| Veranstaltung: | Rechenschaftsberichte zur Hauptversammlung 2026 |
|---|---|
| Berichterstatter*in: | BDKJ-Bundesvorstand |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 23.03.2026, 12:00 |
B II.9: Jugendpolitik
Text
Das Referat für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik und
Diversität wird
seit Juni 2022 von Joana Kulgemeyer mit einem
Stellenumfang von 100 Prozent
besetzt. Das Referat wird durch KJP-Mittel
finanziert. Dennis Wartenberg ist
seit Oktober 2022 als
Verwaltungsfachkraft tätig.
Das Referat unterstützt und berät den Bundesverband auf Grundlage
der
Bundesordnung sowie im Rahmen der aktuellen Schwerpunktsetzungen
und
Beschlüsse in Fragen der Jugendpolitik
– im Umfang der hierfür anteilig zur Verfügung stehenden Ressourcen, da
weitere
Fachbereiche im Referat verortet sind.
Zu Beginn der Legislatur haben wir − vor dem Hintergrund der
BDKJ-Beschlusslage
− eine Kommentierung des Koalitionsvertrags
vorgenommen. Sie orientiert sich
systematisch an den Kapiteln des
Wahlprogramms der Generation Jetzt! und schafft
− im Abgleich mit den
Zielsetzungen der Bundesregierung − direkte
inhaltliche
Anknüpfungspunkte zu unserer Vision einer
generationengerechten
Gesellschaft. Ausgehend vom Leitgedanken,
Generationengerechtigkeit als
Kompass politischer Verantwortung zu verankern,
verstehen wir diese
Kommentierung als strategische Grundlage und inhaltlichen
Rahmen unseres
politischen Engagements.
In den ersten Monaten der aktuellen Bundesregierung wurde deutlich,
wie sich die
veränderte Ausrichtung in konkreten politischen
Prioritätensetzungen
niederschlägt − etwa in einer stärkeren Betonung
von Schutz − gegenüber
Teilhaberechten junger Menschen und einer
Fokussierung auf formale,
leistungsorientierte Bildung. Als
Bundesvorstand haben wir diese Verschiebungen
zum Anlass genommen,
jugendpolitische Leerstellen strategisch zu identifizieren
und aktiv zu
adressieren. Dabei haben wir insbesondere außerschulische Bildung
als
unverzichtbare Ergänzung der formalen Bildungskette
sowie
Jugendverbandsarbeit als Teil einer demokratischen
Wirkungsinfrastruktur
sichtbar gemacht. Dazu haben wir gezielt Gespräche mit
neuen
Abgeordneten geführt, unsere Positionen eingebracht und für eine
stärkere
strukturelle Verankerung jugendverbandlicher Perspektiven
geworben.
Die politische Kontaktpflege ist und bleibt eine zentrale
Säule unserer Arbeit.
Der Aufbau und die Vertiefung tragfähiger
Beziehungen benötigen Zeit,
Kontinuität und personelle Ressourcen − eine
Herausforderung unter den aktuellen
Rahmenbedingungen. Gleichzeitig
erleben wir, dass sich diese Investition lohnt:
Viele Gespräche eröffnen
konstruktive Anknüpfungspunkte und stärken die
Wahrnehmung
jugendverbandlicher Perspektiven im politischen Raum.
Für die kommenden Monate nehmen wir uns vor, diese bestehenden
Kontakte
strategisch weiterzuentwickeln und noch gezielter zu nutzen.
Unser Fokus liegt
darauf, generationengerechte Impulse frühzeitig und
wirksam in laufende
Gesetzgebungs- und Förderprozesse einzubringen und
so jugendpolitische Anliegen
nachhaltig zu verankern.
Im Jahr 2025 kamen die BDKJ-Landesstellen erneut zu zwei
gemeinsamen
Austauschformaten zusammen, die wir in bewährter Kooperation mit der
afj
durchgeführt haben. Während im Juni ein digitales Treffen stattfand, bot
die
Präsenztagung im Oktober in Berlin Raum für vertiefte Diskussionen
und
persönliche Begegnungen.
