriert und konstruktiv.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die digitalen Möglichkeiten sollen genutzt werden, um Hauptausschussmitglieder an Sitzungen zu beteiligen, die ansonsten aufgrund der Anreise verhindert wären. Die Zusammenarbeit im Hauptausschuss soll steig evaluiert und verbessert werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.2 Bundeskonferenz der Jugendverbände</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundeskonferenz der Jugendverbände hat turnusgemäß im November und zwar erstmalig digital getagt. In das Präsidium wurden gewählt: Rebekka Biesenbach (KjG), Daniel Rockel (GCL-JM) und Franziska Kleiner (Unitas). Geschäftsführer ist seit vielen Jahren Stefan Dengel (Bundesstelle). Seit der Konferenz im November 2020 hat das Präsidium die Prozesssteuerung für den angekündigten Mitgliedschaftswechsel der DJK übernommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Im Rahmen der Bundeskonferenz ist erstmalig erkennbar geworden, dass der beabsichtigte Mitgliedschaftsstatuswechsel der DJK (von beratendem Mitglied zum Mitglied mit vollem Stimmrecht) bei einigen Beteiligten mit großem Unbehagen verbunden ist. Wir begrüßen sehr, dass das Präsidium diesen Prozess nun verantwortlich steuern wird.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Seitens des Bundesvorstands wird Lisi der DJK weiterhin als Kontaktperson zur Verfügung stehen. Stefan wird als Mitglied des Präsidiums den Prozess mitsteuern. Durch diese arbeitsteilige Zuordnung wollen wir unseren Beitrag zu einem erfolgreichen Prozess leisten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.3 Bundeskonferenz der Diözesanverbände</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundeskonferenz der Diözesanverbände tagte turnusgemäß im November, erstmalig digital. Themen der Bundeskonferenz waren: die Auswertung der vom Hauptausschuss durchgeführten Telefoninterviews, bundesweite Großveranstaltungen, die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Diözesen, der Synodale Weg, die Bundestagswahl 2021, die unterschiedlichen Rollen der BDKJ-Diözesanverbände und Jugendverbände sowie die Verfahren der Anerkennung der Diözesanordnungen mit dem Satzungsausschuss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ins Präsidium wurden gewählt Teresa Jetschina (DV Augsburg), Thomas Heitz (DV Speyer) und Björn Krause (DV Essen). Gregor Podschun vertritt den Bundesvorstand im Präsidium und Geschäftsführer ist Benedikt Pees (Bundesstelle).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.4 Bundesfrauenkonferenz</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Bundesfrauenkonferenz vom April 2020 in den November 2020 verschoben, so dass im Berichtszeitraum zwei Bundesfrauenkonferenzen stattfanden. Beide Bundesfrauenkonferenzen haben digital getagt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen der Bundesfrauenkonferenz im November wurden Julia Fischer (KSJ) und Steffi Smolinski (DV Essen) aus dem Bundesfrauenpräsidium verabschiedet. Beide haben in den vergangenen Jahren maßgebliche Impulse in der Empowerment-Strategie der Mädchen- und Frauenarbeit im BDKJ gesetzt. Gewählt wurden Anna-Sophia Kleine (KSJ) und Daniela Ordowski (KLJB) und wiedergewählt wurde Annette Jantzen (DV Aachen). Das Mandat von Johanna Jungbluth (DV Berlin) endet zur Bundesfrauenkonferenz im April 2021. Sie kandidiert dann erneut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen der Bundesfrauenkonferenz im Herbst 2020 lagen die Schwerpunkte auf der Geschlechtergerechtigkeit beim Lieferkettengesetz und dem Thema unbezahlte Care-Arbeit und die sich durch Corona verschärfende ungleiche Verteilung von unbezahlter Care-Arbeit. Dazu kam das Bundesfrauenpräsidium mit Frauen aus der DGB-Jugend, der Caritas, von Berufs- und Frauenverbänden in den Austausch, um sich inhaltlich auf die Debatte vorzubereiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen der Bundesfrauenkonferenz im April 2021 liegt der Schwerpunkt des Austauschs auf der vor uns liegenden Bundestagswahl. Die Delegierten der Bundesfrauenkonferenz haben dabei die Chance, mit Politikerinnen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP in den Austausch über anstehende mädchen- und frauenpolitische Forderungen zu kommen. Zum Zeitpunkt der Berichtslegung lag erst ein inhaltlicher Antrag des BDKJ-Bundesfrauenpräsidiums selbst zur Bekämpfung von Hass gegen Frauen im Netz vor. Zudem soll über die Ausrichtung des Frauenfestivals im Sommer 2021 beraten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Trotz der notwendigen Digital-Formate konnte die Bundesfrauenkonferenz gute Beschlüsse fassen, die auch in der politischen Öffentlichkeit wahrgenommen und positiv aufgenommen wurden. So konnten einzelne Forderungen auch in Positionspapiere des Deutschen Frauenrats Eingang finden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ein zentraler Teil der mädchen- und frauenpolitischen Arbeit besteht im Knüpfen von Frauenbanden. Im digitalen Raum - insbesondere für neugewählte Frauen – ist dies kaum umsetzbar. Das Bundesfrauenpräsidium hofft darauf, im Jahr 2022 wieder in Präsenz tagen und für die Beschlüsse der Bundesfrauenkonferenz lobbyieren zu können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.5 Bundesvorstand</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit August 2020 bilden Lisi Maier, Gregor Podschun und Stefan Ottersbach den Bundesvorstand. Die Stelle der ehrenamtlichen Vorsitzenden ist vakant. Der Bundesvorstand hat sich in der Regel 14-tägig zu Vorstandssitzungen im Umfang von etwa fünf Stunden und sieben zusätzlichen Bundesvorstandsklausurtagen getroffen. An den Sitzungen nehmen in der Regel unsere Öffentlichkeitsreferentin, Mareike Thieben (seit dem 1. März 2021 Alexander Hapich als Elternzeitvertretung), sowie Wolfgang Ehrenlechner als Geschäftsführer mit beratender Stimme teil. Zusätzlich haben zwei mehrtägige Klausurtagungen sowie zwei Klausurtage stattgefunden, die jeweils durch eine externe Moderatorin begleitet wurden. Auch an diesen hat Wolfgang mit beratender Stimme teilgenommen. Im Januar hat das erste Teamsupervisionstreffen in neuer Konstellation stattgefunden. Basis unserer arbeitsteiligen Zusammenarbeit ist das Stellenprofil, das wir im Rahmen unserer ersten Teamklausur im September 2020 vereinbart und anschließend verbandsintern transparent gemacht haben (vgl. Drucksache 9).