| Veranstaltung: | Rechenschaftsberichte zur Hauptversammlung 2026 |
|---|---|
| Berichterstatter*in: | Digitalpolitischer Ausschuss (DiPA) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 23.03.2026, 12:00 |
B III.3.6: Digitalpolitischer Ausschuss (DiPA)
Text
Neben den Sitzungen arbeitet der DiPA stark in Kleingruppen zwischen den
Sitzungen an Themen. Die Sitzungen selbst werden mehr zur Koordinierung und
Zielsetzung sowie Fertigstellung der Endergebnisse genutzt.
Zu Beginn der Sitzungen haben wir fest einen Zeitslot eingeplant, um über
aktuelle digitalpolitische Themen und Themen der innerverbandlichen
Digitalisierung zu sprechen. Dieser hat sich für uns bewährt.
Zudem führen wir im Hintergrund eine Netzwerkkarte mit digitalpolitischen
Akteur*innen, mit denen wir im Kontakt waren.
Um die Kommunikation zu erleichtern, haben wir einen Mailverteiler
digitalpolitik@bdkj.de angelegt und es gibt inzwischen auch Visitenkarten des
DiPA.
Innerhalb des DiPA tauschen wir uns regelmäßig zu aktuellen
Digitalisierungsprozessen im BDKJ und den Jugendverbänden aus. Vereinzelt
erreichen uns auch Anfragen aus dem Verband zu bestimmten Themen – zum Beispiel
zum Einsatz von KI oder zur Bereitstellung von verbandseigen entwickelten Tools
als Open-Source Software. Falls ihr Anliegen habt, kommt gerne weiterhin auf uns
zu!
Schwerpunkt im Bereich der innerverbandlichen Digitalisierung bildete die
Vorbereitung eines umfangreichen Beschlusses des Hauptausschusses, durch den in
den nächsten Jahren nach und nach mehr Menschen Teilhabe an den digitalen
Angeboten des BDKJ ermöglicht werden soll. Zur Koordinierung des Projekts findet
vor der Hauptversammlung auch das erste jährliche Strategiegespräch mit dem
Bundesvorstand statt, das wir in dem Zuge als Format etabliert haben. Im Rahmen
des Beschlusses wurde insbesondere eine Checkliste zur barrierearmen Gestaltung
digitaler Angebote entwickelt, die gerne auch im Verband zum Einsatz kommen
kann.
Zudem läuft die Fertigstellung einer Übersicht über digitale Tools, die in der
Jugendverbandsarbeit hilfreich zum Einsatz kommen können, und erste Ideen für
eine Veranstaltung zu TikTok in der Jugendverbandsarbeit im Herbst wurden
gesponnen.
Für die Nutzung im Verband haben wir eine kindgerechte Aufbereitung der
Kinderrechte im Digitalen Raum (also der Allgemeinen Bemerkung 25 zur UN-
Kinderrechtekonvention) ausgearbeitet. Diese sollte schon vor Längerem
veröffentlicht werden, allerdings gab es einige Verzögerungen mit dem externen
Grafikdienstleister. Wir hoffen, euch das Ergebnis trotzdem auf der HV
präsentieren zu können.
Daneben haben wir die Homepage-Inhalte zur Digitalpolitik aktualisiert und
werden bis zur HV zusätzlich noch eine Unterseite zu digitaler Gewalt erstellen.
Auf dem Instagram-Kanal des Bundesverbands haben wir unter dem Titel "Digital
Detox Dienstag" in der Fastenzeit Posts erstellt. Zudem waren wir bei der
Vorbereitung und Durchführung der FINTA*-Tagung zum Thema „Netz. Macht. Mut.”
beteiligt.
Im Bereich der Lobbyarbeit haben wir erfolgreich den Antrag „Digitale Teilhabe
gerecht gestalten – an, in und durch digitale Räume"[1] im DBJR eingebracht.
Über den Newsletter veröffentlichen wir hin und wieder − meist nach Sitzungen
des DiPA − Kurzpositionen zu Themen wie dem Social-Media-Verbot für junge
Menschen oder zu digitaler Souveränität. Darüber hinaus versuchen wir auch auf
verschiedenen digitalpolitischen Veranstaltungen präsent zu sein, um dort
mögliche Netzwerkpartner*innen kennenzulernen.
Im September hat sich der BDKJ als erstunterzeichnende Organisation an der
Veröffentlichung der #FreeWebSearch Charta[2] beteiligt.
Auf der Hauptversammlung werden wir einen Antrag einbringen, um uns als BDKJ zur
aktuellen Debatte rund um ein Verbot Sozialer Medien für junge Menschen zu
positionieren.
Für die Zukunft bereiten wir uns für eine Präsenz auf dem Katholik*innen-Tag
vor, erstellen einen One-Pager zu digitalpolitischen Themen für den
Lobbybaukasten und wollen uns auch aktiv mit der Lobbystrategie des BDKJ zur
Umsetzung unserer digitalpolitischen Forderungen auseinandersetzen.
Zum Ablauf der vorgesehenen Laufzeit des DiPA in diesem Jahr haben wir uns mit
der Perspektive einer Verlängerung beschäftigt. Wir finden es wichtig, dass der
BDKJ an digitalpolitischen Themen dranbleibt (digitale Räume sind immerhin
selbstverständlicher Teil der Lebenswelt junger Menschen) und beantragen daher
die Verlängerung des DiPA.
Nachdem auch der dritte Anlauf eines Netzwerktreffens im letzten Jahr nicht gut
angenommen wurde und wir den Termin absagen mussten, haben wir uns dazu
entschieden, das Projekt erst mal ruhen zu lassen. Auch die geplante
Auseinandersetzung mit globalen Perspektiven der digitalen Teilhabegerechtigkeit
konnte über einen Austausch mit dem EPA hinaus bisher nicht behandelt werden.
Allerdings haben wir bereits gemeinsam ein paar Ideen gesponnen, wie wir das
Thema in Zukunft wieder aufgreifen könnten.
Wir wollen uns hier ganz herzlich bei Jo für die ausgezeichnete Begleitung, die
inhaltliche Expertise und den lobbystrategischen Blick bedanken, die sie immer
wieder mit großem Engagement in den DiPA einbringt. Darüber hinaus bedanken wir
uns bei Lena und Henner für die Begleitung von Seiten des Bundesvorstands. Und
natürlich gilt ein großes Dankeschön allen Mitgliedern unseres tollen
Ausschusses für ihre engagierte Mitarbeit!