Inhaltlich prägten insbesondere die zunehmenden demokratiefeindlichen
Angriffe
auf zivilgesellschaftliche Strukturen und Jugendverbandsarbeit
im Besonderen die
Gespräche. Vor diesem Hintergrund stand auch die
strategische Vorbereitung auf
anstehende Kommunal- und Landtagswahlen im
Fokus. Zudem wurden die
Rahmenbedingungen und Perspektiven
internationaler Jugendbegegnungen beraten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag
auf Entwicklungen im Kinder- und Jugendplan des
Bundes (KJP) sowie auf
der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung
(GaFöG) und
dessen Bedeutung für die Jugendverbandsarbeit in den Ländern.
Aus unserer Perspektive haben sich die Landesstellentagungen
als verlässliches
und wirksames Format für Abstimmung und Vernetzung
erwiesen. Sie ermöglichen es,
politische Entwicklungen frühzeitig
gemeinsam einzuordnen, Handlungsoptionen zu
entwickeln und
länderübergreifende Strategien abzustimmen. Die Kooperation von
afj und
Bundesstelle bildet dafür einen tragfähigen
gesellschaftspolitischen
Rahmen. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, das
kontinuierliche
Engagement und die konstruktiven Impulse möchten wir an dieser
Stelle
ausdrücklich danken.
Die Termine für 2026 stehen bereits fest: Am 12. Juni 2026 ist
ein digitales
Treffen vorgesehen. Vom 8. bis 9. Oktober 2026 findet eine
zweitägige
Präsenztagung in Berlin statt, bei der unter anderem der
Austausch mit
politischen Akteur*innen geplant ist.
Die Jugendpolitische Vernetzungsrunde hat sich als digitales
Austauschformat mit
einem stabilen Kreis an Teilnehmenden etabliert. Im
Jahr 2025 kam die Runde vier
Mal zusammen; im Februar des Jahres 2026
fand ein weiteres Treffen statt. Da
viele Arbeitsbereiche im BDKJ
jugendpolitische Bezüge haben, können die
Teilnehmenden im Vorfeld
Themen und Fragstellungen einbringen. Die Treffen
orientieren sich
entsprechend an diesen Themenwünschen; ergänzend bringt
der
Bundesvorstand aktuelle jugendpolitische Entwicklungen aus der
Bundespolitik
ein.
Wir erleben die Vernetzungsrunde als wirksames Instrument, um
den fachlichen
Austausch auch zwischen Diözesan-, Jugendverbänden und
Bundesvorstand lebendig
zu halten und bundesweite jugendpolitische
Prozesse gemeinsam zu besprechen.
Insbesondere im Kontext laufender
Gesetzgebungsverfahren trägt das Format dazu
bei, Positionierungen
frühzeitig zu spiegeln, Informationen zu bündeln und
mögliche Synergien
zwischen den Verbänden zu identifizieren. Darüber hinaus
erweist sich
die Vernetzungsrunde auch für den kontinuierlichen
Informationsfluss aus
dem DBJR als hilfreich, da Lena als Vorstandsmitglied im
DBJR aktuelle
Entwicklungen und Einschätzungen unterjährig weitergeben
und
Perspektiven aus den Verbänden einholen kann.
Darüber hinaus eröffnet die Vernetzungsrunde die Möglichkeit,
aktuelle Debatten
entlang verbandlicher und bundespolitischer Zeitachsen
zeitnah aufzugreifen. Das
Format ist bewusst flexibel angelegt, um
bedarfsorientiert Themen zu setzen und
Raum für Rückfragen,
Einschätzungen und strategische Überlegungen zu bieten.
Entsprechend
begrüßen wir eine breite Beteiligung sowie Impulse aus den
Verbänden zur
Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Formats.
Die Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ) ist das Forum und
Netzwerk
bundesweiter Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen
der freien und
öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe. Sie dient uns als
Raum zur jugend- und
fachpolitischen Kommunikation sowie zur träger- und
handlungsfeldübergreifenden
Kooperation. Wir organisieren und vertreten
unsere Interessen in der Säule der
Jugendverbände und -ringe.
Die AGJ ist somit eine kompetente Anlaufstelle, die durch
ihre Zusammensetzung
einen Wissenstransfer in unterschiedliche Felder
der Jugendhilfe gewährleistet.