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Durch die Corona-Krise und die Vakanz in zwei Vorstandsämtern im ersten Halbjahr 2020 war der Berichtszeitraum, auch weil es für Gregor und Stefan die Orientierungsphase war, enorm herausfordernd. Übergaben konnten nur eingeschränkt stattfinden und Routinen waren kaum gegeben - vor allem dort, wo es eine längere Vakanz gegeben hatte. Angesichts der Rahmenbedingungen sind wir aber mit dem Erreichten in vielen Bereichen sehr zufrieden. Als Vorstandsteam zeichnen wir uns durch eine hohe, sich gegenseitig ergänzende Diversität hinsichtlich Kompetenzen und Themen aus. Die Zusammenarbeit geschieht in konstruktiv-kritischem Miteinander. Ein besonderes Manko ist, dass wir die bisherigen Bundesvorstandsmitglieder noch nicht angemessen verabschieden konnten, um ihnen für ihr Engagement zu danken.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Geplant ist, die früheren Vorstandsmitglieder am 17. September zu verabschieden. Darunter wird auch Lisi sein, die sich nach der HV 2021 nach ihrer dritten Amtszeit aus dem Bundesvorstand verabschieden wird. Dies wird ohne Frage eine gravierende Veränderung bedeuten, die wir bereits seit dem letzten Sommer immer wieder thematisieren. Wir hoffen sehr, dass die HV dann zwei neue Personen in den Bundesvorstand wählen wird. Es wird in den kommenden Sommermonaten sehr wichtig sein, Abschied und Einstieg für alle Beteiligten gut und aufmerksam zu gestalten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.6 Ausschüsse</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesvorstand hat im Berichtszeitraum den Wahlausschuss (Lisi Maier), den Satzungsausschuss (Lisi Maier), den Förderausschuss (Gregor Podschun), den Entwicklungspolitischen Ausschuss (Stefan Ottersbach) und den Schlichtungsausschuss (Stefan Ottersbach) begleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Wahlausschuss musste aufgrund der verkürzten Dauer zwischen HV 2020 (Juli) und HV 2021 (Mai) sehr schnell in die Aktion kommen, das neue Team fand dafür schnell zusammen. Als Anfang des Jahres 2021 deutlich wurde, dass die HV 2021 auch digital stattfinden würde, wurden die Vorbereitungen für das Wahlprocedere schnell und konsequent getroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Schlichtungsausschuss hat im Berichtszeitraum nicht getagt, alle anderen Ausschüsse ausschließlich digital.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere der Satzungsausschuss hat seine Sitzungsfrequenz enorm erhöht, um zuletzt sogar im Monatsrhythmus tagen zu können. Neben der regulären Begleitung des Satzungsausschusses lag der Fokus im letzten Jahr vor allem auch auf einzelnen Gesprächen mit den diözesanen Satzungsausschüssen und den jeweiligen Ansprechpartner*innen aus dem Bundessatzungsausschuss, um letzte Konfliktfälle zu klären oder die entsprechenden Klärungswege aufzuzeigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der neu gewählte Entwicklungspolitische Ausschuss (EPA) hat seine Arbeit erfolgreich aufgenommen und sich Schwerpunkte und Themen gesetzt. Im ersten Halbjahr wird das Thema Klimagerechtigkeit behandelt. Die Zusammenarbeit erleben wir als äußerst konstruktiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für den Bundesvorstand spielt die Ausschussarbeit eine unverzichtbare Rolle in der inhaltlichen und strukturellen Arbeit des BDKJ und stellt für den Bundesverband zentrale und wichtige Beratungsstrukturen dar.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Es besteht die Hoffnung, dass im kommenden Berichtszeitraum auch wieder einige Präsenztreffen möglich sind, sodass digitale Sitzungen mit persönlichen Treffen abgewechselt werden können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.7 AG Geschlechtergerechtigkeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Thema Geschlechtergerechtigkeit ist im BDKJ eine Querschnittsaufgabe, die in vielen Bereichen eine Rolle spielt. Ganz konkret hat die Hauptversammlung 2020 eine Arbeits­gruppe eingerichtet, die Vorschläge für eine geschlechtergerechtere Bundesordnung zur Besetzung von Organen und Gremien entwickeln soll. Ein Schwerpunkt ist hier die Repräsentation von Menschen jenseits der Zweigeschlechtlichkeit. Erste Ergebnisse sollen der Hauptversammlung 2021 vorgelegt werden. Die AG besteht aus Annika Mangegold (DV Paderborn), Gregor Podschun (Bundesvorstand) Johanna Jungbluth (DV Berlin) Juliana Janina Kassel (DV Speyer), Rebekka Biesenbach (KjG), Volker Andres (DV Köln) und Yvonne Everhartz (Bundesstelle). Im Berichtszeitraum hat die AG dreimal per Videokonferenz getagt. Nach einer Verständigung über den konkreten Arbeitsauftrag hat die AG mehrere Modelle entwickelt, die es ermöglichen, Menschen jenseits des binären Geschlechter­systems in der Satzung zu repräsentieren. Die AG hat dabei auch Erläuterungen vorgenommen, um deutlich zu machen, welche Implikationen das jeweilige Modell für die Praxis hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Arbeit der AG hat sich gezeigt, dass es zum Thema Geschlechterdiversität in einigen Jugendverbänden ein breites Wissen gibt. Einige Verbände haben darüber hinaus auch schon Erfahrungen gesammelt, wie sich diese Diversität in einer Satzung abbilden lässt. Die Mitglieder der AG brachten für beide Punkte eine hohe Kompetenz mit. Gleichzeitig reflektierten sie immer wieder, dass nicht alle Jugendverbände im BDKJ gleichermaßen über diese Kompetenzen verfügen. Auch der Bundesvorstand fragt sich, wie dieser Wissenstransfer für alle zufriedenstellend gelingen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die AG wird der Hauptversammlung 2021 Modelle vorlegen, wie Menschen jenseits des binären Geschlechtersystems in der Satzung repräsentiert werden können. Das Votum der Hauptversammlung fließt im Anschluss in die anstehende Änderung der Bundesordnung ein und wird dabei zusammengedacht mit den Ergebnissen des Perspektivprozesses. Die AG wird mit dem Beschluss ihre Arbeit beenden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.1.8 Aufarbeitungskommission</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Hauptversammlung 2020 hat eine Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im BDKJ eingesetzt. Die Kommission besteht aus Anna Sauer, Björn Krause, Carsten Leinhäuser, Dennis Fink, Gregor Podschun (beratend), Julia Niedermayer, Marianne Geneger-Stricker, Monika Godfroy, Stefan Beckmann und Yvonne Everhartz (beratend). Die Kommissionsmitglieder wählten Carsten Leinhäuser und Julia Niedermayer zu Vorsitzendenden. Die Kommission hat gemäß ihrem Arbeitsauftrag zunächst beraten, wie Aufarbeitung in den katholischen Jugendverbänden gelingen kann. Eine große Herausforderung ist hier die unterschiedliche Strukturiertheit der Verbände. Die Kommission legt der Hauptversammlung 2021 erste Ergebnisse ihrer Arbeit vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Arbeit der Kommission ist geprägt von einer großen intrinsischen Motivation zur echten, unabhängigen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Jugendverbänden und im BDKJ. Die Verstrickungen der Jugendverbände und dem BDKJ untereinander, der verschiedenen Ebenen, mit Diözesen und Orden und Erwachsenenverbänden sind nicht leicht zu sortieren und brauchen Zeit und eine qualitätsvolle Arbeit.