| Veranstaltung: | Rechenschaftsberichte zur Hauptversammlung 2026 |
|---|---|
| Berichterstatter*in: | BDKJ-Bundesvorstand |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 23.03.2026, 12:00 |
B II.4: Europäische Jugendpolitik
Text
Das Referat für Europäische Jugendpolitik ist ein gemeinsames Referat
des BDKJ
mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der deutschen
Bischofskonferenz (afj)
und der Bundeszentrale für katholische
Jugendarbeit Jugendhaus Düsseldorf e.V.
(JHD). Anstellungsträger ist das
JHD, die Fachaufsicht liegt bei der afj. Seit
August 2023 besetzt Jan
Lukas Borzim die Stelle mit 30 Prozent.
Das gemeinsame Referat ist lose in der Nachfolge des ehemaligen
Brüsseler
Europabüros, das im Frühjahr 2022 aus Finanzierungsgründen
abgeschafft wurde,
angedacht und war für eine erste Laufzeit von drei
Jahren vorgesehen.
Hauptaufgaben des Referats sind die Beschaffung von
europabezogenen
Informationen für die Jugend- und Bildungsarbeit, das
Monitoring und die
politisch-strategische Beratung der Träger in
Deutschland sowie Information über
Fördermöglichkeiten und
Mittelbeschaffung und Zusammenarbeit mit
Kooperationspartner*innen in
Brüssel. Zusätzlich übernimmt das Referat die
Interessensvertretung des
BDKJ in Gremien und Organisationen. Zu den Aufgaben im
Referat gehörte
auch, dass der Referent im besten Fall Projektmittel oder
andere
Förderungen ausfindig macht, mit denen die Stelle erweitert
und
zukunftsfähig aufgestellt werden könnte.
Die Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit − Jugendhaus
Düsseldorf e. V.
hat zum Jahreswechsel 2025/2026 angekündigt, die
Kooperation aus
Ressourcengründen nicht fortsetzen zu können. Ohne das
JHD können auch die
beiden anderen Träger die Stelle nicht in der Form
weiter finanzieren, so dass
diese mit Ende der Befristung der
Kooperation im August 2023 endet. Innerhalb
des BDKJs müssen wir aktuell
noch darüber beraten, wie wir die Themen rund um
Europa weiterbearbeiten
können. Wir planen dies auf dem Hauptausschuss im Juni
zu
thematisieren.
In der AG werden aktuelle Themen besprochen und gemeinsame
Positionen
erarbeitet. Hier treffen viele verschiedene Mitgliedsorganisationen
des
DBJR aufeinander und tauschen sich aus. Die AG tagt vier bis fünf Mal
pro
Jahr, steht aber auch zwischen den Terminen im Austausch. Im
Dezember 2025 wurde
Jan erneut in das Gremium gewählt und übernimmt dort
weiterhin die Vertretung
des BDKJ. Die erste Sitzung und
Neukonstituierung der AG im Jahr 2026 fand im
Januar statt. Neben den
Formalia ging es inhaltlich um die Themen Demokratie
unter Druck, den
Mehrjährigen Finanzrahmen der EU und die EU-Jugendstrategie.
Über die
bisherige Mitarbeit in der AG konnte Jan an internationalen
Konferenzen
teilnehmen und Kontakte zu Jugendverbandler*innen in ganz
Europa
knüpfen.
Wir sind sehr zufrieden damit, über den DBJR-Kontakte im
Bereich der
europäischen Jugendpolitik beibehalten und ausbauen zu
können. Die Kontakte und
Inspirationen sind eine große Hilfe, um das
Feld der Europäischen Jugendpolitik
zu bespielen.
Wir wollen im DBJR weiterhin eine verlässliche Anlaufstelle sein
und darüber
hinaus mit vielen Kooperationspartner*innen und
Politiker*innen ins Gespräch
kommen. Wie wir dies sicherstellen können,
wenn die Referatsstelle endet, müssen
wir noch weiter beraten. Eine
Möglichkeit könnte z.B. eine Beauftragung einer
Person aus unseren
Strukturen sein, die sich dann im DBJR zur Wahl stellt.
Vom 3.bis 5. Dezember fand im Europäischen Jugendzentrum in Straßburg
die
Konferenz „Democracy in Action: Youth Work Matters!“ statt. Die
Fachstelle für
Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik
Deutschland e.V. (IJAB) hat
zusammen mit der Jugendabteilung des
Europarats dazu eingeladen. In
verschiedenen inhaltlichen und
methodischen Workshops diskutierten
Vertreter*innen von über 20
europäischen, nationalen und lokalen Organisationen
zum Thema „Youth
Work Matters!“. Neben inhaltlichem Input gab es einen regen
Austausch
über den Stand der Internationalen Jugendarbeit. Die
Best-Practice-
Beispiele und Reflexionsrunden gaben Denkanstöße, um die
eigene Arbeit noch mehr
an die Gegebenheiten anzupassen.
Konferenzen wie diese sind wichtige Begegnungspunkte
außerhalb der regulären
europäischen Gremienarbeit und bieten Zeitraum
für einen inhaltlichen Austausch.
Wir begrüßen die Möglichkeit
teilzunehmen und hoffen auf weiter ähnliche
Formate.
Wir hoffen auf eine Wiederholung dieser oder einer ähnlichen
Konferenz, um
weiter mit europäischen Trägern in Austausch zu stehen.
Besonderer Dank gilt
dafür dem Team der IJAB, das diese Konferenz
maßgeblich auf die Beine gestellt
hat.
Ende August 2025 entstand die Idee für eine Veranstaltungsreihe unter
dem Titel
„Europa Verstehen!“ als Kooperationsprojekt von afj, BDKJ und
der Bundeszentrale
für Katholische Jugendarbeit. Ziel ist es in vier
Sitzungen die aktuellen
Vorgänge auf europäischer Ebene leicht
zugänglich zu erklären. Die Themenauswahl
fiel auf die Schwerpunkte:
Migrationspolitik, Mehrjähriger Finanzrahmen der EU
(MFR),
Sicherheitspolitik und European Green Deal. Gemeinsam mit
Expert*innen
nähern wir uns den Themen und bieten Raum für Nachfragen. In
den
bisherigen beiden Sitzungen hatten wir Unterstützung durch Dr.
Kerstin
Düsch-Wehr (Katholisches Büro) und Svenja Ueing (BDKJ). In
beiden
bisherigen Veranstaltungen gab es niedrige Teilnahmezahlen von drei
bis
sechs Personen, zweimal mussten Termine aufgrund von
fehlenden
Teilnehmer*innen verlegt werden. Die nächste Sitzung findet am
12.03.26
zum Thema Sicherheitspolitik statt. Als Referentin wird uns Dr.
Pia
Fuhrhop Rede und Antwort stehen.
Wir freuen uns über den Input und Möglichkeiten zum Austausch
zu den aktuellen
Themen auf europäischer Ebene. Die Veranstaltungen sind
ein guter Input zur
weiteren Arbeit in verschiedenen
Kontexten.