Die Mitarbeit in den Fachausschüssen ist
für uns eine wichtige Struktur, um
inhaltlich informiert und personell
gut vernetzt zu agieren. Wir schätzen das
professionelle Engagement in
der AGJ sehr.
Im Juni 2025 wurde der Vorstand der AGJ neu gewählt. In dem
Rahmen wurden Gabi
Weitzmann und Philipp Schweizer aus der Säule der
Jugendverbände und Jugendringe
in den Vorstand der AGJ gewählt.
Gemeinsam mit unseren Partner*innen innerhalb
der Säule überlegen wir,
wie wir die besonderen Anliegen jugendverbandlicher
Arbeit in einer sich
verändernden Struktur weiterhin gut und zielführend
innerhalb der AGJ
verorten können.
In der Woche nach der Hauptversammlung sind wir — entsprechend dem
dort
getroffenen Beschluss — dem Bündnis „AfD Verbot jetzt“ beigetreten
und
unterstützen das Vorhaben auch über weitere Netzwerke. Ergänzend
dazu haben wir
uns mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen
vernetzt, um neben dem
formalen Verbotsverfahren weitere
Handlungsmöglichkeiten auszuloten und die
Debatte nicht auf ein
potenzielles AfD-Verbotsverfahren zu verengen.
Zudem haben wir eine Unterseite auf der Website eingerichtet, auf
der
Informationen zu Anlauf-, Melde- und Beratungsstellen gesammelt sind.
Diese
richtet sich an Gliederungen sowie an ehrenamtlich Engagierte und
hauptberuflich
Tätige. Im Sommer wurde darüber hinaus im Referat eine
feste Struktur zur
Dokumentation rechtsextremer Angriffe etabliert. Auch
im Rahmen der
Jugendpolitischen Vernetzungsrunde ist die kontinuierliche
Befassung mit
demokratiefeindlichen Angriffen inzwischen dauerhaft auf
der Agenda verankert.
Zudem haben wir die vom DBJR und weiteren
Kooperationspartner*innen in den
vergangenen Monaten bereitgestellten
Materialien und Austauschformate aktiv und
breit beworben, um gemeinsam
mit anderen Jugendverbänden weiterführende Schritte
in diesen
Themenfeldern zu gehen.
In Zeiten, in denen demokratische Institutionen,
zivilgesellschaftliches
Engagement und die offene Gesellschaft insgesamt
spürbar unter Druck geraten,
halten wir eine klare, aktive und gut
abgestimmte Auseinandersetzung mit
demokratiefeindlichen Entwicklungen
für unverzichtbar. Es geht dabei nicht nur
um eine reaktive
Positionierung gegenüber einzelnen Vorfällen, sondern um
den
langfristigen Schutz und die Stärkung demokratischer Strukturen, Werte
und
Akteur*innen. Dazu halten wir auch die Umsetzung des Beschlusses
der
Hauptversammlung in Bezug auf die Prüfung eines einheitlichen Verfahrens
für
einen Ausschluss von Mandatsträger*innen mit rechtsextremer
Gesinnung für einen
wichtigen Baustein.
Die Arbeit in diesem Themenfeld wird auch in der kommenden Zeit
eine zentrale
Rolle spielen und ist referatsübergreifend sowie über die
verschiedenen Ebenen
hinweg als ein strategischer Schwerpunkt zu
verstehen. Entscheidend wird dabei
sein, Bedarfe, Entwicklungen und
Herausforderungen frühzeitig transparent zu
kommunizieren und
systematisch zurückzumelden. Nur so können wir passende
Strukturen zur
Unterstützung schaffen, Ressourcen gezielt einsetzen und
unsere
Handlungsfähigkeit nachhaltig stärken.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R)
bleibt für
den BDKJ die zentrale fachliche Ansprechpartnerin in Fragen
des Umgangs mit
Rechtsextremismus, insbesondere im kirchlichen Kontext.
Sie bietet wertvolle
Expertise, strategische Beratung und
Vernetzungsmöglichkeiten für unsere
Auseinandersetzung mit
demokratiefeindlichen Entwicklungen und unterschiedlichen
Form
Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Die Jahrestagung der BAG K+R widmete sich im vergangenen Jahr der
aktuellen und
gesellschaftlich hoch relevanten Fragestellung, wo die
Grenzen eines
demokratischen Konservatismus verlaufen und wie diese im
kirchlichen und
zivilgesellschaftlichen Diskurs bestimmt und verteidigt
werden können.