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Aufarbeitungskommission wird der Hauptversammlung 2021 erste Zwischenergebnisse vorlegen und sich möglicherweise ein Votum zur Weiterarbeit abholen. Die Motivation für einen zügigen, aber angemessen qualitativen Prozess ist hoch, sodass angestrebt, wird zur Hauptversammlung 2022 eine Beschlussvorlage vorzulegen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1.2 Kontakt zu Jugendverbänden und Diözesanverbänden</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesvorstand hat alle Diözesan- und Jugendverbände im vergangenen Jahr mindestens einmal bei ihren Versammlungen besuchen können. Die wenigen Präsenzveranstaltungen hat er alle besuchen können, die meisten Versammlungen haben jedoch digital stattgefunden. Darüber hinaus stand er, soweit möglich, mit unseren Kontaktpersonen in den Vorständen im Austausch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der DJK-Sportjugend fand auf Seite der Jugendverbände ein sehr intensiver Austausch statt, um deutlich zu machen, welche Ansprechpartner*innen für die von ihrer Seite geplante Änderung von beratendem zu vollem Stimmrecht notwendigerweise kontaktiert werden müssen. Aber auch die anderen Jugend- und Diözesanverbände wurden intensiv beraten, u. a. im Gemeinnützigkeitsrecht, zum Umgang mit dem VDD, in Corona-Fragen, zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt uvm..</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand nimmt wahr, dass die Kontakte von unterschiedlicher Intensität sind. Für ihn ist die Kontaktarbeit enorm wichtig, denn sie ist integraler Teil der Leitungsverantwortung und Voraussetzung für die Interessenvertretung. Durch die Corona-Pandemie haben sich die Möglichkeiten der Kontaktpflege – und damit des Alltags - enorm verändert. Der Bundesvorstand reist viel weniger und bekommt weniger Stimmungen und Atmosphären mit. Für Gregor und Stefan war es dadurch sehr schwierig, in der neuen Rolle „anzukommen“, für Lisi war es schwieriger, bei Herausforderungen angemessen unterstützen zu können. Andererseits ist es durchaus ein Mehrwert, dass der Bundesvorstand im digitalen Raum bei allen Versammlungen in unterschiedlichen Formaten präsent sein konnte. Dankbar ist der Bundesvorstand allen Vorständen, die sich von sich aus bei uns gemeldet haben und Unterstützungsbedarfe angemeldet haben.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Für die Zeit, in der wieder Präsenzversammlungen möglich sind, freut sich der Bundesvorstand schon auf Besuche und Begegnungen vor Ort. Zugleich möchte er die Möglichkeiten der Videokonferenzen weiterhin verstärkt nutzen, um mehr Menschen zu beteiligen und Reisen ggf. zu reduzieren. Zu dieser Idee wünscht er sich ein Feedback.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.2.1 Malteser Jugend</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch die Satzungsänderung des BDKJ Bayern steht einer Aufnahme der Malteser Jugend in den BDKJ finanziell und rechtlich nichts mehr entgegen. Coronabedingt war der Kontakt im vergangenen Berichtszeitraum etwas eingeschränkt, wurde aber dauerhaft aufrechterhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der BDKJ-Bundesvorstand sieht, dass der Aufnahmeprozess coronabedingt und aufgrund verbandsinterner Prozesse bei der Malteser Jugend wieder etwas ins Stocken geraten ist und bedauert das sehr. Er bedankt sich beim BDKJ Bayern für die zügige Satzungs­änderung, die Fördermittelverluste in Bayern verhindert.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand strebt weiterhin gemeinsam mit dem Präsidium der Bundeskonferenz der Jugendverbände einen intensiven Austausch an, um die entsprechende Offenheit für eine Aufnahme der Malteser Jugend deutlich zu machen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1.3 Allgemeine Leitungsaufgaben im Verband</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.1 Umgang mit der Corona-Pandemie</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum hat die Corona-Pandemie die größte Rolle in den allgemeinen Leitungsaufgaben gespielt. Dies bedeutete zum einen die immerwährende Anpassung bei den Regelungen des mobilen Arbeitens innerhalb der Bundesstelle, aber auch die Anpassungen und Umplanungen der Veranstaltungen, die schlussendlich größtenteils digital stattgefunden haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wichtiger Aspekt war dauerhaft auch die Beratung der Mitgliedsstrukturen bei der Umsetzung der gesetzlichen Corona-Regelungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand nimmt eine hohe Arbeitsbelastung bei der Bundesstelle aufgrund der unsicheren Planungssituationen wahr. Insbesondere Doppelplanungen oder Umplanungen stellen eine große Mehrarbeit dar. Dennoch war es dem Bundesvorstand wichtig, so es pandemisch möglich erschien, den Gremien eine Entscheidungsfreiheit zu überlassen, Präsenzveranstaltungen oder hybride Formate durchzuführen, weil sie verbandliches Leben ermöglichen können und gleichzeitig die gesundheitliche Sicherheit seiner Mitarbeitenden und der Teilnehmenden gewährleisten. Diese Abwägungsprozesse prägten sehr deutlich das vergangene Jahr.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In den kommenden Monaten erscheint es notwendig, möglichst gute Planungssicherheit einerseits für die ehren- und hauptamtlichen, aber auch die hauptberuflichen Kräfte zu ermöglichen. Zugleich möchten wir auch flexibel und schnell umsteuern können, wenn Präsenzformate hoffentlich ab dem Sommer wieder möglich sind.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.2 Beschluss 1.90 „Strukturen und Schwerpunkte“</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die HV 2020 hat dem Hauptausschuss mit dem Beschluss 1.90 drei Aufträge erteilt, die eng miteinander zusammenhängen: Überprüfung der mittelfristigen Themen und Schwerpunkte des Bundesverbands, Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms und Überprüfung der Struktur des Bundesvorstands. Zur Umsetzung des Beschlusses hat der Hauptausschuss drei Projektgruppen gebildet, in denen jeweils ein Mitglied des Bundesvorstands mitarbeitet. Im Februar 2021 konnte nach Zustimmung durch den BDKJ Bundesstelle e. V. mit Johanna Ostermeier befristet bis Dezember 2021 eine Projektassistentin eingestellt werden. Weitere Details zum Prozess s. Bericht des HA.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Ziele, die im Beschluss formuliert sind, halten wir für enorm bedeutsam für die Zukunftsfähigkeit des Bundesverbands. Sie sind allerdings nur im Kontext permanenter Verbandsentwicklung zu verstehen. Prozessdesign, Koordination und Mitarbeit in den Projektgruppen forderten besonders in der Startphase viel Einsatz vom Bundesvorstand.