Für den BDKJ ist Annika Triller im Sprecher*innenrat der BAG K+R
vertreten.
Darüber hinaus bringt sich Florian Eutebach (BDKJ DV Mainz)
weiterhin engagiert
in die Steuerungsgruppe des Forums ein.
Wir schätzen die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der BAG
K+R außerordentlich
und sind dankbar für die fachkundige Begleitung und
Beratung, die uns
insbesondere durch BAG-Projektleiter Henning Flad
zuteilwird. Auch Annika Pohl
und Katharina Berger aus der
Geschäftsstelle der BAG K+R möchten wir für die
tolle Zusammenarbeit
herzlich danken. Ebenso danken wir Annika Triller und
Florian Eutebach
für die Vertretung des BDKJ.
Die enge Kooperation werden wir auch künftig verlässlich
fortführen. Wir bringen
uns aktiv in die inhaltliche Vorbereitung der
Jahrestagung ein und vertiefen den
gemeinsamen Austausch, um Synergien
gezielt zu nutzen und unsere
Positionierungen strategisch
weiterzuentwickeln. Ein bewährter Baustein unserer
Zusammenarbeit ist
die gemeinsame Ausrichtung eines Veranstaltungsformats im
Rahmen des
Katholik*innentags. Darüber hinaus wird im kommenden Mai erneut
der
Stand der BAG K+R in das „Dorf der Jugend“ integriert und damit sichtbar
in
unsere jugendpolitische Präsenz eingebunden.
Neben mehr als 30 weiteren Jugendverbänden ist der BDKJ Mitglied
im
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V.
(IDA
e.V.). Dieser bietet ein breites Fortbildungsangebot und kostenlose
Materialien
zu aktuellen Themen der Bildungsarbeit sowie Recherchetools.
Ein
Schwerpunktthema war die Auseinandersetzung mit
demokratiefeindlichen Angriffen.
Dazu wurde eine neue Leitfadenreihe
entwickelt, die darauf angelegt ist, haupt-
und ehrenamtlich Aktive in
Jugendverbänden und -ringen zu unterstützen. Um die
Angebote innerhalb
unserer Strukturen noch sichtbarer zu machen, wurde im BDKJ-
Newsletter
eine feste Rubrik eingerichtet, die regelmäßig auf die Angebote des
IDA
e.V. aufmerksam macht. Darüber hinaus haben wir etabliert, dass bei
unseren
Veranstaltungen standardmäßig Informations- und
Arbeitsmaterialien des IDA
ausgelegt und aktiv zugänglich gemacht
werden.
Dem Vorstand des IDA e.V. gehören Dîlan Akdoğan (dsj – Deutsche
Sportjugend),
Ronja Inhoff (SJD – Die Falken), Zehra Bulut (Bund der
Alevitischen Jugendlichen
in Deutschland - BDAJ) und Joana Kulgemeyer
für den BDKJ an. Beisitzer*innen
sind Anush Darbinyan (djo – Deutsche
Jugend in Europa) und Igor Garber (DJR -
Deutsche Jugend aus
Russland).
Der IDA e.V. ist für die Arbeit des BDKJ ein wichtiger
fachlicher Partner im
Einsatz gegen Rassismus, Antisemitismus,
Antifeminismus sowie weitere Formen
gruppenbezogener
Menschenfeindlichkeit. Die Expertise der Mitarbeiter*innen
der
Geschäftsstelle stellt für uns eine ausgesprochen wertvolle Ressource
dar —
sei es in Form von Beratung, Qualifizierung oder inhaltlicher
Impulssetzung.
Daher investieren wir hier bewusst und gerne die
Arbeitszeit unserer Referentin
Jo im Vorstand des IDA e.V.
Wir sehen unser Engagement bei IDA auch zukünftig als wichtigen
Bestandteil
unseres antirassistischen Engagements. So wollen wir uns
auch künftig aktiv in
die Arbeit des Vereins einbringen und die
gemeinsamen Themen konstruktiv
mitgestalten. Darüber hinaus ist unser
Ziel, die vielfältigen Angebote und
Materialien des IDA e.V. innerhalb
unserer Strukturen noch stärker sichtbar zu
machen und ihre Nutzung in
den Jugend- und Diözesanverbänden gezielt zu fördern.
Hierzu freuen wir
uns jederzeit über kommunizierte Bedarfe, Anregungen
und
Impulse.
Im Trägerkreis Jugendhilfe kommen wir mit katholischen Trägern der
Kinder- und
Jugendhilfe regelmäßig zusammen, um uns über aktuelle Themen
im Feld
auszutauschen, aktuelle Gesetzesvorhaben und -initiativen zu
beraten und unsere
Interessen in diesen Feldern gemeinsam zu
organisieren. Den Posten des Sprechers
hat derzeit Tom Urig (BAG KJS)
inne. Begleitet wurde der Trägerkreis von Seiten
des Katholischen Büros
zuletzt von Robert Wessels.
Der Trägerkreis Jugendhilfe hat im Berichtszeitraum drei Mal
getagt.
Schwerpunkte waren u. a. die jugendpolitische Ausrichtung des
BMBFSFJ,
Förderfragen im Kontext des KJP, das Themenfeld Jugendarmut sowie
Wir
wollen uns im Nachgang der Bundestagswahl eng abstimmen und
gemeinsame
Handlungsfelder für die neue Legislaturperiode identifizieren.
Der
Trägerkreis hat sich zu einem jugendpolitischen Gespräch im Herbst
mit
Abteilungsleiter Sven-Olaf Obst (BMBFSFJ) getroffen.
Der Trägerkreis Jugendhilfe ist für die Vernetzung mit
anderen katholischen
Trägern der Jugendhilfe und dem Katholischen Büro −
als Dienststelle der
Deutschen Bischofskonferenz und des Verbandes der
Diözesen Deutschlands − sehr
wichtig. Wir schätzen den vertrauensvollen
Austausch innerhalb dieses Kreises
und sehen in den regelmäßigen
Gesprächsrunden mit Vertreter*innen aus der
Bundespolitik einen
gewinnbringenden Rahmen, um gemeinsame Anliegen der
katholischen Träger
zu transportieren.
Auch im nächsten Jahr ist unser Ziel, den guten Austausch im
Trägerkreis und vor
allem die gemeinsame Wirkkraft gegenüber der
Bundespolitik zu nutzen.
Im Rahmen der DBJR-Vollversammlung wurde ein neuer Vorstand
(wieder)gewählt:
Vorsitzende des DBJR sind in dritter Amtszeit Daniela
Broda (aej) und Wendelin
Haag (Naturfreundejugend). Als stellvertretende
Vorsitzende fungieren neben Lena
für den BDKJ, Özge Erdoğan
(BDAJ), Jonathan Schweizer (Sozialistische Jugend –
Die Falken), Regina
Gehlisch (DGB-Jugend), Sophie Schmitz (Jugendwerk der AWO)
und Moritz
Tapp (BUNDjugend). Für Özge ist es die dritte Amtszeit, für Moritz
und
Lena die zweite, die anderen drei stellvertretenden Vorstandsmitglieder
sind
erstmalig gewählt worden.
Neben Lena als stellvertretende Vorsitzende des DBJR nehmen für den
BDKJ
folgende Personen Vertretungsaufgaben im DBJR wahr: Joana
Kulgemeyer
(Hauptausschuss / Vollversammlung), Jan Borzim (AG
Europäische Jugendpolitik),
Martina Weichelt (AG Internationale
Jugendpolitik) und Gregor Podschun (KJP-
Kommission). Außerdem übernimmt
Anna Grebe die Vertretung in der Prüfstelle für
jugendgefährdende Medien
bei der Bundeszentrale für Kinder- und
Jugendmedienschutz (BzKJ).
Vertretungen in der Freiwilligen Selbstkontrolle der
Filmwirtschaft
(FSK) übernehmen Daniel Poiger, Viviane Taxis und Erik Egi.
In der Delegation für die Vollversammlung arbeiteten im letzten Jahr
außerdem
Daniela und Henner sowie Sebastian Dietz (DV Würzburg), Isabel
Rutkowski (KLJB)
und Fidelis Stehle (DV Rottenburg-Stuttgart) mit.