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand ist zuversichtlich, dass die Projektgruppen der Hauptversammlung 2022 gute Ergebnisse zum Beschluss vorlegen können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.3 Come-In-Seminare</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Come-In-Seminare unterstützen neugewählte Jugendverbands- und BDKJ-Diözesanverbandsleitungen beim Kennenlernen der Strukturen des BDKJ. Sie finden in der Regel alle zwei Jahre statt. Das nächste Come-In-Seminar findet Anfang 2022 statt. Für dieses werden die Erfahrungen und Rückmeldungen des letzten Seminars genutzt, um es weiterzuentwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.4 Datenschutz</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Aktiven in der Jugendverbandsarbeit stoßen immer wieder an Grenzen bei der Einhaltung des Gesetzes über den kirchlichen Datenschutz (KDG) bzw. der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Insbesondere während der Corona-Pandemie sind die benötigten digitalen Räume nicht ohne bewusste Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen nutzbar. Auch die Erreichbarkeit der Zielgruppe ist über KDG-konforme Medien kaum gegeben. Der Bundesvorstand ist bemüht, die konkreten Veränderungs­bedarfe zu sammeln und in eine Novellierung der Gesetze einzubringen. Da beide Regelwerke jedoch erst vor kurzem beschlossen wurde, steht eine kurzfristige erneute Diskussion bisher nicht in Aussicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bewertet den Sachstand zum KDG für die katholische Jugendverbandsarbeit als mangelhaft. Es müssen Änderungen erstritten werden, die selbstbestimmte Jugendarbeit ermöglichen, anstatt diese zu blockieren.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Sammlung von konkreten Änderungsbedarfen soll geordnet werden. In Gesprächen mit Politiker*innen und dem VDD will der Bundesvorstand verstärkt auf den dringenden Änderungsbedarf aufmerksam machen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.5 Digitalität</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Themenfeld Digitalität (in früheren Berichten: Digitale Lebenswelten, Digitalisierung) ist aktuell keinem Referat in der Bundesstelle zugeordnet. Die Hauptversammlung 2018 hat zu diesem Themenfeld ein Positionspapier und ein Strategiepapier beschlossen. Im Berichtszeitraum hat sich Stefan Ottersbach mit den Beschlüssen und der bisherigen Arbeit im Themenfeld vertraut gemacht und der Bundesvorstand hat einmal dazu beraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Beschlüsse der Hauptversammlung 2018 bieten eine gute Basis für die zukünftige Bearbeitung des Themas. Der Bundesvortand bedauert sehr, dass mehr als eine erste Vergewisserung in diesem Themenfeld nicht leistbar war. Das Thema ist aus seiner Sicht sehr facettenreich und zugleich enorm wichtig für unsere Zukunftsfähigkeit.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Gremien des Verbands müssen prüfen und entscheiden, wie dieses Thema mittelfristig strukturell, personell und strategisch in der Bundesstelle und im Bundesverband verortet werden soll und kann. Dazu wird der Bundesvorstand noch im ersten Halbjahr 2021 einen ersten Entwurf erarbeiten und anschließend dem Hauptausschuss zur Beratung vorlegen. Dabei ist eine enge Verknüpfung mit der Projektgruppe 1 (Themen und Schwerpunkte) erforderlich.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.6 Ehrenamt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Beschluss der BDKJ-Hauptversammlung 2018 zur Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit im BDKJ bildete sich eine AG, welche Leitlinien zum Ehrenamt im BDKJ-Bundesverband entwickelte. Diese sollten ursprünglich als Ergebnis eines Fachtags entwickelt werden. Der zweimal ausgeschriebene Fachtag musste jedoch beide Male aufgrund fehlender Anmeldungen abgesagt werden. Die Leitlinien wurden im BDKJ-Hauptausschuss nicht beschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand gesteht selbstkritisch ein, dass es ihm bisher nicht gelungen ist, beschlussfähige Leitlinien zu entwickeln. Die Weiterarbeit daran hat sich aufgrund der langen Vakanzen von Bundesvorstandsämtern noch weiter verzögert. Jedoch scheint es auch fehlendes Interesse an einem Fachtag zum Thema zu geben. Als positiv bewertet der Bundesvorstand, dass sich zur Hauptversammlung 2021 erneut Personen für das ehrenamtliche Bundesvorstandsamt interessieren.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Arbeit an dem Entwurf der Leitlinien soll mit Interessierten und Vertreter*innen der ursprünglichen Antragsteller*innen wiederaufgenommen werden. Eine ehrenamtsfreundliche Dachverbandsstruktur auf Bundesebene ist dem Bundesvorstand ein großes Anliegen. Bereits jetzt wird bei der Konstituierung von Gremien auf die Zusammensetzung Rücksicht genommen. Die verstärkte Digitalisierung von Gremienarbeit wird diese Bestrebungen unterstützen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Mit Blick auf mögliche Kandidatinnen für das Amt der ehrenamtlichen Bundesvorsitzenden wird der Bundesvorstand bei erfolgter Wahl Überlegungen anstellen, wie Rahmenbedingungen für ein gelingendes Ehrenamt im Bundesvorstand individuell auf die Amtsinhaberin ge­­schaffen werden können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.7 Geistliche Verbandsleitung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Geistliche Verbandsleitung (GVL) hat die Aufgabe, Erfahrungen im verbandlichen Kontext - die Zeichen der Zeit - im Licht des Evangeliums zu deuten. GVL ist eine Querschnitts­aufgabe, sie umfasst die Auseinandersetzung mit spezifischen Themen und Fragestel­lungen, die Pflege von Stil und Kultur und auch konkrete Formen von Gottesdienst und Gebet. Im Dezember haben sich Simon Linder (Bundesstelle) und Stefan Ottersbach (Bundesvorstand) erstmalig zu einem halbtägigen Klausurtag getroffen, um Themen zu sammeln und zu gewichten. Dabei haben sie für das Jahr 2021 die Themen „Geistliche Verbandsleitung”, „Kirche bewirbt sich und Berufungspastoral”, „Schöpfungsspiritualität”, „Stil und Kultur” und „Firmung und andere Sakramente im Jugendverband” priorisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die beiden letztgenannten Themen wollen sie zunächst im Rahmen des Konveniat GVL beraten. Zum Thema „Geistliche Verbandsleitung” bieten sie am 4. September 2021 einen Fachtag an. In der Vorbereitungsgruppe für den Fachtag sind Annette Jantzen (DV Aachen), Anna-Lena Salomon (GCL-MF), Simon Linder (Bundesstelle) und Stefan Ottersbach (Bundesvorstand). Darüber hinaus starten sie in diesem Jahr mit einem neuen digitalen Format: „ZOOM IN”: Am 26. Mai 2021 zum Thema „Kirche bewirbt sich!“, im Herbst zum Thema „Schöpfungsspiritualität“. Zielgruppe sind alle Verbandler*innen, die sich für das jeweilige Thema interessieren, darüber hinaus aber auch alle weiteren interessierten Personen. Es soll einen ca. zweistündigen Austausch geben, der durch verschiedene Inputs zum Thema unterstützt wird. Am Ende des Jahres wird das Format evaluiert und darüber entschieden, ob es fortgesetzt wird.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.8 Goldenes Ehrenkreuz</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im September 2020 hat der Bundesvorstand die Vergabekriterien für das Goldene Ehrenkreuz (GEK) aus dem Jahr 2016 bestätigt und im März über den Newsletter kommuniziert. Derzeit gibt es ca. 270 Träger*innen dieses Ehrenzeichens. Im Berichtszeitraum wurde das Goldene Ehrenkreuz an Elena Stötzel (DV Köln) und Johannes Wilde (DV Münster) verliehen. Das ursprünglich für Dezember geplante GEK-Träger*innen-Treffen wurde nicht durchgeführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesvorstand bedauert, dass das Treffen der GEK-Träger*innen ausfallen musste.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das nächste GEK-Träger*innen-Treffen ist am 8./9. Oktober 2021 geplant. Es wird von Alex Schmitz, Annika Triller und Stefan Ottersbach vorbereitet. Langfristig ist zu prüfen, ob dieses Netzwerk (ehemaliger) BDKJler*innen noch mehr in den Blick genommen werden kann, z. B. für „Get out-Seminare“ für aktive Mandatsträger*innen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.9 Öffentlichkeitsarbeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>1.3.9.1 Allgemeines</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesstelle kommuniziert über verschiedene Medien, sowohl analog wie digital die Themen und Positionen des Dachverbands. Sie umfasst die inner- und außerverbandliche Kommunikation. Hauptzielgruppe der Außenkommunikation sind Entscheidungsträger*innen in Kirche, Staat und Gesellschaft sowie ihre Mitarbeiter*innen und Journalist*innen. Die Bundesstelle adressiert ihre Kommunikation außerdem an Mandatsträger*innen innerhalb des BDKJ, die in vielen Bereichen wiederum Multiplikator*innen für Inhalte des BDKJ sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bereiche und Mittel der Öffentlichkeitsarbeit auf Bundesebene sind:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Pressearbeit: Verfassen von Pressemitteilungen, Aktualisierung der Presseverteiler, Beantwortung von Anfragen und die Vermittlung und Vorbereitung von Interviews</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Online-Kommunikation: Redaktion und Pflege von bdkj.de, Redaktion der beiden Newsletter (intern und extern), Planung von weiteren Webseiten der Bundesstelle</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Social-Media-Kommunikation: Planung und Bespielung der Kanäle Facebook, Instagram und Twitter und Aufbau eines Telegram-Kanals</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Printprodukte: Produktion des Magazins BDKJ.konkret sowie weitere Produkte wie Flyer und Werbematerialien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Strategische Planung der Themen und Kommunikationsziele der Bundesstelle.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>1.3.9.2 Pressearbeit</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum war der Synodale Weg thematisch prägend. Es konnten nicht nur die Positionen des BDKJ und der Jugendverbände erfolgreich in den Medien platziert werden, es wurden auch durch die Kommunikation der Themen im Synodalen Weg wichtige neue Medienkontakte aufgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt waren Presseanfragen zur Jugend­verbandsarbeit und der Corona-Pandemie, welche mehrheitlich an die Landesstellen weitergeleitet wurden, um der Diversität der Auswirkungen auf Kinder- und Jugendliche durch die unterschiedlichen Regelungen der Länder gerecht zu werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Versand von Pressemitteilungen wurde durch die Umstellung auf Typo3 professionalisiert und ist bedeutend effizienter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ konnte insbesondere zum Synodalen Weg und zur der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Diözesen sehr hohe Aufmerksamkeit von Medien verzeichnen. Positiv zu bewerten ist hier weiterhin die hohe Medienpräsenz der 15 jungen Menschen in der Synodalversammlung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Auch in diesem Jahr sind im Frühjahr und Sommer vermutlich viele Presseanfragen zur Corona-Pandemie im Zusammenhang mit Lockerungen und Ferienfreizeiten zu erwarten. Durch die zweite Synodalversammlung im September wird aber auch das Interesse am Synodalen Weg erneut steigen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>1.3.9.3 Online-Kommunikation</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Online-Kommunikation gewinnt durch die voranschreitende Digitalisierung in der Gesellschaft weiter an Bedeutung. Möglichst alle Themenfelder müssen online abgebildet werden. Die Statistiken zeigen, dass eine Auffindbarkeit bei Google von hoher Bedeutung ist. Die Kooperationstagung Öffentlichkeitsarbeit hat deswegen die Google-Optimierung thematisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einige Seiten auf bdkj.de wurden überarbeitet bzw. neu aufgestellt. Die Seite zum Synodalen Weg ist nun leicht auffindbar und thematisch in die die vier Themen des Synodalen Weges gegliedert. Hinzugefügt wurden Seiten zur Forderung nach Senkung des Wahlalters sowie zur Pflichtdienstdebatte. Weiterhin wurde die Seite zukunftszeit.de für die diesjährige Aktion aktualisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Bereich des Newsletters wurde ein monothematischer Newsletter eingefügt, der unregelmäßig zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten erscheint. Dieses neue Format, welches den bisherigen Newsletter ergänzt, erfuhr viele positive Rückmeldungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aktuell werden wird die Homepage schrittweise überarbeitet und der monothematische Newsletter aufgebaut.