Katharina Volk (KjG) war als
Vertretung des DiPA für die Antragsberatung
des Antrags zu digitaler Teilhabe
anwesend.
Im Rahmen der DBJR-Vollversammlung im Herbst 2025 wurde ein
Leitantrag zur
Generationengerechtigkeit beschlossen, der − ähnlich wie
der von uns gefasste
Beschluss − darauf abzielt, intergenerationelle
Solidarität als politischen
Kompass zu verankern. Der BDKJ hat einen
Antrag zu digitaler
Teilhabegerechtigkeit in die DBJR-Vollversammlung
eingebracht, der einstimmig
angenommen wurde. Ausgangspunkt dafür
bildete der durch unseren
Digitalpolitischen Ausschuss initiierte
Beschluss zu Digitaler
Teilhabegerechtigkeit.
Wir sehen den DBJR als ganz zentrales jugendpolitisches
Sprachrohr unserer
Arbeit, schätzen die bundespolitisch breite
Strahlkraft und die Zusammenarbeit
mit Geschäftsstelle und
Jugendverbänden sehr. Wir freuen uns sehr, dass unser
Antrag unter
großer Wertschätzung angenommen wurde und wir damit
die
digitalpolitische Leerstelle in der Beschlusslage des DBJR
schließen
konnten. Ein besonderer Dank gilt den Vertreter*innen der
BDKJ-
Delegation im DBJR und insbesondere den Mitgliedern des
Digitalpolitischen
Ausschusses, die sich im Vorfeld und im Rahmen der
Versammlung äußerst engagiert
und konstruktiv eingebracht
haben.
Wir werden unser Engagement im DBJR in der kommenden Zeit weiter
vertiefen und
gezielt daran arbeiten, unsere jugendpolitischen Anliegen
frühzeitig in
gemeinsame Positionierungsprozesse einzubringen. Dabei
wollen wir insbesondere
die Umsetzung der beschlossenen Anträge
konstruktiv begleiten, neue thematische
Impulse setzen und die
Zusammenarbeit mit den anderen Jugendverbänden
strategisch weiter
ausbauen.
Neben bereits etablierten Formen der Zusammenarbeit auf Arbeitsebene
haben wir
uns Rahmen eines Jahresgesprächs des gesamten Bundesvorstands
und der
jugendpolitischen Referenten mit Prälat Jüsten und weiteren
Vertreter*innen des
Katholischen Büros zur aktuellen politischen Lage
ausgetauscht und mögliche
Synergien für gemeinsame politische
Aktivitäten sondiert.
Wir bewerten die Zusammenarbeit als sehr positiv.
Insbesondere die offene
Gesprächsatmosphäre und die Bereitschaft,
gemeinsame Anknüpfungspunkte
auszuloten, haben wir als sehr konstruktiv
und strategisch sinnvoll erlebt.
Wir möchten diesen Dialog verstetigen und das Jahresgespräch
künftig als festes,
institutionalisiertes Format etablieren, um die
Zusammenarbeit weiter zu
vertiefen und gemeinsame politische Initiativen
frühzeitig abzustimmen.
Wir bedauern sehr, dass das Spitzengespräch verschoben werden
musste, allerdings
finden wir es auch sinnvoll, dass wir den Termin nun
so gelegt haben, dass alle
neuen Vorstandsmitglieder dabei sein können.
Trotz verschobenem Spitzengespräch
freuen uns über den unterjährigen
guten Kontakt zum DCV. Die vielen gemeinsamen
Themen machen eine enge
Zusammenarbeit und anlassbezogene Absprachen sehr sinn-
und wertvoll.
Dass dies nicht zu jedem Thema und jederzeit
vollumfänglich
funktioniert, liegt an Ressourcenknappheit.
Das Spitzengespräch findet am 03.03.2026 in Präsenz in Berlin
statt, alle
Vorstandsmitglieder können teilnehmen, was ideal ist, um die
Partner*innen
persönlich kennenzulernen. Weiterhin sind die
Referent*innen der verschiedenen
Fachbereiche beider Organisationen
zwischen den Spitzengesprächen aufgefordert,
den guten bestehenden
Kontakt zu halten und auszubauen.