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Homepage soll ein Upgrade auf Typo3 Version 10 erhalten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>1.3.9.4 Social-Media-Kommunikation</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ ist in den Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram aktiv. Unterstützt wird die Bundesstelle vom ehrenamtlichen Webteam, für welches Verstärkung gesucht wird. Im Referat Öffentlichkeitsarbeit ist eine studentische Hilfskraft (8 Stunden/Woche) für die Social-Media-Kommunikation tätig. Die Stelle der studentischen Hilfskraft war von Oktober 2020 bis Januar 2021 unbesetzt. Mit der Neubesetzung ist eine Zusammenlegung mit der Honorarstelle für den Kritischen Konsum erfolgt, wodurch Synergieeffekte erreicht werden konnten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Instagram wurde eine eigene Redaktionsstrategie entwickelt, da die Öffentlichkeits­arbeit hier aufwendiger ist. Zugleich hat das Webteam gut erkannt, welche Formate auf Instagram gut funktionieren. Beispielsweise führen Insta-Live-Talks zu sprunghaften Anstiegen der Follower*innenzahlen. Auch haben sich Themenblöcke im Zusammenspiel aus Storys und Feed bewährt. Mit der Aktion Dreikönigssingen wurden REELS ausprobiert, welche gut funktioniert haben und weiterentwickelt werden sollen. Auch wurden gute Erfahrungen mit Filtern gesammelt. Auf Facebook und Twitter wurden die Aktivitäten unverändert fortgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>1.3.9.5 Vernetzung</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch 2020 haben sich einige Referent*innen aus den Jugend- und Diözesanverbänden im Rahmen der Kooperationstagung vernetzt. Diese fand diesmal online in drei Terminblöcken mit einem Bildungsteil statt. Die Kooperationstagung wurde in Kooperation mit JHD Bildung durchgeführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.10 Prävention sexualisierter Gewalt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtszeitraum hat sich der BDKJ auf Bundesebene u. a. mit der Entwicklung eines Awareness-Konzepts für die BDKJ-Hauptversammlung und andere Großveranstaltungen auseinandergesetzt und stand den diözesanen Beauftragten und den Jugendverbänden für Fragen zur Prävention sexualisierter Gewalt beratend zur Verfügung. Zudem wird aktuell ein Präventions- und Interventionskonzept auf Basis der neuen Rahmenordnung Prävention für die BDKJ–Bundesstelle entwickelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt spielt für den Dachverband eine große Rolle. Leider hat sich die Entwicklung des Präventions- und Interventions­konzepts für die Bundesstelle coronabedingt um ca. ein halbes Jahr nach hinten verschoben.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der BDKJ Bundesvorstand bietet mindestens alle zwei Jahre einen Vernetzungstag mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) für die Präventionsbeauftragten der Diözesan­verbände an, welcher sehr gut angenommen wird. Dieser steht im Jahr 2021 im Herbst wieder an.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.11 Verbandsaufbau</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 10. Oktober 2020 hat ein Fachtag zum Thema Verbandsaufbau in Kooperation mit JHD Bildung und einem Referenten der Akademie Junges Land stattgefunden. Inhalte waren u. a. Reflexion der eigenen Engagement-Biografie, Best Practices Verbandsentwicklung, Freiwilligenmangement und projektorientiertes Engagement.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Fachtag wurde von den zehn Teilnehmer*innen sehr gut bis gut bewertet.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ein weiterer Fachtag ist nach den Sommerferien 2021 geplant. Weitere Impulse zum Verbandsaufbau erwartet der Bundesvorstand aus den Hearings zum Grundsatzprogramm. Verbandsaufbau wird nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie ein Querschnittsthema aller Ebenen bleiben.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.3.12 Verbandsentwicklung im engeren Sinne</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach Beratung der Bundeskonferenzen der Jugend- und Diözesanverbände hat der Hauptausschuss im Februar beschlossen, dass es im Jahr 2022 eine Neuauflage der Telefoninterviews aus dem Jahr 2020 geben soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aus unserer Sicht lohnt die Verstetigung der Interviews. Dabei sind Format und Inhalte zu aktualisieren, wobei wir die Erkenntnisse der Projektgruppenarbeit zu Beschluss 1.90 berücksichtigen wollen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird im Winter 2021 im Hauptausschuss eine Projektgruppe initiieren.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1.4 Rechtsträger BDKJ Bundesstelle e. V.</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der BDKJ-Bundesstelle e. V. ist der Rechtsträger des BDKJ-Bundesverbands.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.4.1 Finanzen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziel der Organe des Vereins ist der effiziente Einsatz der finanziellen Mittel. Unter dieser Maßgabe wurde der Stellenplan weiterentwickelt und die Budgetplanung vorgenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Haushaltsjahr 2019 wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 124.063 EUR abgeschlossen. Der Überschuss wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung der Rücklage zugeführt. Die Bilanz zum 31.12.2018 weist Rücklagen in Höhe von 730.841 EUR aus. Die Zielgröße für Beitragseinnahmen von 470.000 EUR wurde um rund 11.000 EUR unterschritten. Es gingen rund 6.000 EUR weniger an Beiträgen ein als im Vorjahr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Haushaltsabschluss erfolgte auch die Endabrechnung der 72-Stunden-Aktion 2019. Der Gesamtaufwand lag mit 649.668 EUR um 6.669 EUR geringfügig über dem ursprünglichen Plan. Der Mehraufwand konnte vollständig durch zusätzliche Drittmittel gedeckt werden, eine finanzielle Beteiligung der Jugend- und Diözesanverbände an den Projektkosten war nicht notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Durch den neu zusammengesetzten Vorstand ist nach dem Sommer eine neue Dynamik zur Weiterentwicklung der Bundesstelle entstanden. Die Finanzen des BDKJ-Bundesstelle e. V. sind trotz der rückläufigen Beitragseinnahmen aufgrund einer sparsamen Haushaltsführung und der Erhöhung der Mittel im Kinder- und Jugendplan des Bundes aus dem Jahr 2018 sehr solide. Ohne diesen KJP-Aufwuchs würde sich die Situation deutlich schlechter darstellen, da die Personalkosten aber auch andere Kosten wie z. B. Mietkosten, weiter steigen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Haushaltsjahr 2020 wurde mit einem geringfügigen Defizit von rund 16.000 EUR geplant. In Folge der Pandemiesituation ist durch niedrigere Maßnahmenkosten zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings von einem Überschuss auszugehen. Als weitere Folge der Pandemie wurden im Haushaltsjahr 2020 voraussichtlich rund 70.000 EUR weniger für Maßnahmen ausgegeben, da geplante Veranstaltungen überwiegend in Online-Formate übertragen wurden oder ausgefallen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Bei gleichbleibenden Einnahmen und den erwarteten steigenden Kosten kann mit den vorhandenen Rücklagen bis voraussichtlich 2023 verantwortungsvoll gewirtschaftet werden. Um eine tragfähige Finanzierung über das Jahr 2023 hinaus zu sichern, wird die Mitgliederversammlung verschiedene Szenarien für eine mittelfristige Finanzplanung entwickeln.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.4.2 Mitarbeiter*innen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Berichtsjahr gab es wieder einige personelle Veränderungen in der Bundesstelle: Im März 2020 kehrte Yvonne Everhartz, Referentin für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenfragen sowie Diversität aus ihrer Elternzeit zurück, ihre Elternzeitvertretung, Vanessa Hüfner, schied zum 30. April 2020 aus dem Dienst der BDKJ-Bundesstelle aus. Die beiden Minijobberinnen, Carina Müller und Katharina Flock in den Bereichen Social Media/Kritischer Konsum beendeten ihre Tätigkeit zum 31. August 2020 bzw. 31. Dezember 2020. Zur Nachbesetzung wurden die beiden Aufgabenbereiche in einer Stelle für eine studentische Hilfskraft mit 16 Stunden/Woche zusammengefasst, die Thomas Gies am 15. Januar 2021 angetreten hat. Im Referat für Internationale Jugendarbeit hat Simone Weininger am 1. Juli 2020 ihren Dienst als Elternzeitvertretung für Elisabeth Lüdeking angetreten, die seit Februar 2020 schrittweise aus der Elternzeit zurückkehrt. Zum 31. Dezember 2020 ist Paul Schroeter ausgeschieden, der als Vorstandsreferent für die Zeit der Vakanz des Bundespräses angestellt wurde. Zum 1. Februar 2021 hat Johanna Ostermeier als Projektassistentin für das Projekt zu Umsetzung des Beschlusses „Strukturen und Schwerpunkte des BDKJ-Bundesverbands“ ihren Dienst angetreten. Am 1. März 2021 hat Alexander Hapich seine Tätigkeit als Elternzeitvertretung für Mareike Thieben im Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aufgenommen. Seit dem 1. März 2021 ergänzt Constanze Mayer als Projektreferentin, vorerst als Honorarkraft, für das Projekt „Zukunftszeit“ das Team der BDKJ-Bundesstelle. Während die längerfristigen krankheitsbedingten Vakanz im Sekretariat des Berliner Büros wurde mit studentischen Aushilfen gearbeitet, um die ausgefallene Arbeitsleistung zumindest teilweise zu kompensieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit stellt sich der Personalstand zum Zeitpunkt der Berichtslegung folgendermaßen dar: Aktion Dreikönigssingen (N.N., 50%), Entwicklungsfragen (Lena Wallraff, 75+25%), Entwicklungspolitische Freiwilligendienste (Benedikt Pees, 100%), Europäische Jugendpolitik (Jakob Kemper, 15%), Freiwilligendienste (Jule Fennel, 100%), Internationale Jugendarbeit (Simone Weininger, 50%, ggf. projektbedingte Aufstockung um 25 %; Elisabeth Lüdeking EZ + 10%), Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik sowie Genderfragen (Yvonne Everhartz, 100%), Jugendsozialarbeit (Ludger Urbic, 100%), Kirchenpolitik und Jugendpastoral (Simon Linder, 50%), Projektassistenz (Johanna Ostermeier, 17,7%), Öffentlichkeitsarbeit (Alexander Hapich, EZV für Mareike Thieben, 100%) Sekretariat Berlin (Gabriele Weißbach, 80%), Sekretariat Düsseldorf (Christina Hinz, 80%; Martina Pickhardt, 50%; Shirley Korfmacher, 60%; Andreas Schmitz, 80%), Soldat*innenfragen/ aktion kaserne (Stefan Dengel, 100%), seit 1. April Projektreferat „Zukunftszeit“ (Constanze Mayer, 80%). In der thematischen Zuordnung der Referate gab es keine Veränderungen. Allerdings gab es einige personelle Wechsel: Die Bundesstelle verlassen haben Paul Schroeter und Mareike Jansen. Ferner haben wir Christiane Johns in den Ruhestand verabschiedet. Für sie ist von März bis Juni 2021 verstärkt Lisa Bobsin als Auszubildende des Jugendhaus Düsseldorf in der Bundesstelle tätig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Team der Bundesstelle und alle einzelnen Akteur*innen sind in hohem Maße motiviert, ihre Expertise im Sinne des BDKJ einzusetzen. Dabei sind die permanenten Personalwechsel gleichermaßen Herausforderung wie Anregung zu Entwicklung. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen ehemaligen Kolleg*innen für ihr Engagement und wünschen Gottes Segen für die Zukunft. Zugleich freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit allen Kolleg*innen, die neu oder weiterhin in der BDKJ-Bundesstelle im Dienst des Verbandes stehen. Das Projektreferat Aktion Dreikönigssingen soll so schnell wie möglich neu ausgeschrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 herrschte den Sommer über wieder weitestgehend Normalbetrieb in der Bundesstelle. Im Verlauf des Herbstes wechselten aber die meisten Mitarbeitenden wieder in das Homeoffice. Dankenswerterweise haben einzelne Mitarbeitende regelmäßig Post gesichtet und per Scan an die zuständigen Kolleg*innen weitergeleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.4.3 Teamsitzung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Mitarbeitenden der BDKJ-Bundesstelle kommen regelmäßig zu einer Teamsitzung zusammen. Um die Zusammenarbeit in diesem Team zu verbessern, hat der Vorstand mit dem Teamklausurtag im März 2021 einen Prozess zur Entwicklung eines gemeinsamen Teamverständnisses und einer Teamkultur auf den Weg gebracht. Die für den Frühsommer 2020 geplante Teamklausur zur Entwicklung von Grundlagen für eine eigene Präventions­ordnung für die BDKJ-Bundesstelle musste coronabedingt ausfallen und ist jetzt für den Sommer 2021 geplant.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.4.4 Referent*innenbesprechung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zweimal jährlich finden mehrtägige Referent*innenklausuren statt, die zur intensiven Vorbereitung der BDKJ-Hauptversammlung, zum Austausch und Verständigung über gemeinsame Aktivitäten der Bundesstelle und zur Beratung über aktuelle politische Entwicklungen dienen. Einmal jährlich wird dazu auch für einen Teil der Sitzung eine externe Moderation eingeladen, um die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Zudem wurden in den vergangenen Jahren immer wieder zu relevanten Schwerpunkten externe Referent*innen dazu eingeladen, beispielsweise zur Prävention sexualisierter Gewalt,. Im Berichtszeitraum fanden zwei Online-Tagungen statt. Im Rahmen einer Sitzung wurde die Intervision als Methode eingeführt und die Einführung von einer externen Referentin übernommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Coronabedingt konnten die Sitzungen im Berichtszeitraum nur digital stattfinden, was der Bundesvorstand sehr bedauert, vor allem da dadurch teaminterne Prozesse schwieriger methodisch begleitet werden können.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Für den Bundesvorstand sind Präsenztreffen mit der gesamten Bundesstelle und den Referent*innen für die Weiterentwicklung des Teams der Bundesstelle notwendig. Deshalb hoffen wir, dass wir unsere geplante Tagung im Sommer auch als Präsenzformat durchführen können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>1.4.5 Organisations- und Personalentwicklung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen der Vorstandsklausuren im Dezember 2020 und Januar 2021 hat sich der Bundesvorstand Zeit genommen, um dieses Aufgabenfeld zu beraten. Seitdem hat er bereits folgende Projekte umgesetzt: Einführung einer Personalaktenordnung, Einführung einer gemeinsamen Jahresplanung für die Bundesstelle. Folgender Projekte hat er darüber hinaus für das Jahr 2021 beschlossen: Optimierung der bestehenden Dokumentenablage, Etablierung eines Wissensmanagementsystems insbesondere für neue Mitabeiter*innen, Weiterentwicklung der Teamkultur, Überprüfung der Ablauforganisation an den Schnitt­stellen von Sekretariaten, Referaten und Vorstand mit Begleitung einer Organisations­beraterin; Einführung Office 365, Einführung Dokumentenmanagement, Überarbeitung der Dienstvereinbarung zu Jahresmitarbeiter*innengesprächen, Einführung einer zentralen Adressdatenbank, Einführung eines Präventions- und Interventionskonzeptes gegen sexualisierte Gewalt für die Bundesstelle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Organisations- und Personalentwicklung sind für den Bundesvorstand Teil der Leitungs­verantwortung. Sie sollen nicht dazu führen, dass die Bundesstelle um sich selbst kreist, sondern dienen dazu, dass alle beteiligten Personen ihre Talente und Fähigkeiten gut entfalten können und zum Nutzen des Bundesverbands einbringen können. Es ist daher im Sinne der handelnden Menschen sowie des Verbands bedeutsam, dass hierauf in angemessenem Rahmen kontinuierlich die Aufmerksamkeit des Bundesvorstands gerichtet ist. Ziel ist, dass die Bundesstelle ihrem Auftrag in vorbildlicher Weise gerecht wird.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Bundesvorstand wird die Umsetzung der benannten Projekte in diesem Sinne geduldig vorantreiben. Dabei handelt er prozessorientiert und er muss im Auge behalten, dass die Umsetzung für alle Beteiligten leistbar bleibt. Mit den Zwischenergebnissen des Prozesses „Strukturen und Schwerpunkte des BDKJ-Bundesverbands“ und möglichen Auswirkungen auf die Bundesstelle wird sich die Mitgliederversammlung im Sommer 2021 befassen.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 07 Apr 2021 17:46:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B0.2: Vorwort</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Vorwort-63110</link>
                        <author>BDKJ-Bundesvorstand</author>
                        <guid>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Vorwort-63110</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Liebe Delegierte der Hauptversammlung, liebe Freund*innen, liebe Interessierte,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>sehr außergewöhnliche 9 Monate liegt die letzte Hauptversammlung zurück. Monate, die sich zwischen gefühltem Stillstand und unglaublich viel Bewegung befinden. Monate mit wenigen und doch sehr vielen Begegnungen. Monate, in denen wir als Bundesvorstand in ganz Deutschland unterwegs waren und doch kaum gereist sind. Die Corona-Pandemie hat die Art und Weise unseres Arbeitens geprägt und die Jugendverbandsarbeit vor große Herausforderungen gestellt. Und erneut können wir uns zur Hauptversammlung lediglich im digitalen Raum begegnen. Die Pandemie und die verkürzte Zeit zwischen den Haupt- versammlungen erschwerte auch den Start des neuen Bundesvorstandsteams. Doch neben all diesen Herausforderungen haben wir auch eine Jugendverbandsarbeit kennengelernt, die sich der Situation stellt, in der viele unglaublich engagierte Jugendverbandler*innen tätig sind, die ihr Engagement und ihre Energie zum Wohle der Kinder und Jugendlichen investiert haben und die viele kreative Ideen und Aktionen für Kinder und Jugendliche hervorbringt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pandemie hat auch Politik, Kirche und Gesellschaft geprägt und dennoch konnte viel bewegt werden. Wir konnten die Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche positiv mitgestalten, auch wenn noch viel zu tun ist. Wir konnten Erfolge im Bereich der Klimapolitik und des Lieferkettengesetztes erzielen. Wir konnten auch den Synodalen Weg maßgeblich gestalten sowie die Aktion Dreikönigssingen zum Erfolg führen. Dies sind nur wenige Beispiele, die den Wert unseres Einsatzes zeigen, die aber auch weiterhin Engagement brauchen. Auch ohne Corona-Krise gibt es genügend Aufgaben, denen wir uns mit euch gemeinsam gerne stellen möchten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An dieser Stelle danken wir von Herzen allen Menschen, die viel Energie, Leidenschaft und Herzblut in die katholische Jugendverbandsarbeit stecken, die mit uns für eine bessere Welt einstehen, die Kindern und Jugendlichen ein gutes Leben ermöglichen wollen und sich Tag</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>für Tag um unsere Gesellschaft und unsere Welt sorgen. Unter dem Dach des BDKJ Hand in Hand miteinander zu wirken, ist großartig. DANKE!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Euer BDKJ-Bundesvorstand</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lisi Maier, BDKJ-Bundesvorsitzende</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Stefan Ottersbach, BDKJ-Bundespräses</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gregor Podschun, BDKJ-Bundesvorsitzender</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 07 Apr 2021 01:47:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B0.1: Kleine Lesehilfe</title>
                        <link>https://antrag.bdkj.de/bericht21/Kleine_Lesehilfe-40583</link>
                        <author>BDKJ-Bundesvorstand</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der folgende Bericht gliedert sich in drei Abschnitte:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Leitung des Dachverbands und seiner Einrichtungen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Mitarbeit und Interessenvertretung in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die jeweiligen Abschnitte wiederum gliedern sich in verschiedene Wirkungsbereiche des Bundesvorstands. Ein Überblick über die Aufgabenfelder und die Zuständigkeiten findet ihr im Aufgabenprofil des Bundesvorstands im Anhang.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In jedem Kapitel berichten wir über die Arbeit vom 1. August 2020 bis zum 15. März 2021. Die fett geschriebenen Absätze stellen dabei eine zusammenfassende Bewertung des Bundesvorstands dar. Die kursiv geschriebenen Absätze sind ein Ausblick auf die kommenden Aufgaben im jeweiligen Feld.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nun wünschen wir euch viel Freude beim Lesen und Kommentieren. Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen, Fragen und Anregungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Redaktionsschluss: 15. März 2021</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 07 Apr 2021 01:46:13 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>